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NBA: CP3 führt Suns zu elftem Sieg in Folge gegen Dallas Mavericks - Franz Wagner mit Bestwert bei knapper Pleite in Brooklyn

Von Robert Arndt
Die Dallas Mavericks verloren erneut bei den Phoenix Suns.
© getty
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Denver Nuggets (9-7) - Chicago Bulls (11-5) 108:114 (BOXSCORE)

  • Die Bulls marschieren weiter und teilen sich mit den Brooklyn Nets weiterhin den ersten Platz in der Eastern Conference. Zach LaVine erzielte 12 seiner 36 Punkte (14/24 FG) im Schlussviertel und verhinderte damit, dass die dezimierten Nuggets doch noch am Sieg schnuppern konnten.
  • Denver musste nicht nur weiter auf Jamal Murray verzichten, diesmal fiel auch MVP Nikola Jokic mit einer Handgelenksverletzung kurzfristig aus. Und dennoch erspielten sich die Nuggets schnell eine 12-Punkte-Führung, bevor Chicago endlich aufwachte. Die Bank um Derrick Jones Jr. (16, darunter einige echte Highlight-Dunks) und Rookie Ayo Dosunmu (10) hauchte den Gästen neues Leben ein, nach der Pause übernahmen die Bulls komplett die Kontrolle.
  • Neben LaVine war es auch immer weder DeMar DeRozan (26, 7/21 FG), der die Offense am Laufen hielt. Auch in der Crunchtime war auf den Ex-Spurs-Forward Verlass, mit gleich acht verwandelten Freiwürfen brachte DeRozan den Sieg in trockene Tücher, auch wenn sich Denver mit einigen Dreiern noch einmal gegen die drohende Niederlage stemmte.
  • Ohne Jokic war Aaron Gordon mit einem Saisonbestwert von 28 Punkten (10/12 FG, 9 Rebounds) der beste Scorer, dazu lief viel über Will Barton (23). Facundo Campazzo (16) versenkte als Bankspieler vier von fünf Dreiern. Die Nuggets hatten jedoch ohne ihren Center große Probleme am Brett, die Bulls nutzten dies zu gleich 18 Second Chance Points nach 17 Offensiv-Rebounds.

Phoenix Suns (12-3) - Dallas Mavericks (9-6) 112:104 (BOXSCORE)

  • Wie sich die Geschichte doch manchmal wiederholt. Wie schon vor zwei Tagen hielten die Mavericks ohne Luka Doncic und Maxi Kleber in Phoenix lange gut mit und gingen sogar mit einer Führung in den Schlussabschnitt, am Ende marschierten die Suns aber einmal mehr als Sieger vom Feld - zum nun elften Mal in Folge.
  • Und nicht nur das: Phoenix hat nun die letzten acht Vergleiche mit Dallas für sich entschieden, zuletzt konnten die Mavs vor zwei Jahren in Arizona gewinnen. Chris Paul (18, 14 Assists) spielte damals noch gar nicht für die Suns, wie schon in der Nacht auf Donnerstag war es er zusammen mit der Bank, der Dallas zu Beginn des vierten Viertels vor unlösbare Probleme stellte.
  • Der Point Guard leistete sich diesmal zwar gleich 5 Ballverluste, dafür fiel der Wurf besser. So legten die Suns in den ersten fünf Minuten des Schlussabschnitts einen 15:2-Lauf hin, plötzlich stand es 94:86, nachdem die Führung in den ersten 36 Minuten immer wieder hin- und hergewechselt war. Es war die Vorentscheidung, in der Folge trafen CP3 und später auch Devin Booker (19) immer wieder ihre offenen Würfe, während Dallas kaum noch scoren konnte.
  • Die Mavs zielten erneut schwach aus der Distanz (12/40), insbesondere Reggie Bullock (0/5 3FG) und Frank Ntilikina (0/4 3FG). Jalen Brunson (18, 7/19 FG, 10 Assists) hatte beim Abschluss ebenfalls große Schwierigkeiten. Die Topscorer hießen Kristaps Porzingis (23, 8/13 FG, 12 Rebounds) und Tim Hardaway Jr. (18). Bei Phoenix blieb Mikal Bridges (19, 7/7 FG) perfekt aus dem Feld, von der Bank halfen vor allem Cameron Johnson (13) und JaVale McGee (14).

Sacramento Kings (6-10) - Toronto Raptors (8-9) 89:108 (BOXSCORE)

  • Nach seiner 2/14-Performance aus dem Feld stand Pascal Siakam in Toronto einmal mehr unter Beschuss, beim Gastspiel in Sacramento ließ der Kameruner seine Kritiker aber verstummen. In 30 Minuten legte der Forward 32 Punkte (10/12 FG) auf und versenkte jeden seiner drei Distanzwürfe. Nach drei Niederlagen am Stück gewannen die Raptors damit ihre erste Partie bei ihrem 6-Spiele-Trip an die Westküste.
  • Die offensivstarken Kings erwischten dagegen einen gebrauchten Abend, vor allem aus der Distanz klappte kaum etwas. Nur das erste Viertel konnte ausgeglichen gestaltet werden, weil Toronto viel zu viel foulte und Harrison Barnes (14) alleine acht Freiwürfe versenkte. Diese Diskrepanz nahm in der Folge ab, am Ende nahmen die Kanadier sogar mehr Freebies als Sacramento.
  • In den folgenden beiden Abschnitten baute Toronto die Führung auf 30 Punkte aus, diese 24 Minuten wurden mit 66:39 gewonnen. Neben Siakam glänzten auch Gary Trent Jr. (23, 5/11 Dreier) sowie Fred VanVleet (13), der mit der Pausensirene auch noch einen Buzzerbeater in das Gesicht von Rookie Davion Mitchell traf. Isaac Bonga stand nicht im Kader, der Deutsche weilt mal wieder beim G-League-Team der Raptors.
  • Fleißigster Punktesammler der Kings war De'Aaron Fox (17, 8/13 FG), der einer der wenigen effizienten Spieler seiner Farben war. Das reichte aber hinten und vorne nicht, sodass am Ende des Spiels die Fans ihren Unmut äußerten und den Rauswurf von Head Coach Luke Walton forderten. Klare Worte gab es auch von Guard Tyrese Haliburton, der die Buhrufe der Fans wie folgt kommentierte: "Sie haben uns völlig zurecht ausgebuht!"