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NFL

Mock Draft 4.0: Der finale Mock - Quarterback für die Patriots, Mac Jones fällt

SPOX-Redakteur Adrian Franke präsentiert seinen vierten und letzten Mock Draft für 2021.

Die Draft-Woche ist da! Bevor es endlich losgeht, präsentiert SPOX-Redakteur Adrian Franke seine finale Prediction: Der Mock Draft 4.0 für den NFL Draft 2021!

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Auch im finalen Mock sind alle 32 Teams vertreten, denn auch die Seattle Seahawks, die Los Angeles Rams und die Houston Texans - alle drei Franchises gehen ohne Erstrunden-Pick in den Draft - haben dieses Mal eine Stimme bekommen. Gleiches gilt für die Kansas City Chiefs, die seit dem Trade für Orlando Brown nicht mehr in Runde 1 vertreten sind.

Um halbwegs zu prognostizieren, welche Spieler verfügbar sein könnten, wenn das jeweilige Team zum ersten Mal an der Reihe ist, habe ich das Board von Grinding the Mocks genutzt, welches anhand der Auswertung hunderter Mocks einen durchschnittlichen Wert ermittelt. Für die Picks habe ich nur Spieler berücksichtigt, die anhand dieser Liste an dem jeweiligen Spot noch verfügbar gewesen wären.

Abschließend noch der wichtige Hinweis: Dieser Mock beschreibt nicht, was ich machen würde oder was die ideale Lösung für die Teams in meinen Augen darstellt. Ich versuche mit meinen Mocks zu prognostizieren, was die Teams machen wollen, nicht was sie vielleicht machen sollten.

NFL Mock Draft 2021 - Version 4.0

1.: JACKSONVILLE JAGUARS - TREVOR LAWRENCE, QB, CLEMSON

Ist Trevor Lawrence ein perfektes Prospect? Nein, auch er hat seine Schwächen und zumindest in Teilen fand ich den Hype sogar etwas übertrieben, nachdem ich mit seiner Analyse fertig war. Das ändert aber nichts daran, dass er das beste Quarterback-Prospect seit Jahren ist. Die Jaguars werden sich diese Entscheidung nicht unnötig schwer machen, und nach allem was man hört, ist diese Entscheidung auch längst gefallen und alle Beteiligten arbeiten bereits mit der Gewissheit, dass Lawrence der neue Jaguars-Quarterback wird.

2.: NEW YORK JETS - ZACH WILSON, QB, BYU

Man wird kein 2020er Quarterback-Tape mit mehr Highlight-Würfen finden. Was Wilson gerade außerhalb der Pocket im vertikalen Passspiel und von jeder Plattform machen kann, wird Teams begeistern und die Jets, die eine Shanahan-ähnliche Offense spielen werden, könnten damit schnell eine Big-Play-Offense werden. Für die Down-für-Down-Konstanz muss Wilson noch besser in der Mitte des Feldes werden, aber rein in der Prognose scheint hier kein Zweifel mehr zu bestehen, dass Wilson die Wahl der Jets sein wird.

Spätestens seit seinem Pro Day scheint diese Entscheidung in Stein gemeißelt. Das ist insofern erwähnenswert, da Wilsons Pro Day eines der wenigen Events war, bei dem man dieses Jahr etwas Interaktion zwischen Verantwortlichen und Medien hatte - dieser Nährboden für Gerüchte fehlte dieses Jahr vergleichsweise ohne die Combine und ohne einen normalen Draft-Prozess. Dass die Wilson-Jets-Gerüchte nach seinem Pro Day derart stark aufkamen, lässt wenig Zweifel bei diesem Pick übrig.

3.: SAN FRANCISCO 49ers (via MIA, via HOU) - TREY LANCE, QB, NORTH DAKOTA STATE

Ein wenig scheint sich hier das Blatt in der Gerüchteküche zu wenden. Nach dem Trade der 49ers an Position 3 überschlugen sich die Berichte geradezu, dass Mac Jones das Ziel von Kyle Shanahan und Co. sein soll. Über mehrere Wochen hat man kaum einen Mock Draft gesehen, der den Bama-Quarterback nicht an Position 3 hatte und gerade die großen Draft-Reporter sprangen allesamt auf diesen Zug auf.

Die Theorie war mehr oder weniger unisono, dass Shanahan einen Pocket-Passer mit schnellem Spielverständnis haben will, der seine Offense exakt und präzise umsetzt - wie er es mit Matt Ryan hatte, wie er es bei Kirk Cousins so geschätzt hat. Das ist auch am ehesten die Stärke von Jimmy Garoppolo.

Ich selbst bin auf dieser Welle nie mitgegangen und werde jetzt nicht damit anfangen. Ich denke, dass einzelne Insider die Mac-Jones-Berichte in die Welt getragen haben, und sich das seitdem wie ein Lauffeuer verbreitet hat. Doch gerade San Francisco war zuletzt vor dem Draft meist schwer zu lesen, warum sollte das jetzt anders sein? Die Draft-Bubble explodierte, als Shanahan bei Jones' Pro Day war infolge des Trades, mittlerweile haben die Niners aber auch die anderen Pro Days besucht.

Ich denke, dass das alles sich selbst fütternde Gerüchte waren und dass San Francisco den Premium-Preis, den sie für diesen Pick unter dem Strich bezahlen - die Niners werden in diesen Spieler unter dem Strich drei Erst- und einen Drittrunden-Pick investieren - nur für einen Quarterback mit Top-5-Upside bezahlen. Das ist Jones nicht. Fields oder Trey Lance wird hier der Pick sein, davon bin ich überzeugt, und wenn man die Gerüchteküche zum Start in die Draft-Woche liest, dann geht die Tendenz unter den beiden in Richtung Lance.

4. ATLANTA FALCONS - KYLE PITTS, TE, FLORIDA

Ich hatte die Falcons hier lange als primären Downtrade-Kandidat, und das würde ich auch weiterhin absolut nicht ausschließen. Die Falcons, mit neuem Regime, können hier in viele Richtungen gehen, aber der neue Head Coach Arthur Smith und Quarterback Matt Ryan sollten schematisch gut zueinanderpassen, ich könnte mir schon gut vorstellen, dass Atlanta mit Ryan nochmals ein Fenster für drei bis vier Jahre sieht. Deshalb ist meine Vermutung, dass die Falcons keinen Quarterback nehmen, falls sie hier bleiben.

Und warum doch kein Downtrade mehr? Das liegt vor allem an den Teams, die danach kommen. Cincinnati ist eher konservativer einzustufen und die Dolphins sind im Zuge ihres Downtrades extra teuer wieder hoch gegangen, sodass man vermuten muss, dass Miami eine konkrete Spielergruppe im Sinn hat, aus der man unbedingt einen Kandidaten haben möchte. Will sagen: Wer den vierten Quarterback haben will, muss vielleicht nicht teuer an 4 gehen - ein Trade an 7 könnte dafür sehr gut ausreichen.

In dem Szenario wäre Pitts dann der logische Pick. Er ist der einzigartigste Spieler dieser Klasse und ein Tight-End-Prospect, wie es vielleicht alle zehn Jahre mal kommt. Und das in einer Offense, die den Ball viel aus Play Action werfen und aus Run-Formationen Mismatches kreieren will. Ein ideales Match.

5. CINCINNATI BENGALS - PENEI SEWELL, OT, OREGON

Dass hier Chase, Pitts oder Sewell geht, dürfte außer Frage stehen - und je nachdem was mit dem vierten Pick passiert, sehe ich auch eine ungefähr gleichgroße Wahrscheinlichkeit für jeden der drei Kandidaten. Ich habe am Ende Sewell genommen, weil ich die Bengals weiter eher auf der konservativen Seite sehe und mir vorstellen könnte, dass Cincinnati zunächst eine Top-Line aufbauen will, bevor man weiter in die Playmaker investiert.

Chase wäre hier ebenfalls ein exzellenter Pick, und das natürlich mit der Idee im Hinterkopf, dass der Ex-LSU-Receiver bereits eine ausgeprägte Chemie mit Joe Burrow hat. Meine Tendenz ist hier aber ganz leicht in die Richtung, dass die Bengals Burrow zuerst beschützen wollen.

6. MIAMI DOLPHINS - JA'MARR CHASE, WR, LSU

Sollte das Board davor anders fallen - etwa mit einem vierten Quarterback -, wäre es interessant zu sehen, wen Miami ins Auge gefasst hat, als man den Up- im Zuge des Downtrades durchführte. Klar ist, dass die Dolphins sehr sicher dahingehend sein müssen, dass sie einen der Top-3-Non-QBs haben wollen - andernfalls wäre ein Uptrade zurück in die Top-10-Pick notfalls am Draft-Tag selbst die deutlich bessere Wahl gewesen.

Meine Vermutung ist, dass Miami diesen Trade im Gesamtpaket - und so muss man ihn denke ich sehen - mit Pitts, Sewell und Chase im Hinterkopf durchgeführt hat, und in diesem Szenario hier dann Chase nehmen würde. Das wäre nicht meine Vorgehensweise, ich sehe Chase nicht als diese Elite-Nummer-1 in der Receiver-Klasse, und ich halte ihn auch nicht für den idealen Fit mit Quarterback Tua Tagovailoa. Aber hier soll es ja um die Prognose, nicht um die eigene Idee gehen.

+++TRADE! Patriots traden mit den Lions und kommen von Pick 15 hoch+++

7. NEW ENGLAND PATRIOTS (via DET) - JUSTIN FIELDS, QB, OHIO STATE

New England war von Anfang an mein Top-Kandidat, um von außen in die Top 10 zu traden und dort einen Quarterback zu nehmen, mit Atlanta, Detroit und Carolina als mögliche Trade-Partner. Drei Quarterbacks, dann die drei Top-Non-QBs des Konsens - und dann könnte die Stunde für Bill Belichick schlagen.

Ein solcher Uptrade wäre in gewisser Weise nur die logische Fortsetzung einer sehr aggressiven Patriots-Offseason. New England war sehr aggressiv auf dem Free-Agency-Markt, um einen im Vorjahr doch deutlich lückenhaften Kader möglichst schnell wieder konkurrenzfähig zu machen. Dieser Kader aber wird 2022 teuer, und dann wäre es gut, eine günstige QB-Lösung vorweisen zu können.

Trey Lance wäre für mich hier der ideale Fit. Lance ist Cam Newton stilistisch ähnlich und würde perfekt hinter die Power-Blocking-Line der Patriots und in die neue 2-Tight-End-Offense passen - und er müsste nicht sofort starten. Falls das Board also anders fällt, wäre er meine Wahl hier. Stattdessen nehmen die Pats Fields, der ebenfalls ein Faktor als Runner sein kann, als Passer aber bereits weiter ist.

8. CAROLINA PANTHERS - RASHAWN SLATER, OT/OG, NORTHWESTERN

Die Panthers sind nach dem Darnold-Trade ein klarer Downtrade-Kandidat - hier könnte etwa auch der fünfte Quarterback per Uptrade vom Board gehen. In meinem Fall aber bleiben die lukrativen Angebote aus, zumal auch Pitts, Chase und Sewell bereits vom Board sind.

Carolina selbst derweil hat noch deutliche Baustellen in der Offensive Line, Slater könnte eine Chance auf Left Tackle erhalten und notfalls auch Guard spielen. Ein technisch ausgereifter Tackle, der mit Quickness, schnellen Füßen und gutem Spielverständnis gewinnt. Wenn das Ziel der Panthers ist, schnell bestmögliche Umstände um Sam Darnold aufzubauen, wäre Slater ein unspektakulärer aber trotzdem effektiver Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel.

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