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NBA: Fehlentscheidung bei Hardens kuriosem Dunk - Houston Rockets glauben an Sieg am grünen Tisch

Von SPOX
Dieser Dunk von James Harden sorgte für eine Kontroverse.

Die Houston Rockets haben trotz 50 Punkten von James Harden nach zweifacher Verlängerung bei den San Antonio Spurs verloren. Dabei sorgte ein vermeintlicher Dunk von Harden, der letztlich nicht zählte, für eine Kontroverse. Die Rockets glauben nun sogar daran, dass sie die NBA ihnen noch nachträglich den Sieg anrechnet.

Besagte Szene passierte rund acht Minuten vor dem Ende, als Harden völlig freistehend zum Dunk hochstieg und die Rockets scheinbar mit 15 Punkten in Führung brachte. Der Ball ging durch den Ring, blieb dann aber in den Reusen hängen und sprang wieder heraus. Die Schiedsrichter ließen den Korb nicht zählen.

Nach dem Spiel gab Referee James Capers gegenüber Mike Monroe (The Athletic) aber zu, dass dies eine falsche Entscheidung war. "Er hat den Ball so hart gedunkt, dass das Netz ihn zurückgebracht hat. Es hätte ein erfolgreiches Field Goal sein müssen", erklärte Capers.

Rockets-Coach widerspricht Referees

Während des Spiels wurde die Szene aber nicht überprüft, weil die Rockets es verpassten, innerhalb von 30 Sekunden eine Coach's Challenge zu nehmen. "Es hätte überprüft werden können", erklärte Capers weiter. "Man hat aber nur ein Fenster von 30 Sekunden, um das Play überprüfen zu lassen. Das haben sie verpasst und deswegen konnten wir uns das nicht mehr anschauen."

Rockets-Coach Mike D'Antoni hatte dagegen eine andere Sicht der Dinge. "Sie haben mir gesagt, dass James den Ball berührt hat und es deswegen Goaltending gegen James war", berichtete MDA. "Ich antwortete, dass ich dafür eine Challenge will. Darauf habe ich dann keine Antwort bekommen. Ein anderer Ref sagte mir dann, dass es kein Goaltending war, sondern dass der Ball von James ins Aus gegangen ist. Auch dafür wollte ich die Challenge, ich bekam aber keine Erklärung, nichts."

Houston Rockets denken über Protest nach

Bitter für Houston, die später ihren Vorsprung verspielten und noch nach zweifacher Verlängerung am Alamo River unterlagen. Laut Tim MacMahon (ESPN) herrscht aber trotzdem Optimismus, dass dieses Resultat nicht lange Bestand haben wird. Demnach glauben die Rockets, dass die Liga entweder Houston nachträglich zum Sieger ernennen wird oder dass die letzten 7:50 Minuten nach der Fehlentscheidung noch einmal nachgespielt werden.

Deswegen glauben die Rockets, dass sie nicht einmal einen offiziellen Protest einlegen werden müssen, auch wenn sie die Unterlagen schon einmal vorbereiten, im Falle, dass die Liga doch nicht aufgrund der Fehlentscheidung eingreift. Die Chancen, dass ein möglicher Rockets-Protest von Erfolg gekrönt wird, sind jedoch sehr gering. In knapp 40 Fällen seit 1952 wurde dieser nur dreimal stattgegeben, zuletzt geschah dies in der Saison 2007/08 bei einem Spiel zwischen den Atlanta Hawks und den Miami Heat.

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