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NBA

NBA-Kolumne Above the Break: Chris Paul, James Harden, Russell Westbrook und das Spiel um die Ehre

Für Chris Paul und James Harden geht es in Spiel 7 nicht nur um den Einzug in die zweite Runde.

Sie sind drei der besten Guards der NBA-Geschichte und durch einen Makel verbunden - aber auch noch durch einiges mehr. Die SPOX-NBA-Kolumne Above the Break ergründet die Verknüpfungen zwischen Chris Paul, Russell Westbrook und James Harden.

Spiel 7 der Serie zwischen den Houston Rockets und den OKC Thunder findet in der Nacht auf Donnerstag um 3 Uhr statt. Sichere Dir hier den gratis Probemonat von DAZN und sei live dabei!

"Wenn es ins vierte Viertel geht, in die Clutch-Time ... manche sind dafür geschaffen und manche ducken sich weg." Chris Paul sprach mit dem Selbstverständnis eines Spielers, der offensichtlich in die erste Kategorie gehört, als er unmittelbar nach Spiel 6 der Serie gegen Houston um sein Fazit gebeten wurde.

Paul hatte darin 15 seiner 28 Punkte im Schlussviertel erzielt, sein nominell unterlegenes Team somit in der Serie gehalten und ein siebtes Spiel forciert. Auf der Gegenseite war es Russell Westbrook, der sich in den letzten Minuten mehrere üble Fehler leistete. Sein Partner James Harden war derweil richtiggehend unsichtbar.

Es war also relativ naheliegend, bei Pauls Aussage zumindest einen kleinen Seitenhieb in Richtung seiner Kontrahenten zu erahnen, zumal er dabei noch erneut von Dennis Schröder als "Dog" schwärmte, mit dem er jederzeit in jede Schlacht ziehen würde. Für den Point God - und die beiden früheren MVPs auf der Gegenseite - steht eben wie so oft noch ein bisschen mehr auf dem Spiel.

Chris Paul "begründete" OKC-Basketball

Paul, Westbrook und Harden sind allesamt sichere Hall-of-Famer, haben die 30 überschritten und noch keinen Titel gewonnen. Man kann sie als die drei besten noch aktiven Ü30er ohne Titel beschreiben und läge vermutlich richtig. So langsam gehen ihnen die Chancen aus, das ist insbesondere bei Paul der Fall. Natürlich ist das aber nicht ihre einzige Verbindung.

Zur Erinnerung: Paul wurde im vergangenen Sommer für Westbrook getradet, Houston zahlte dabei sogar noch vier Erstrundenpicks drauf (darunter zwei Pick Swaps), um den jüngeren und hoffentlich etwas gesünderen Spieler zu bekommen. Dass in dieser Saison nun der 35-jährige CP3 gesund blieb und Westbrook auch in Spiel 7 noch ein Minutenlimit haben wird, ist nur die jüngste Ironie in einer davon gespickten Historie.

Die chronologisch erste: Paul begann seine Karriere bei den New Orleans Hornets, als diese nach Hurrikan Katrina ihre Heimspiele in Oklahoma City austragen mussten, lange bevor OKC überhaupt eine NBA-Franchise hatte. Tatsächlich dienten diese erfolgreichen und ausverkauften Heimspiele sogar als Argument, als die Seattle SuperSonics 2008 nach Oklahoma City umzogen.

Chris Paul als Standard für Russell Westbrook

Der erste Draft Pick, den diese "neue" Franchise damals tätigte, war Westbrook, ein Jahr später folgte Harden. Gemeinsam mit Kevin Durant formierten die beiden das spannendste junge Trio der NBA, als Paul bereits als Superstar etabliert war, der aber stets in der ersten Runde (oder früher) scheiterte und 2011 einen Wechsel zu den Clippers (eigentlich wollte er zu den Lakers) forcierte.

Lediglich eine Serie gewann Paul in sechs Jahren mit den Hornets und galt dennoch als Goldstandard für Point Guards in der NBA, an dem sich auch der aufstrebende Westbrook immer wieder messen lassen musste.

OKC hatte mehr Playoff-Erfolge als Pauls Teams, Russ war jedoch der Blitzableiter, wann immer es nicht für den ganz großen Wurf reichte. Sein Spiel war wild und unvorhersehbar, während Paul der nüchtern kalkulierende Maestro war. Eine durchaus populäre Ansicht damals: Mit Paul statt Westbrook an Durants Seite hätten die Thunder womöglich einen Titel gewonnen.

Drei Guards, drei Contender

Harden wiederum eröffnete seine NBA-Karriere als überqualifizierter Bankspieler, der in seiner letzten Saison mit OKC 2011/12 den Sixth Man of the Year-Award abräumte und schon in Jahr drei die Finals erreichte. Danach verschlug es ihn jedoch nach Houston, wo er zum Franchise Player und zum besten Regular Season-Scorer seit Michael Jordan reifte.

Paul hatte die Clippers, Westbrook (und bis 2016 Durant) hatten OKC und Harden hatte Houston. Für einige Jahre führten alle drei Guards Titelcontender an, doch erst waren ihnen die Spurs und dann ab 2015 die Warriors im Weg. Dass letztere 2016 Durant aus OKC loseisten, bedingte wiederum einerseits die MVP-Saison von Westbrook (2017) und andererseits die Allianz von Paul und Harden.

Die Karriere-Stats von Paul, Harden und Westbrook

SpielePunkteFG%3FG%AssistsReboundsStealsTurnover
Paul (35)1.02018,547,1379,54,52,22,4
Westbrook (31)87823,243,730,58,37,11,74,1
Harden (31)83325,244,336,36,35,31,63,7
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