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NFL

Super Bowl Head to Head: New England Patriots vs. Philadelphia Eagles

Im Super Bowl LII treffen die New England Patriots auf die Philadelphia Eagles.

Receiver/Tight Ends Patriots vs. Secondary Eagles

Brandin Cooks, Chris Hogan, Danny Amendola und Rob Gronkowski vs. Jalen Mills, Rodney McLeod, Malcolm Jenkins, Patrick Robinson und Ronald Darby

Patrick Robinson gegen Danny Amendola im Slot kann eines der entscheidenden Matchups im Super Bowl werden. Robinson war in diesem Jahr - ziemlich überraschend - einer der besten Slot-Cornerbacks ligaweit, während Amendola seinen Wert für die Pats ganz speziell in den Playoffs, nicht zuletzt im Championship Game gegen die Jags wieder einmal unter Beweis stellte. Ein Ziel der Patriots könnte es sein, Amendola über Scheme und Personnel-Formationen in Matchups gegen Linebacker zu bekommen. Verhindern die Eagles das, wartet im Slot ein faszinierendes Duell.

Stichwort faszinierendes Duell: Rob Gronkowski gegen Malcolm Jenkins könnte gleich das nächste Schlüssel-Matchup sein. Gronk, der nach der Gehirnerschütterung aus dem Championship Game wie erwartet rechtzeitig fit wurde, ist das größte Matchup-Problem in der NFL: In den allermeisten Fällen finden Teams keine Eins-gegen-Eins-Antwort in Manndeckung, während Brady gegen Zone die Lücken findet und Gronks Physis nutzt, um ihn zwischen zwei Verteidigern zu bedienen.

Jenkins könnte, ähnlich wie Eric Berry für die Chiefs, einer der wenigen Spieler sein, der es in Manndeckung mit Gronk aufnehmen kann. Für Philadelphias defensiven Game Plan wäre das enorm wichtig - und umgekehrt ein großes Problem, sollte Jenkins der Aufgabe nicht gewachsen sein.

Selbstredend hört hier die Herausforderung für die Eagles-Secondary nicht auf, denn bei aller Begeisterung für Running Backs im Passing Game, Slot-Receiver und den Tight End darf man nicht vergessen, dass New England in diesem Jahr mal wieder ein ernsthaftes Downfield-Element hat. Das hört auf den Namen Brandin Cooks, der in dieser Saison bei langen Pässen (Pässe, die vor dem Catch mindestens 20 Yards weit das Feld runter geflogen sind) die ligaweit zweitmeisten Yards verzeichnete (608) und in der Kategorie seit 2014 mit 1.794 Deep-Passing-Yards nur hinter Julio Jones (1.796) steht.

Das deckt sich mit Bradys Stats, der mit 9,4 Intended Air Yards (wie weit er den Ball im Schnitt also warf) unter allen Quarterbacks mit mindestens 250 Pässen den siebten Platz belegte und durchschnittlich 2,7 Sekunden zwischen Snap und Wurf hatte - für Brady ein ungewohnt hoher Wert. Die Eagles haben Outside einige Anfälligkeiten offenbart, und während sich viel auf die Underneath-Matchups und die Duelle in der Mitte des Feldes konzentriert, kann Cooks für Philly ein echtes Problem werden.

Vorteil: Patriots

Receiver/Tight Ends Eagles vs. Secondary Patriots

Alshon Jeffery, Nelson Agholor, Torrey Smith und Zach Ertz vs. Malcolm Butler, Stephon Gilmore, Devin McCourty, Duron Harmon und Patrick Chung

Das Receiving-Corps war ein elementares Problem in Wentz' Rookie-Saison. Philly hat hier den schnellen Turnaround geschafft: Durch die Versetzung von Agholor in den Slot sowie den Verpflichtungen von Jeffery als Nummer-1-Receiver und von Smith als Speed-Option, um die Defense in die Länge zu ziehen, haben die Eagles plötzlich ein formidables Receiving-Corps, in dem Zach Ertz in dieser Saison den Mittelpunkt darstellte. Doch auch Agholor mit 30 Targets bei Third Down in der Regular Season wurde eine verlässliche Waffe.

Allerdings haben auch die Patriots einiges in die Secondary investiert, sei es durch den Vertrag für Gilmore oder durch die Entscheidung, Butler nicht zu traden. Mit McCourty hat New England einen herausragenden tiefen Safety, Harmon und Chung runden das Safety-Corps glänzend ab.

Und das führt direkt zum Punkt: Die Eagles werden mit New England ihre Mühe haben, denn die Patriots haben defensiv auf dem Papier gute Matchups: Gilmore wird den physischen Jeffery übernehmen, Butler den schnellen Torrey Smith. Ertz bekommt es mutmaßlich mit Chung zu tun und im Slot könnte dann entweder Harmon oder Slot-Corner Eric Rowe Agholor übernehmen. Durch die Bank weg sehr interessante Matchups.

Patriots spielen prozentual die zweitmeiste Man Coverage in der NFL (51,7 Prozent), nachdem sie gegen Jacksonville und insbesondere gegen die Run Pass Options in Zone Coverage ihre liebe Mühe hatten sollte sich an diesem Ansatz gegen die Eagles wenig ändern. Und sie haben die Mittel, um Philadelphia hier Schwierigkeiten zu bereiten.

Vorteil: Ausgeglichen

Offensive Line Patriots vs. Defensive Line Eagles

Nate Solder, Joe Thuney, David Andrews, Shaq Mason, Cameron Fleming vs. Vinny Curry, Timmy Jernigan, Fletcher Cox und Brandon Graham

Wenn die Eagles das Spiel gewinnen, dann wird dieses Matchup mutmaßlich eine entscheidende Rolle einnehmen. Die Eagles haben die in der Spitze und in der Breite am besten besetzte Defensive Line der NFL, mit Spielern wie Chris Long oder Derek Barnett in der Hinterhand, um rotieren zu können. Das ist in zweierlei Hinsicht wichtig: Einerseits sollte Philly so in der Lage sein, auch spät im Spiel noch an der Line standzuhalten - etwas, das Atlanta im Super Bowl im Vorjahr irgendwann nicht mehr gelang.

Andererseits gibt es Philly aber auch die wichtigste Waffe gegen Brady in die Hand - wenngleich der in dieser Saison herausragend gegen Pressure war: Eine Defense, die ohne Blitz mit dem 4-Men-Rush den Quarterback unter Druck setzen kann. Philly hat in dieser Saison inklusive der Playoffs bei 753 gegnerischen Passing-Plays 311 Quarterback-Pressures fabriziert, diese Quote von 41,3 Prozent ist die ligaweit höchste.

Die Patriots auf der anderen Seite sind weit von dem Protection-Debakel, das zum Playoff-Aus gegen Denver 2015 führte, entfernt. Die Line ist sogar überdurchschnittlich stabil, zumindest wenn es um die Pass-Protection geht. In den beiden Playoff-Spielen hielt New England Brady bei 74,7 Prozent seiner Dropbacks ohne Pressure, für Brady die höchste Rate seit den 2012er Playoffs (75,3 Prozent).

LaAdrian Waddle beziehungsweise Cam Fleming auf der rechten Seite dürften Pats-Fans einige Magenschmerzen bereiten, insgesamt aber ist das keine Line, die von den Eagles überrannt wird - was man etwa im NFC Championship Game sehen konnte. Dennoch ruht hier die zweitgrößte Chance für Philly, einen Bereich des Spiels zu dominieren. Gleich nach dem nächsten Aspekt.

Vorteil: Eagles

Offensive Line Eagles vs. Defensive Line Patriots

Halapoulivaati Vaitai, Stefen Wisniewski, Jason Kelce, Brandon Brooks und Lane Johnson vs. James Harrison, Lawrency Guy, Malcom Brown und Trey Flowers

Die Eagles konnten sich die ganze Saison über auf eine der ligaweit besten Offensive Lines verlassen, und das blieb sogar so, nachdem sich Left Tackle Jason Peters verletzte. Backup Halapoulivaati Vaitai wurde zwar unmittelbar zur Schwachstelle, die Qualität auf den anderen vier Positionen konnte selbst das aber auffangen.

So war Kelce in dieser Saison der vielleicht beste Center überhaupt in der NFL, während die Guards Stefen Wisniewski (ein Sack, elf Pressures in dieser Saison zugelassen) und Brandon Brooks (0 Sacks, 17 Pressures) die Interior-Line glänzend ergänzen. Right Tackle Lane Johnson hat in der gesamten Saison bei 553 Pass-Blocking-Snaps 20 Pressures zugelassen und ist einer der besten Right Tackles der NFL.

In der Summe hat die Line einen großen Anteil daran, dass Philly auch ohne Carson Wentz offensiv wieder in die Spur fand - und die 4,5 Yards pro Run in der Regular Season sind ein Top-3-Wert. Philadelphia ist vor allem stark darin, Blocker (am liebsten Jason Kelce) auf das Linebacker-Level zu bringen und dann die Running Backs Fahrt aufnehmen zu lassen.

New England auf der anderen Seite könnte hier am ehesten Probleme bekommen. Die Front hat sich zwar im Laufe der Saison einigermaßen stabilisiert, die Pats sind hier aber weit von einer dominanten Unit entfernt. Trotzdem gibt es Matchups, die New England gefallen müssen.

Da wäre etwa Right End Trey Flowers, der es mit Vaitai zu tun bekommt. Flowers steht bei zwölf QB-Pressures in dieser Postseason, der zweithöchste individuelle Wert und mehr als jeder Eagles-Spieler. Oder aber James Harrison, der den Pats plötzlich eine Pass-Rush-Präsenz gibt. Oder auch Malcom Brown: Der massive Defensive Tackle könnte New Englands Antwort für Kelce sein, die Patriots dürften versuchen, in der Interior-Line Philadelphia zu beschäftigen und mehrfach jedem der drei Spieler einen direkten Verteidiger vor die Nase setzen.

Vorteil: Eagles

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