Cookie-Einstellungen
Suche...
NFL

Starter-Serie: Packers, Bears, Lions, Vikings - die NFC North

SPOX blickt auf die potenziellen Starter aller 32 Teams - heute: Die NFC North!

Starter Projection: Detroit Lions

Die Lions haben erst im vergangenen Jahr Matt Patricia als neuen Head Coach vorgestellt und somit die ehemalige Patriots-Connection mit Geschäftsführer Bob Quinn installiert. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass die Luft in Detroit bereits dünner wird und in der kommenden Saison dringend Ergebnisse her müssen.

Detroit hatte eine merkwürdige Saison. Siege gegen unter anderem die Patriots, Packers und Panthers auf der einen, Niederlagen gegen die Jets, 49ers und Bills auf der anderen Seite, dazu der Mid-Season-Trade von Golden Tate, der sich sofort gravierend bemerkbar machte - an verschiedenen Punkten bekam man letztes Jahr den Eindruck, dass die Lions noch ihre Identität suchen.

Diese Identität kristallisiert sich jetzt immer stärker heraus, und die Verpflichtung von Darrell Bevell als neuer Offensive Coordinator unterstreicht das. Die Lions wollen ein Team sein, das offensiv wie defensiv die Line of Scrimmage kontrolliert und Spiele mit dem Run Game dominiert und gewinnt.

Wie könnte das auf dem Feld aussehen?

Detroit Lions Starter Projection Offense:

PositionSpielerPositionSpieler
Quarterback:Matthew StaffordLeft Tackle:Taylor Decker
Running Back:Kerryon JohnsonLeft Guard:Graham Glasgow
Wide Receiver:Kenny GolladayCenter:Frank Ragnow
Wide Receiver:Marvin JonesRight Guard:Kenny Wiggins
Slot-Receiver:Danny AmendolaRight Tackle:Ricky Wagner
Tight End:T.J. Hockenson

Detroit Lions Starter Projection Defense:

PositionSpielerPositionSpieler
Edge:Devon KennardCornerback:Darius Slay
Defensive Tackle:Da'Shawn HandCornerback:Rashaan Melvin
Defensive Tackle:Damon Harrison Slot-Cornerback:Justin Coleman
Defensive End:Trey Flowers Safety:Quandre Diggs
Linebacker:Jarrad Davis Safety:Tracy Walker
Linebacker:Christian Jones

Lions-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Drei Veränderungen in der Offense stechen heraus, wir fangen mit der Offensive Line an: Frank Ragnow kam letztes Jahr als eines der Top-Center-Prospects in den Draft - und hatte dann in seiner Rookie-Saison auf Left Guard noch merkliche Probleme. Nur acht Guards ließen letztes Jahr noch mehr Quarterback-Pressures zu, sieben davon hatten signifikant mehr Pass-Blocking-Snaps.
  • In den OTAs deuteten die Lions dann eine Umstellung an: Ragnow kehrte zurück in die Mitte der Line, Glasgow nach Links auf den Guard-Spot. Das muss nicht in Stein gemeißelt und könnte auch lediglich ein Experiment sein, es würde aber durchaus Sinn machen. Glasgow spielte 2016 und 2017 primär Guard und sollte dort ähnliche Leistung wie auf Center abrufen können. Bei Ragnow ist ein deutlicher Sprung durch den Positionswechsel denkbar.
  • Die zweite merkliche Veränderung findet man im Slot: Die Lions verpflichteten Danny Amendola und Jermaine Kearse, die beide vor allem im Slot zuhause sind und gemeinsam die Lücke schließen sollen, die Tate hinterlassen hat. Beide sind in ihren Routes vor allem Underneath zuhause, Amendola ist der verlässlichere der beiden Receiver.

  • Die dritte Veränderung ist der Tight End. Schon Wochen vor dem Draft wurde Detroit intensiv mit T.J. Hockenson in Verbindung gebracht, es war eines der Gerüchte, das sich am Ende als wahr erwies. Hockenson ist eines der komplettesten Tight-End-Prospects der letzten Jahre und gerade vor dem Hintergrund, dass die Lions wohl noch stärker auf den Run setzen wollen, braucht es Tight Ends, die blocken und Pässe fangen können.
  • Die Lions spielten letztes Jahr vergleichsweise wenige 12-Personnel-Sets, wenn sie aber mit zwei Tight Ends aufliefen, waren sie daraus sehr Run-lastig. Mit Hockenson sowie dem in der Free Agency verpflichteten Jesse James kann man davon ausgehen, dass 12-Personnel und daraus Play Action Pässe unter Bevell deutlich ansteigen werden. Stafford hatte letztes Jahr eine der niedrigsten Play-Action-Quoten unter Starting-Quarterbacks (18,9 Prozent), es gibt keinen Grund, das zu wiederholen.
  • Und auch die Defense findet immer mehr die Identität, die sich Matt Patricia vorstellt und die er zum Teil in New England eingeimpft bekommen hat. Da macht es auch Sinn, dass er nicht nur auf ähnliche Spielertypen setzt, sondern sich gleich Starter holte, die er selbst noch aus New England kennt. Wie Trey Flowers und Justin Coleman.
  • Flowers gibt den Lions einen dominanten Spieler für die Defensive Line, der in der Base-Defense außen und im Sub-Package innen spielen kann. Zusätzlich ist Detroit mit Da'Shawn Hand, A'Shawn Robinson und Damon Harrison in der Interior Line sehr stark aufgestellt. Devon Kennard war letztes Jahr der wohl konstanteste Edge-Spieler der Lions, hinter Kennard und Flowers steht Romeo Okwara für die Rotation bereit; Okwara hatte letztes Jahr die meisten Quarterback-Pressures aller Lions-Spieler.
  • Generell aber soll die Lions-Defense noch flexibler werden. Kennard, Christian Jones, Rookie Jahlani Tavai - diese Spieler sollen in einer flexiblen, schwer lesbaren Front auf verschiedenen Positionen eingesetzt und mit verschiedenen Aufgaben betraut werden. So wie man es eben von der Patriots-Defense kennt.
  • Denkt man den Patriots-Vergleich weiter, dann sollte die Secondary ein Prunkstück der Defense sein, und die individuelle Qualität ist alles andere als schlecht. Darius Slay und Neuzugang Rashaan Melvin sind womöglich ein unterschätztes, aber sehr gutes Cornerback-Duo.
  • Justin Coleman war letztes Jahr einer der ligaweit besseren Slot-Cornerbacks und Quandre Diggs ist auf Safety gesetzt. Dass sich die Lions von Glover Quin getrennt haben, spricht auch dafür, dass Tracy Walker eine größere Rolle erhalten soll. Der hat letztes Jahr, vor allem als Free Safety, einen sehr guten Eindruck hinterlassen und erhielt über den Frühling auch die meisten Starter-Snaps neben Diggs.
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung