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NBA - Die Gewinner und Verlierer der Trade Deadline: Attacke auf die Lakers, The Bulls Are Back und eine Menge Fragezeichen

Die Trade Deadline 2021 war wild - insgesamt 16 Trades gingen über die Bühne. Wer sind die Gewinner und Verlierer der Deadline?

Die NBA Trade Deadline war eine wilde Achterbahnfahrt mit insgesamt 16 Trades - zwei mehr als der vorige Rekord für einen Deadline Day. Neben angriffslustigen Nuggets und mutigen Magic brachte die Deadline einen verzweifelten und zugleich hoffnungsvollen Ex-50-Punkte-Scorer sowie viele Fragezeichen bei den Rockets oder Celtics.

Die Gewinner und Verlierer der Trade Deadline.

NBA - Die Gewinner der Trade Deadline

Denver Nuggets

Verletzungssorgen bei den großen Favoriten wie den Los Angeles Lakers und Brooklyn Nets, dazu die Wirrungen einer Corona-beeinträchtigen Saison - selten war das Titelrennen so offen wie in dieser Saison. Die Denver Nuggets wollen dies ganz offensichtlich ausnutzen und schalteten vor der Trade Deadline komplett in den Angriffsmodus.

Von allen potenziellen Titelanwärtern haben die Nuggets am Donnerstag den größten Sprung gemacht. Mit dem Trade für Aaron Gordon von den Magic adressierte der aktuell Fünftplatzierte der Western Conference eine große Schwäche, die nach dem Abgang von Jerami Grant in der Offseason entstand: die Defense auf dem Flügel.

Gordon sollte mit seiner Vielseitigkeit und seinem defensiven Potenzial der nach Cleaning the Glass im unteren Drittel der Liga rangierenden Nuggets-Verteidigung (Platz 20) einen Schub geben. Er kann in potenziellen Playoff-Matchups selbst einen LeBron James oder einen Kawhi Leonard zumindest arbeiten lassen.

Zudem ist der 25-Jährige nicht nur eine Leihe bis Saisonende, sondern steht bis 2022 unter Vertrag. Seine Rolle in der Offense im Schatten von Nikola Jokic und Jamal Murray muss er annehmen, das sollte bei einem Contender aber einfacher sein, als es in Orlando der Fall war.

Gemeinsam mit dem Upgrade auf der Position des Backup-Centers, JaVale McGee, haben sich die Nuggets hervorragend positioniert, um bis zum Ende der Saison in der Tabelle nach oben zu klettern - vor allem, da LeBron noch eine Weile ausfallen wird.

Miami Heat

Bei Kyle Lowry gingen die Heat leer aus, in Anbetracht des enormen Preises, den die Raptors angeblich forderten, ist das langfristig gesehen aber vielleicht auch gar nicht schlecht. Stattdessen verstärkte Miami seinen Kader in den vergangenen Tagen mit Trevor Ariza, Nemanja Bjelica und Victor Oladipo und gab dafür quasi nur einen echten Rotationsspieler (Kelly Olynyk) ab. Dazu kommt wahrscheinlich auch noch LaMarcus Aldridge auf dem Buyout-Markt.

Klar, Oladipo muss erst noch zeigen, was er noch im Tank hat. Doch in Miami sollten zumindest die Grundvoraussetzungen besser passen, am South Beach muss er nicht die Offense als Nr.1-Option alleine stemmen. Gerade in Sachen Effizienz wird sich 28-Jährige neben Butler, Bam und Co. deutlich verbessern. Defensiv und mit seiner Einstellung wird er ohnehin nach Miami passen - und vielleicht verzichtet er nach einem Gespräch mit Godfather Pat Riley ja auch auf seine Max-Forderungen in der Free Agency.

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Die Fans der Chicago Bulls

Trey Kerby, ein Teil der "No Dunks"-Crew von The Athletic und bekennender Bulls-Fan, pflegt in dieser Saison gerne und auch im Vergleich zu den Vorjahren öfters zu sagen: "The Bulls are back!" Ein ähnlicher Ausruf dürfte ihm und vielen Gleichgesinnten auch am Donnerstag über die Lippen gekommen sein, als Chicago mit dem Trade für Nikola Vucevic für den ersten großen Schocker der Deadline sorgte.

Gewinnen die Bulls mit diesem Kader den Titel? Vermutlich nicht. Doch nach vier Jahren Playoff-Abstinenz kehrt zumindest die Euphorie und die Vorfreude auf Basketball im Mai zurück in die Windy City. Die Offense um Vucevic und Zach LaVine könnte Spaß machen, mit Daniel Theis kam eine weitere gute Option für den Frontcourt. Die Bulls sind im Vergleich zum Vortag ein besseres Team.

Der Abgang von Wendell Carter Jr. und die Erstrundenpicks 2021 und 2023 sollten verschmerzbar sein, Vooch steht bis 2023 unter Vertrag, der dazu auch noch teamfreundlich ist (sein Gehalt nimmt stetig ab). In den kommenden Jahren sollte Chicago also wieder regelmäßig im Kreis der Playoff-Anwärter zu finden sein. Das ist für die Bulls-Fans schon mal ein Gewinn.

Die Orlando Magic der Zukunft

Schon im Vorfeld der Trade Deadline gab es Stimmen, die einen kompletten Rebuild der Magic forderten und eine Abkehr von der Mittelmäßigkeit - und damit auch einen Trade von Vucevic. Dass es tatsächlich so kam, war nach der Gerüchtelage der vergangenen Tage dann aber doch überraschend.

Die Verantwortlichen nutzten die Gunst der Stunde, um ihren All-Star-Center dann zu verkaufen, als sein Trade-Wert am höchsten war. Mit dem Gegenwert für Vucevic, Evan Fournier und Aaron Gordon mit insgesamt drei Erst-, zwei Zweitrundenpicks sowie jungem Talent wie Carter Jr. oder R.J. Hampton kann man in Florida durchaus zufrieden sein - auch wenn Sam Presti da mit mittlerweile ungelogen 34 Picks (!!!) in den kommenden sieben Jahren (jeweils 17 Erst- und Zweitrundenpicks) nur müde lächeln kann.

Solch eine Entscheidung erfordert Mut. Der Basketball in den kommenden Wochen und Monaten wird in Orlando nicht besonders schön anzuschauen sein, doch darum geht es erst einmal nicht. Wichtiger ist eine gute Ausgangssituation für die Draft-Lottery (die Magic haben alle ihre eigenen zukünftigen Picks). Manchmal wird dort solch ein Mut belohnt.

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