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NHL - 500. Spiel zum Saisonstart: Draisaitl sieht "unsere Zeit gekommen"

SID
Nach den Play-off-Enttäuschungen der letzten Jahre will Leon Draisaitl mit den Edmonton Oilers endlich um den Stanley Cup spielen.

Nach den Play-off-Enttäuschungen der letzten Jahre will Leon Draisaitl mit den Edmonton Oilers endlich um den Stanley Cup spielen. Die Zeit ist reif, glaubt der deutsche Eishockey-Star.

Der Urlaub war viel zu lang. Als die NHL-Stars im Juli um den Stanley Cup spielten, war Leon Draisaitl nur noch Zuschauer. Wieder einmal. Und wieder hatte der beste deutsche Eishockeyspieler daran zu knabbern. "Natürlich dauert es eine Zeit, bis man darüber hinweg ist", gab der 25-Jährige zu.

Der Frust nach dem erneut frühen Play-off-Aus mit den Edmonton Oilers ist inzwischen einer noch größeren Sehnsucht nach dem wichtigsten Titel im Welteishockey gewichen.

"Ich glaube, dass unsere Zeit jetzt gekommen ist, dass wir jetzt auch die Mannschaft dazu haben", sagte Draisaitl vor dem Start der neuen Saison, die für ihn mit einem Jubiläum beginnt: In der Nacht zu Donnerstag (4.00 Uhr/Sky) gegen die Vancouver Canucks steht der Kölner zum 500. Mal in der NHL auf dem Eis. Seine eindrucksvolle Bilanz: 210 Tore, 323 Vorlagen, 533 Scorerpunkte - aber den Stanley Cup hat er bisher nur aus der Ferne gesehen.

"Jetzt liegt es an uns zu zeigen, dass wir jeden schlagen und in den Play-offs weit kommen können", betonte Draisaitl. Mit seinem kongenialen Partner Connor McDavid bildet er seit mehreren Jahren das wohl beste Sturmduo der NHL, doch in der entscheidenden Saisonphase blieb bislang der Erfolg aus. Seit 2017 haben die Oilers keine einzige Play-off-Runde mehr gewonnen.

Draisaitl: Oilers haben sich qualitativ verbessert

"Wir haben mehr Optionen bei den Stürmern", sagte Draisaitl mit Blick auf die Neuverpflichtungen im Sommer: "Ich glaube, dass wir mehr Breite, mehr Tiefe haben, auch Erfahrung. Das sind alles Jungs, die in den Play-offs seit Jahren gespielt haben."

Die Oilers haben große Probleme, mit ihren beiden Superstars zwei gleich starke Sturmreihen zusammenzustellen. Wenn beide zusammenspielen, etwa im Powerplay, ist die Durchschlagskraft enorm. Doch die anderen Angriffsformationen fallen deutlich ab. Ob er lieber gemeinsam mit Topscorer McDavid oder in einer eigenen Reihe auf dem Eis steht, ist Draisaitl "völlig wurscht".

In Edmonton werden die Fans, die seit 31 Jahren auf den sechsten Stanley-Cup-Triumph warten, langsam ungeduldig. Ihre Angst: McDavid, der Superstar der Liga, in der vergangenen Spielzeit zum dritten Mal Topscorer der Hauptrunde, zum vierten Mal mit 100 oder mehr Punkten auf dem Konto und zum zweiten Mal als wertvollster Spieler ausgezeichnet, bleibt ein ungekrönter Eishockey-König. Obwohl er mit Draisaitl, 2020 bester Punktesammler, MVP und Deutschlands Sportler des Jahres, den idealen Kompagnon hat.

Draisaitl freut sich auf Zuschauer-Rückkehr

Ob er nun der zweitbeste Spieler der Welt hinter McDavid ist oder vielleicht doch noch andere Stars wie der Amerikaner Auston Matthews oder der Kanadier Nathan MacKinnon von den Titelanwärtern Toronto und Colorado von den Experten höher eingeschätzt werden, interessiert Draisaitl wenig: "Es ist nicht so, dass ich tagtäglich auf der Couch sitze und mir solche Rankings anschaue."

Eher freut er sich darüber, dass nach der verkürzten Corona-Saison die Zuschauer auch in Kanada wieder in die Arenen zurückkehren und die Auswärtsreisen wieder in die USA gehen. "Wir freuen uns alle auf ein bisschen Normalität", sagte er. Solange die kurzen Play-offs und die langen Urlaube nicht auch Normalität werden.

 

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