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NFL

NFL: Das sind die größten Storylines in der Preseason 2021

Von Jan Dafeld

Cam Newton vs. Mac Jones

Auch in New England ist die Entscheidung über den Starter in der kommenden Saison bereits gefallen. "Cam ist unser Starting Quarterback" betonte Bill Belichick zu Beginn des Training Camps. Wie auch bei dem Duell zwischen Andy Dalton und Justin Fields könnten starke Leistungen von Mac Jones in der Preseason jedoch eine neue Dynamik in den Zweikampf bringen.

Anders als die Bears gelten die Patriots im Playoff-Kampf nicht zwingend als Außenseiter. New England hat in der Offseason kräftig investiert, mehr als jedes andere Team. Diese Investitionen sollen 2021 wieder zu mehr Siegen führen. Solange Newton gut spielt und die Patriots in Reichweite der Playoffs sind, dürfte Jones nur der Platz am Spielfeldrand bleiben.

Aber: Der Druck auf Newton wächst. Der ehemalige MVP spielte im Vorjahr durchwachsen, viele der Ausreden aus dem Vorjahr gelten nun nicht mehr, der Receiving Corps des Teams ist beispielsweise deutlich stärker besetzt als noch 2020. Zeigt Jones in der Preseason, dass er das Zeug dazu hat, um bereits als Rookie in der NFL zu starten, würde Newtons Spielraum für Fehler in jedem Fall kleiner werden.

Die Linebacker der Cowboys

Micah Parsons. Jaylon Smith. Leighton Vander Esch. Keanu Neal. Jabril Cox. Die Cowboys gehen mit einem klaren Überangebot an Linebackern in die kommende Saison - erst recht in Zeiten, in denen Defenses in der Regel mit maximal zwei Linebackern auf dem Feld spielen.

Parsons dürfte seinen Starterposten als früher Erstrundenpick nahezu sicher haben, der zweite Spot sollte im Normalfall an Smith, der erst vor zwei Jahren eine Vertragsverlängerung über mehr als 60 Millionen Dollar unterschrieb, gehen. Können die durchaus prominenten Namen Vander Esch und Neal an dieser Hackordnung noch etwas ändern?

Wie auch immer das Rennen um die umkämpften Plätze am Ende ausgeht, genau so interessant wie die Frage, welcher Linebacker sich intern durchsetzt, dürfte sein, ob sich einer der Unterlegenen für einen Trade empfehlen kann. Vander Esch geht in sein letztes Vertragsjahr. Gut möglich, dass die Cowboys ihren einstigen Star-Rookie vor dem Saisonbeginn noch ziehen lassen. In der Preseason kann Vander Esch sich für potenzielle Interessenten empfehlen.

Was passiert mit Trey Lance?

Sollte es eine Pokerrunde unter den Head Coaches in der NFL geben, dürfte Kyle Shanahan zu den gefürchtetsten Gegnern darin zählen. Im Draft-Prozess fielen große Teile der Medienlandschaft auf die falsche Mac-Jones-Fährte der 49ers herein, nun erklärt Shanahan öffentlich, Jimmy Garoppolo sei der Starter des Teams, Trey Lance vorerst als Backup eingeplant. So richtig glauben möchte das dem Head Coach aber noch niemand.

Drei Erstrundenpicks legten die Niners auf den Tisch, um sich im vergangenen Draft an die dritte Position schieben und sich somit Lance als Quarterback der Zukunft sichern zu können. Zu viel, um diesen länger auf die Bank zu setzen - oder?

Die Preseason sollte Aufschlüsse darüber geben, wie fest Garoppolo tatsächlich im Sattel sitzt. Zum einen, weil Lance sich gegen NFL-Defenses präsentieren können und dabei zeigen wird, wie weit er in seiner Entwicklung bereits ist. Zum anderen aber auch, weil die 49ers mit Lance auf dem Feld eine deutlich andere Offense spielen können als mit Garoppolo. Werden Option-Runs in der Vorbereitung bereits ein fester Bestandteil von Shanahans Offense sein? Falls ja, wäre das ein weiteres Indiz dafür, dass Lance eher früher als später als Starter auf dem Platz stehen dürfte.

Die Rückkehr von Joe Burrow

Knapp acht Monate ist es mittlerweile her, dass Joe Burrow im Spiel gegen das Washington Football Team zu Boden ging und wenig später vom Feld gefahren werden musste - Saisonaus für den bis dahin so überzeugenden Rookie. Nun ist Burrow längst nicht der einzige NFL-Spieler, der von einer schweren Verletzung zurückkehrt, Dak Prescott verpasste beispielsweise noch größere Teile der vergangenen Saison.

Und doch erlitt Burrow keine alltägliche Verletzung, selbst für NFL-Verhältnisse. Der 24-Jährige riss sich das vordere und das hintere Kreuzband, auch sein Meniskus wurde in Mitleidenschaft gezogen. Im April zeigte Burrow die riesige Narbe auf seinem linken Knie in den sozialen Medien.

Burrow ist die Zukunft der Bengals. Die Franchise muss beten, dass der letztjährige Nummer-eins-Pick trotz seiner üblen Verletzung schnell wieder zu seiner Form findet. Positiv ist dabei definitiv, dass Burrow kein Quarterback ist, der in erster Linie von seiner Athletik lebt. Und doch kann eine solche Verletzung einen Quarterback langfristig beeinflussen, beispielsweise sein Verhalten in der Pocket. Cincinnati wird hoffen, dass Burrow sämtliche Zweifel schnell beseitigen können wird. Den Großteil am besten schon in der Preseason.

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