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NBA - Chris Paul gegen die Lakers als Zünglein an der Waage: Eine ganze Franchise blickt auf eine Schulter

Chris Paul plagt sich mit Schulterproblemen herum.

Chris Paul von den Phoenix Suns wurde nun schon mehrfach von Verletzungen heimgesucht, auch in dieser Postseason verletzte sich der 36-Jährige schon zum Auftakt gegen die Los Angeles Lakers an der Schulter. Paul biss auf die Zähne. Doch bleiben die Schmerzen, ist er für das Team keine große Hilfe.

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Was waren das für bittere Momente für Suns-Fans, als LeBron James im vierten Viertel von Spiel 3 Spaß an der Partie fand! Der King lachte, als er gegen Jae Crowder aufpostete, während ihn Dennis Schröder, der wenige Meter von der Aktion entfernt seinen Mitspieler von der Bank anfeuerte, und neben dem Deutschen Andre Drummond die Moves des Superstars imitierte.

Chris Paul saß da schon ein paar Minuten auf der Bank. Der Point God hatte knapp zehn Minuten vor dem Ende bei -18 das Feld verlassen, laut Aussage von Coach Monty Williams aufgrund eines Schlages in die Leistengegend. Ob das die ganze Wahrheit ist, sei mal dahingestellt. Schwer vorstellbar, dass ausgerechnet ein Kämpfer wie Paul deswegen dieses eminent wichtige Spiel verpassen würde.

"Ich habe ein Knie abbekommen, als ich hingefallen bin", verteidigte auch Paul die Theorie. Ob richtig oder nicht, schon in Spiel 2 hatte CP3 trotz eines knapperen Spiels die letzten sieben Minuten auf der Bank verbracht - wegen der Schulterverletzung, die er sich im ersten Duell zugezogen hatte.

Chris Paul: Er will gar nicht mehr werfen

Wie groß die Schmerzen wirklich sind, wird nur Paul selbst wissen, aber vieles deutet darauf hin, dass es verdammt schmerzhaft ist. Immer wieder verlor der Point Guard sein Dribbling, die Wurfform war nicht mehr sauber, stattdessen erinnerte es mehr an Kugelstoßen, wenn denn Paul überhaupt mal einen Wurf nahm. Über drei Partien sind das bisher lediglich 21, also sieben pro Partie.

Acht gingen durch die Reuse, in den vergangenen beiden Spielen hat der Spielmacher keinen einzigen Dreier genommen. Beide Partien verloren die Suns, das Momentum nach dem Sieg zum Auftakt ist verloren gegangen. Die Lakers, als 7-Seed auf dem Papier der Außenseiter der Serie, haben nun alle Trümpfe in der Hand und vieles spricht für eine kurze Serie, wenn Paul weiter so sehr von seiner Schulter beeinträchtigt ist.

Über die Saison war es der Point God, der zusammen mit All-Star Devin Booker zahlreiche Spiele entschied und Phoenix zur besten Siegquote seit 2006/07 und zur ersten Playoff-Teilnahme seit 2010 führte. Als "Belohnung" gab es das Matchup mit dem amtierenden Champion.

Chris Paul: So ist er keine Hilfe

Und nach Spiel 1 gab es nicht wenige, die an ein Weiterkommen der Suns glaubten - bis eben Paul sich an der Schulter verletzte. Er stand zwar jeweils auf dem Feld, doch großen Einfluss konnte er nicht nehmen. Die ersten Viertel sahen noch solide aus, doch je länger die Partien dauerten, desto stärker nahm sein Einfluss ab.

Die Lakers setzten Paul bei Ballbesitz stärker unter Druck, mehrfach verlor der Maestro sein sonst so sicheres Ballhandling. Wenn CP3 abseits des Balles stand, begannen die Lakers zu verstehen, dass Paul gar nicht werfen wollte und ignorierten ihn konsequent. Das hatte zur Folge, dass Booker häufiger gedoppelt werden konnte, ohne dass die gefährlichen Vier-gegen-Drei-Situationen entstehen konnten.

Einfach gesagt bekommt Paul die Westbrook-Behandlung, mit welcher die Lakers Houston in den Conference Semifinals des vergangenen Jahres nach allen Regeln der Kunst dominierten und die Produktion von James Harden eindämmen konnten. Stattdessen waren die Suns gefährlicher, wenn Cameron Payne in der zweiten Halbzeit die Offense dirigierte.

Sollte sich die Schulter nicht bessern, wäre es womöglich sinnvoller, Paul herauszuhalten und zu hoffen, dass es spätestens zu Spiel 5 besser ist. Für den Moment scheint das nicht der Fall, am Samstag trainierte der Veteran nach Aussage von Williams nicht mit. Strukturelle Schäden soll es keine geben, die Schmerzen verschwinden nur nicht.

"Das ist das Komische an der Situation, wir wissen einfach nicht, wann es ihm wieder besser geht", klagte Williams. "Mir wurde nur gesagt, dass er für Spiel 4 bereit sein wird und darauf vertraue ich."

Chris Paul: Immer wieder Verletzungen in den Playoffs

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Team um Chris Paul in eine solche Situation gerät, genauer gesagt beeinträchtigten bereits drei weitere Male Verletzungen des Point Gods eine Postseason. Es ist auch ein Faktor, dass CP3 erst ein einziges Mal die Conference Finals erreichte. Näher als Spiel 7 gegen die übermächtigen Golden State Warriors 2018 kam er den Finals nie, passenderweise sah er diese Partie ohnmächtig von der Seitenlinie, nachdem in Game 5 der Oberschenkel zugemacht hatte, als er kurz vor Schluss den entscheidenden Wurf zur 3-2-Serienführung versenkt hatte.

Verletzungen, immer wieder waren es kleinere oder größere Wehwehchen, die mögliche tiefe Playoff-Runs verhinderten - mit der Warriors-Serie als Höhepunkt. Zuvor waren seine Teams bei den L.A. Clippers stets in der Verlosung um den Titel, mehr als eine Playoff-Serie gewann Lob City zwischen 2011 und 2017 aber nie.

2014 kosteten mehrere schwere Fehler von CP3 gegen die Oklahoma City Thunder eine mögliche 3-2-Serienführung, im Jahr darauf implodierten Paul, Blake Griffin, DeAndre Jordan und Co. gegen Houston nach einer 3-1-Führung. Was in der Geschichte verlorenging: Paul verletzte sich in der Runde zuvor gegen die San Antonio Spurs, die er mit einem Serien-Winner in Spiel 7 entschied, am Oberschenkel und verpasste die Partien 1 und 2 gegen die Rockets.

Chris Paul: Kann er die Serie noch einmal drehen?

2016 brach er sich in Spiel 4 der ersten Runde gegen Portland bei 2-1-Führung die Hand, die Clippers schieden nach sechs Spielen aus. Nun, fünf Jahre später droht ein ähnliches Schicksal. Man kann die Geschichte eines der besten Point Guards aller Zeiten einfach nicht ohne die Verletzungen erzählen, geht es nach Paul, sollte auch der Name von Referee Scott Foster Erwähnung finden, unter dessen Leitung CP3 seine letzten elf Playoff-Spiele verlor.

An Foster lag es in Spiel 3 nicht, dass Phoenix am Ende chancenlos war und nun mindestens ein Spiel im Staples Center gewinnen muss, um die Serien doch noch einmal umzubiegen. Der komplette Valley blickt auf Pauls Schulter, in der Regular Season packte Paul das Team auf eben jene, nun ist sie das Dauerthema einer eigentlich packenden Serie voller großartiger Storylines - mit den Lakers als turmhoher Favorit.

Suns vs. Lakers: Die Spiele der Serie - Stand: 1:2

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsErgebniss
123. Mai21.30 UhrSunsLakers99:90
226. Mai4 UhrSunsLakers102:109
328. Mai4 UhrLakersSuns109:95
430. Mai21.30 UhrLakersSuns
52. Juni4 UhrSunsLakers
6*4. JunitbaLakersSuns
7*6. JunitbaSunsLakers
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