Cookie-Einstellungen
NHL

Oilers im Glück

Von SPOX
Die Oilers holten den ersten Sieg in Boston seit 1996
© getty

Draisaitl spielt unauffällig, freut sich aber dennoch über einen historischen Sieg in Boston. Den Senators gelingt die Revanche, die Penguins haben noch viel Arbeit vor sich. Außerdem: Die Red Wings haben eine offensichtliche Schwäche.

Boston Bruins (16-9-4, 36 Pts) - Edmonton Oilers (14-15-2, 30 Pts) 2:3 OT BOXSCORE

Jeder im TD Garden wusste es, selbst die Oilers: Das war ein sehr glücklicher Sieg für Edmonton. "Wir sind nicht so naiv, dass wir glauben, wir wären das bessere Team gewesen", gab Oilers-Coach Todd McLellan nach dem Spiel an: "Wir nehmen die Punkte mit und wollen so schnell wie möglich aus der Halle."

Dabei stellte sich besonders Cam Tablot als schier unüberwindbare Hürde für Bosten heraus, der bis in die Overtime mit 49 Saves auf sich aufmerksam machen konnte. Alleine im letzten Drittel feuerten die Bruins 20:7 Schüsse auf den Kasten der Kanadier. Doch mehr als der Treffer von Brad Marchand wollte nicht herausspringen, nachdem Matt Beleskey den 1:2-Anschlusstreffer für Boston erzielt hatte.

Zuvor war Edmonton innerhalb von 5 Minuten im ersten Durchgang durch Jordan Eberle und Ryan Nungent-Hopkins früh in Führung gegangen. Dass Bosten schließlich in der Verlängerung tatsächlich das Spiel abgeben musste, lag an Andrej Sekera. Sein erster Schussversuch wurde noch geblockt, doch der Slowake gewann das Rennen um den offenen Puck und überwand Jonas Gustavsson zum ersten Oilers-Sieg in Boston seit November 1996.

"Wir haben dieses Jahr sicher auch schon Spiele gewonnen, die wir nicht hätten gewinnen dürfen - dies war eines der Spiele, die wir hätten gewinnen müssen", gab ein niedergeschlagener Brad Marchand nach dem Spiel an. Für Leon Draisaitl verlief die Partie unglücklich, der Youngster produzierte drei Giveaways und brachte in knapp 17 Minuten einen Schuss auf den Kasten.

Pittsburgh Penguins (15-11-3, 33 Pts) - Washington Capitals (21-6-2, 44 Pts) 1:4 BOXSCORE

Wirklich lange brauchte Washington nicht, um den Torreigen gegen die angeschlagenen Penguins zu eröffnen. Mit knapp vier Minuten auf der Uhr erzielte Nicklas Backstrom das erste Tor des Abends und fügte seiner formidablen Leistung noch zwei Assists hinzu.

Doch Pittsburgh wehrte sich redlich und kam nach dem Tor von Capitals-Verteidiger John Carlson durch Evgeni Malkin noch einmal heran. Bis in den letzten Abschnitt hielt sich der Spielstand - denn Braden Holtby erwischte einen starken Abend (45 Saves).

"Ich hatte einen guten Blick auf den Puck - auch im Gewühl", freute sich der Matchwinner: "Dazu habe ich mich gut bewegt, das musste ich auch, weil ich nicht alles fangen konnte. Da kamen schon einige Schüsse auf mein Tor, aber die Jungs vor mir haben die Schüsse zum Teil schon richtig gut entschärft und die Nachschuss-Versuche auf ein Minimum reduziert."

Zum zweiten Helden des Abends avancierte final T.J. Oshie, der den Puck noch zweimal ins Netz setzte. Dadurch konnte der neue Penguins-Coach Mike Sullivan bei seinem ersten Auftritt keinen Sieg einfahren.

Trotzdem zeigte sich Sullivan mit den Ansätzen zufrieden und sprach abschließend: "Wir gehen morgen weiter an die Arbeit, konzentrieren uns auf unsere Schwachstellen und werden uns bald aus der Misere herausziehen."

Ottawa Senators (16-10-5, 37 Pts) - Los Angeles Kings (19-9-2, 40 Pts) 5:3 BOXSCORE

Letzte Woche noch zeigten sich die Senators nicht wirklich zufrieden mit ihrem Auftritt, also folgte in der Nacht gleich die richtige Antwort. "Genau das habe ich von meinen Jungs erwartet", erklärte Ottawa-Coach Dave Cameron: "Man ist natürlich heiß, wenn man gegen ein Team in so kurzer Zeit gleich wieder zurückschlagen kann - wir haben auf ein richtig gutes Team eine Antwort gewusst."

Für den Sieg der Kanadier zeigten sich besonders drei Spieler verantwortlich: Mike Hoffman erzielte zwei Treffer und legte ein Tor auf, Mike Zubanejad kam ebenfalls auf drei Punkte (1 Tor, 2 Assists) und Erik Karlsson lieferte je ein Tor und eine Vorlage. Dabei zeigten sich die Senators vor allem sehr effektiv. Mit 36:21 Schüssen legten die Kings nämlich einen druckvollen Auftritt hin, konnten aus ihren Möglichkeiten aber kein Kapital schlagen, was auch mit Ottawa-Goalie Craig Anderson zusammenhing (33 Saves).

"Fast jedes einzelne Tor ist nach einem Fehler von uns gefallen", sprach Kings-Center Anze Kopitar nach dem Spiel: "Wir können außerdem nicht so leichtfertig mit unseren Chancen umgehen." Damit endet die Neun-Spieleserie, in der die Kings mit mindestens einem Punkt vom Eis gegangen sind (7-0-2).

Detroit Red Wings (16-9-6, 38 Pts) - Buffalo Sabres (13-15-3, 29 Pts) 1:2 BOXSCORE

So langsam kann man den Red Wings durchaus eine Schwäche im letzten Drittel attestieren. Alleine in neun der letzten 14 Spiele gab Detroit im dritten Abschnitt eine vorherige Führung noch aus der Hand. Gegen die Sabres ging das auch noch ziemlich fix. Ryan O'Reilly und Johan Larsson erzielten innerhalb von 61 Sekunden zwei Treffer und drehten den 0:1-Rückstand noch um.

"Das zeigt sicher auch unseren Charakter, dass wir nicht aufgegeben haben und schließlich noch belohnt wurden", sprach Sabres-Coach Dan Bylsma nach der Spiel. Auf der Seite von Detroit scheint sich dagegen eine kleine mentale Blockade eingependelt zu haben: "Wir spielen vielleicht ein bisschen zu lässig momentan. Vielleicht war das der richtige Zeitpunkt, um endlich aufzuwachen. Wir müssen die vollen 60 Minuten Gas geben", ärgerte sich Red-Wings-Captain Henrik Zetterberg.

Buffalo feierte zusätzlich das Ende einer Negativserie, nachdem die Sabres seit Oktober 2006 nicht mehr in Michigan erfolgreich waren. Den letzten Zweifel an diesem Sieg räumte 19 Sekunden vor Schluss Goalie Chad Johnson aus.

Aus dem Getümmel rutschte der Puck vor den völlig freien Gustav Nyquist, der auf der rechten Seite einen offenen Kasten vor sich hatte. Doch Chad Johnson hechtete aus dem anderen Eck des Tores in voller Länge auf die andere Seite, blockte den Schuss und schlug den Puck schließlich in die Red-Wings-Zone, wo das Spiel sein Ende fand.

Columbus Blue Jackets (11-18-3, 25 Pts) - Tampa Bay Lightning (15-13-3, 33 Pts) 1:2 BOXSCORE

Die NHL im Überblick

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung