NFL

Der Sturz des Champions

Die Denver Broncos haben in der Offseason mehrere wichtige Spieler verloren
© getty
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24. New York Jets

Ein Beinahe-Playoff-Team 2015 an Nummer 24? Alles steht und fällt auch bei den Jets mit dem Quarterback, und Stand heute wäre der Starter Geno Smith. Darron Lee, Jordan Jenkins und Steve McLendon machen eine dominante Defense noch stärker, auch wenn die Secondary einige Fragen aufwirft. Doch Gang Green läuft Gefahr, in alte Muster zurück zu fallen: Eine dominante Defense gepaart mit einer Offense, die trotzdem schlicht nicht genügend Punkte aufs Board bekommt. Sollten sich die Jets doch noch mit Ryan Fitzpatrick einigen, würden sie bis ins zweite Power-Ranking-Viertel klettern. Mit Matt Forte, Brandon Marshall und Eric Decker stimmen zumindest die Waffen um den Quarterback herum. Wer auch immer es am Ende wird.

23. Detroit Lions

Die Rücktritte von Calvin Johnson und Rashean Mathis reißen Löcher in den Lions-Kader und man muss die Frage stellen: Wer wird für Detroit punkten? Golden Tate und Marvin Jones sind ähnliche Receiver-Typen, der große, physische und für Matthew Stafford so wichtige WR-Typ fehlt. Neben Ameer Abdullah gibt es keinen Power-Runner, zumindest aber die O-Line sollte durch einen hier intensiven Draft besser werden. Der Fokus lag im Draft und in der Free Agency aber auf der Defense, wo die Lions deutlich besser aufgestellt sein sollten als im Vorjahr.

22. Chicago Bears

Die Bears ließen auf eine starke Free Agency (wichtigste Neuzugänge: Danny Trevathan, Akiem Hicks, Jerrell Freeman) einen starken Draft folgen und haben ihrer Front Seven innerhalb weniger Wochen ein neues Gesicht gegeben. Das sollte endlich Druck von der Secondary nehmen und auch das gegnerische Run Game einschränken. Im Vorjahr ließen die Bears 4,5 Yards pro Run zu, der viertschwächste Wert der Liga. Zudem können die Bears endlich mit Vorjahres-Top-Pick Kevin White planen, der Receiver sollte bis zum Saisonstart bei 100 Prozent sein. Spannende Frage: Ist Jeremy Langford wirklich für die Starting-RB-Rolle bereit? Kann er Matt Forte halbwegs ersetzen, werden die Bears den einen oder anderen Favoriten ärgern. Die Zukunft sah in Chicago schon seit längerem nicht mehr so gut aus.

21. San Diego Chargers

Stolze 40 Sacks ließen die Chargers im Vorjahr zu, es wären bei vielen anderen Quarterbacks als Philip Rivers wohl noch deutlich mehr gewesen. Hand in Hand damit gingen die riesigen Probleme im Run Game. Abhilfe soll Max Tuerk schaffen: Einer der besten, athletischsten Center im Draft soll eine wieder genesene O-Line komplettieren. Insgesamt legten die Chargers nach einer sehr guten Free Agency auch einen starken Draft hin - und werden innerhalb der eigenen Division trotzdem um jeden Sieg fighten müssen. Viel wird davon abhängen, wie gut Defensive End Joey Bosa ins Scheme passt - und ob Travis Benjamin auch in Kalifornien der erhoffte Deep Threat wird.

20. Indianapolis Colts

Dass die Colts in der ersten Runde Center Ryan Kelly gepickt haben dürfte im Haus von Andrew Luck für das eine oder andere High-Five gesorgt haben. Kaum ein Quarterback stand im Vorjahr so konstant unter Dauerdruck, während umgekehrt das eigene Running Game schwache 3,6 Yards pro Run rausquetschte. Nur San Diego war hier schlechter. Doch Baustellen bleiben, namentlich der Pass-Rush wurde die komplette Offseason über so gut wie überhaupt nicht adressiert. Ein fähiger Backup hinter dem alternden Frank Gore fehlt ebenfalls.

19. Buffalo Bills

Der Tausch von Rookie Shaq Lawson gegen den unzufriedenen Mario Williams (nach Miami) sollte die D-Line sofort besser machen, auch Linebacker Reggie Ragland ist ein sofortiger Starter. Der im Vorjahr überraschend starke Guard Richie Incognito wurde genauso gehalten wie Tackle Cordy Glenn, doch die andere Seite der O-Line bleibt eine Baustelle. Das könnte sich auf die ganze Offense auswirken - genau wie die Quarterback-Debatte: Buffalo liegt mit Rex-Ryan-Liebling Tyrod Taylor (Vertrag läuft nach der Saison aus) im Clinch, Drittrunden-QB Cardale Jones könnte dafür sorgen, dass die Situation zunehmend angespannt wird.

18. Kansas City Chiefs

Kansas City hatte einen der schwächeren Drafts, gespickt mit jeder Menge Boom-or-Bust-Risiko. Der Grund für den Fall im Power Ranking liegt allerdings anderswo: Justin Houston, seines Zeichens der vielleicht beste Pass-Rusher der Liga, wird wohl große Teile der Saison verpassen, während Star-RB Jamaal Charles von einem Kreuzbandriss zurückkehrt. Darüber hinaus haben die Chiefs Cornerback Sean Smith und die Safeties Tyvon Branch und Husain Abdullah verloren, im Receiver-Corps fehlt weiter eine verlässliche Waffe neben Jeremy Maclin. Dazu wird Oakland in der Division immer stärker. Die Chiefs laufen Gefahr, abzurutschen.

17. Tampa Bay Buccaneers

Vernon Hargreaves und Noah Spence sollten Tampa Bays Defense auf einen Schlag verbessern und gesellen sich damit zu den FA-Verpflichtungen Robert Ayers und Brent Grimes. Die Defense war das große Sorgenkind im Vorjahr und wenn Hargreaves und Spence den erhofften Einfluss auf das gegnerische Passing Game (31 TDs, nur 11 INTs im Vorjahr) haben, kann Tampa den nächsten Schritt machen. Wichtig dafür: J.R. Sweezy und Ali Marpet müssen auf Guard standhalten, Doug Martin an seine starke Vorsaison anknüpfen - und der hochtalentierte Austin Seferian-Jenkins muss sich endlich als verlässliche Waffe etablieren.