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NBA

NBA: Brooklyn Nets verlieren gegen ungeschlagene Charlotte Hornets - Kyrie-Proteste vor dem Barclays Center

Von Philipp Jakob
Kevin Durant und die Nets haben ihren Heimauftakt gegen die Charlotte Hornets verloren.

Die Brooklyn Nets haben zum Heimauftakt eine 95:111-Pleite gegen die Charlotte Hornets kassiert. Dank eines starken vierten Viertels stehen die Hornets nun bei 3-0 zum Saisonstart - das erste Mal in ihrer Franchise-Geschichte. Kevin Durant bekam zu wenig Hilfe, überschattet wurde das Spiel von Protesten gegen die Suspendierung von Kyrie Irving.

Brooklyn Nets (1-2) - Charlotte Hornets (3-0) 95:111 (BOXSCORE)

Kurz vor dem Tip-Off der Partie hatte sich eine Gruppe von Demonstranten vor dem Barclays Center versammelt, die gegen eine Impfpflicht protestierten und damit Kyrie Irving unterstützen wollten. "Stand with Kyrie", stand auf Plakaten geschrieben, der Point Guard weigert sich bisher, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen und darf deshalb nicht für die Nets auflaufen. Aufgrund einer Verordnung in New York dürfen nur geimpfte Personen an Indoor-Events teilnehmen.

Laut ESPN nahmen etwa 100 Menschen an dem Protest teil. Einige Demonstranten versuchten sogar, Absperrungen zu durchbrechen, um in die Arena zu gelangen. Die Security konnte aber noch rechtzeitig eingreifen. Zwischenzeitlich mussten die Türen des Barclays Center geschlossen werden, bevor die Situation unter Kontrolle gebracht und die Fans mit Eintrittskarten wieder in die Halle gelassen werden konnten.

Dort hatten die Nets-Fans allerdings relativ wenig zu feiern. Die Offense der Hausherren kam nie richtig in Fahrt, vor allem auf das Shooting war an diesem Nachmittag im Big Apple kein Verlass (9/35 Dreier, 25,7 Prozent). "Unsere Offense war in der zweiten Halbzeit nicht besonders gut", bilanzierte Kevin Durant richtigerweise, nach dem Seitenwechsel brachte Brooklyn nur noch 37 Zähler aufs Scoreboard. Das reichte gegen ein starkes Hornets-Team nicht.

Miles Bridges bestätigte seinen guten Saisonstart mit 32 Punkten und 9 Rebounds und holte unter anderem einen 360-Dunk raus, LaMelo Ball legte 18 Zähler, 6 Rebounds und 5 Assists auf. Im vierten Viertel stand er aber gar nicht mehr auf dem Parkett, da Ish Smith den Vorzug bekam. Der Veteran nahm phasenweise das Heft in die Hand und führte Charlotte mit 11 seiner 15 Zähler im Schlussabschnitt zum Sieg.

Nets: Zu wenig Hilfe für Durant - schwache zweite Halbzeit

Den Nets half am Ende auch ein gut aufgelegter Kevin Durant nicht. Der 33-Jährige avancierte mit 38 Punkten (17/24 FG) zum Topscorer der Partie, ansonsten knackte nur James Harden die Double Figures. The Beard brauchte für seinen 15 Zähler aber 16 Würfe (6 Treffer, 2/8 Dreier). Zu oft war Durant allein auf weiter Flur.

Das begann schon im ersten Viertel. Brooklyn hatte mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, bevor KD übernahm. Beim Stand von 2:9 aus Nets-Sicht sammelte Durant 10 Punkte innerhalb von wenigen Minuten und kreierte gute Würfe für die Kollegen. So verwandelte Brooklyn den 7-Punkte-Rückstand in eine 7-Punkte-Führung.

Gegen Ende des zweiten Abschnitts schien sich Brooklyn mit einem 10:0-Lauf abzusetzen, doch ein entscheidender Vorsprung sprang nicht heraus (58:50 zur Halbzeitpause). Im dritten Viertel gingen dann die Wurfquoten der Nets in den Keller und Charlotte war schnell wieder mittendrin im Geschehen, bevor die Gäste im letzten Durchgang vollends die Kontrolle übernahmen.

Nach zwei Offensiv-Fouls von Harden in Folge und mehreren Smith-Jumpern setzte sich nun Charlotte ab. Zwar versuchte sich Durant zur Wehr zu setzen, doch Smith fand immer eine passende Antwort. Ein Dreier von Cody Martin (12) setzte das Sahnehäubchen auf einen 10:2-Lauf der Hornets zur 14-Punkte-Führung knapp drei Minuten vor dem Ende. Wenig später nahm Coach Steve Nash seine Stars vom Parkett.

Charlotte steht damit bei drei Siegen aus den ersten drei Spielen der neuen Saison. Das gelang den Hornets in der eigenen Franchise-Historie zuvor noch nie. In der Nacht auf Dienstag steht direkt das nächste Spiel an, dann geht es vor eigenem Publikum gegen die Boston Celtics.

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