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NBA

NBA: Frust und Rangelei bei den Los Angeles Lakers - Phoenix Suns vermöbeln LeBron James und Co.

Anthony Davis geriet nicht nur mit den Phoenix Suns aneinander.

Debakel für die Lakers: Vor eigenem Publikum haben LeBron James und Co. eine heftige Abreibung von den Phoenix Suns kassiert. Während Chris Paul Geschichte schreibt, sorgt L.A. abseits des Sportlichen für Negativ-Schlagzeilen - inklusive Rangelei auf der Bank.

Los Angeles Lakers (0-2) Phoenix Suns (1-1) 105:115 (BOXSCORE)

"Die Los Angeles Lakers haben ein Team-Problem und ein Basketball-Problem." So lautete das Fazit von Franchise-Legende Magic Johnson kurz nach der zweiten Pleite im zweiten Saisonspiel. Einerseits spielte er damit auf eine über weite Strecken unterlegene Mannschaft in Purple-and-Gold an, andererseits auf ein offenbar schon jetzt enorm hohes Frustlevel in den Reihen der Lakers sowie interne Streitereien.

Das Endergebnis war aus Lakers-Sicht dank eines späten Runs, als die Partie eigentlich längst entschieden war, noch schmeichelhaft. Die Gäste aus der Wüste Arizonas übernahmen im zweiten Viertel die Kontrolle über die Partie und setzten sich nach dem Seitenwechsel bis auf 32 Punkte ab.

Letztlich halfen die 25 Punkte von LeBron James (8/18 FG, 5/9 Dreier, dazu 5 Assists bei 5 Turnover) oder das Double-Double von Anthony Davis (22 und 14 Rebounds) recht wenig, um das Debakel zu verhindern. Russell Westbrook kratzte an einem Triple-Double (15, 11 Rebounds und 9 Assists bei 6/15 FG), Carmelo Anthony steuerte 16 Zähler bei.

Schlagzeilen machten die Lakers dennoch weniger sportlich, sondern vielmehr mit einer Rangelei auf der eigenen Bank. Dwight Howard und AD gerieten in einer Auszeit aneinander und mussten von Teamkollegen getrennt werden. "Es gibt keine Probleme zwischen uns", spielte Howard die Szene nach der Partie herunter. "Er ist mein Bruder. Wir hatten eine Meinungsverschiedenheit über etwas, was auf dem Court passiert ist, und sind beide einfach sehr leidenschaftlich."

Los Angeles Lakers: Viel Frust bei LeBron James und Co.

Auch Davis sagte nach dem Spiel, die Angelegenheit sei erledigt. "Wir haben es in der Halbzeit in der Kabine gelassen", sagte der Big Man, und Head Coach Frank Vogel ergänzte: "Von Zeit zu Zeit passiert so etwas", sagte Vogel über die Auseinandersetzung, auch wenn er meinte, die physische Komponente sei zu viel gewesen. "Die Jungs lieben einander. Aber es ist mir lieber, wenn ihnen das alles hier wichtig ist."

Dennoch scheint schon kurz nach Saisonbeginn in L.A. eine Menge Frust vorhanden zu sein. In einer Szene im dritten Viertel blieb LeBron nach einer gelungenen Defensiv-Aktion in der eigenen Hälfte stehen und wartete darauf, dass seine Kollegen am anderen Ende des Courts den Spielzug abschlossen. Die Lakers zeigten sich außerdem mehrmals unzufrieden mit den Entscheidungen der Referees.

Zudem kam es auch noch zu einem Zwischenfall mit einem Fan und Rajon Rondo, als der Zuschauer von seinem Platz am Spielfeldrand aus die Hand des Lakers-Stars bei einer Diskussion wegschlug. Der Fan wurde anschließend der Halle verwiesen.

Dabei starteten die Lakers ordentlich in die Partie. Westbrook hatte schon nach dem ersten Viertel genauso viele Punkte auf seinem Konto wie in seinem schwachen Debüt (8) und bei LeBron oder auch Kent Bazemore fiel der Dreier. Im zweiten Abschnitt kam allerdings die Dominanz der Suns in der Zone zum Tragen. Phoenix erzielte insgesamt 52 Punkte in der Painted Area - die Lakers gerade einmal 26.

Suns dominieren die Lakers - Chris Paul schreibt Geschichte

So setzten sich die Gäste angeführt von Chris Paul (23 Punkte und 14 Assists) erstmals mit einem zweistelligen Vorsprung ab. Den sollte Phoenix auch nicht mehr aus der Hand geben. Nach dem Seitenwechsel attackierten die Suns weiter die Zone, in der schwachen Lakers-Offense funktionierte nun kaum noch etwas und der Rückstand wuchs immer weiter an. Bereits gegen Ende des dritten Viertels war die Partie entschieden.

Gleich drei Spieler knackten für die Gäste die 20-Punkte-Marke. Neben CP3 gelang dies auch Devin Booker (22), der sich im dritten Viertel mit der "Rock-the-Baby"-Celebration an Westbrook für dessen ähnliche Aktion in der Anfangsphase rächte, und Mikal Bridges (21, 8/11 FG). Deandre Ayton erzielte 8 Zähler und schnappte sich 15 Abpraller.

Ganz nebenbei sicherte sich Paul einen Eintrag in den Geschichtsbüchern der Association. Mit einem Freiwurf im zweiten Viertel knackte der Point God die 20.000-Punkte-Schallmauer. Damit ist er der erste Spieler in der NBA-Historie mit 20.000 Punkten und 10.000 Assists. Nach dem verpatzten Saisonstart gegen die Nuggets sicherte sich Phoenix so den ersten Sieg in 2021/22.

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