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NBA-MVP Giannis Antetokounmpo exklusiv: "Dirk steht noch mehrere Level über mir"

Von Robert Arndt / Frederik Harder
Giannis Antetokoumnpo möchte als Europäer in die Fußstapfen von Dirk Nowitzki treten.

Giannis Antetokounmpo wurde in der vergangenen Saison zum MVP gewählt und gilt auch in der kommenden Spielzeit als heißer Kandidat auf die Auszeichnung des wertvollsten Spielers. Gegenüber DAZN und SPOX verriet der Grieche, dass er Basketball ursprünglich gar nicht mochte und lieber Fußballer werden wollte.

Außerdem sprach der Forward der Milwaukee Bucks über Vergleiche mit Dirk Nowitzki.

Das gesamte Feature mit Giannis ist jetzt auf DAZN zu sehen.

"Mein Bruder Thanasis und ich wollten eigentlich beide wie unser Vater Fußballspieler werden, doch irgendwann wollte Thanasis lieber Basketball spielen", verriet Antetokounmpo. "Damals hat mir Basketball überhaupt nicht gefallen. Ich wollte eigentlich nur meinem Vater nacheifern. Er war neben Thierry Henry mein absolutes Vorbild."

Charles Antetokounmpo hatte professionell Fußball gespielt, genau wie Giannis' ältester Bruder Francis. Thanasis nahm den kleinen Bruder jedoch mit zum Basketball, auch wenn dieser zunächst nicht Feuer und Flamme für den neuen Sport war. "Ich wollte nur Zeit mit meinem großen Bruder verbringen", so Antetokounmpo.

Es habe Zeit gebraucht, bis der Funke übersprang und der kleine Giannis sich in das Spiel mit dem orangenen Leder verliebte. Dass es Antetokounmpo später in die NBA schaffte und zu einem der besten Spieler der Liga aufstieg, liegt aber nicht nur an seinem Talent. "Du musst immer hungrig bleiben. Deswegen habe ich Erfolge gefeiert. Hinter all dem steckt jede Menge harte Arbeit."

Giannis Antetokounmpo will Sprungwurf wie die Splash Brothers

Deswegen ruhte sich der Grieche im Sommer nicht aus. Neben seinen Einsätzen für die Hellenen bei der WM verbrachte der 24-Jährige viel Zeit in der Halle, um an seinem Wurf zu arbeiten.

Dieser bleibt weiterhin die große Schwachstelle im Spiel von Antetokounmpo, in der vergangenen Saison traf der Forward nur gut 30 Prozent seiner Sprungwürfe, was zu den schlechtesten Werten in der kompletten Liga gehörte. Das weiß auch der MVP selbst.

"Klar, ich hätte gerne einen Sprungwurf wie Stephen Curry oder Klay Thompson", so Antetokounmpo. "Wenn das der Fall wäre, gepaart mit meinem jetzigen Skillset, wäre ich wahrscheinlich einer der besten Spieler aller Zeiten. Aber ich arbeite auch so an meinem Wurf und vielleicht kann ich irgendwann ein ähnliches Level erreichen."

Die Statistiken von Giannis Antetokounmpo in der NBA

SaisonPunkteReboundsAssistsStealsBlocksAwards
13/146,84,41,90,80,82nd Team All-Rookie
14/1512,76,72,60,91,0
15/1616,97,74,31,21,4
16/1722,98,85,41,61,9MIP, All-Star, 2nd All-NBA, 2nd All-Defense
17/1826,910,04,81,51,4All-Star, 2nd All-NBA
18/1927,712,55,91,31,5MVP, All-Star, 1st All-NBA & 1st All-Defense

Giannis Antetokounmpo scheut Vergleiche mit Dirk Nowitzki

Einer der besten europäischen Spieler in der NBA-Geschichte ist Antetokounmpo dagegen schon jetzt. Nach Dirk Nowitzki wurde der Bucks-Star als erst zweiter Europäer überhaupt zum MVP gewählt, eine große Ehre für Antetokounmpo, der neben Nowitzki auch Tony Parker und Pau Gasol als Vorbilder nannte. "Sie haben meine Generation geprägt", so der Greek Freak.

Von Parallelen zur deutschen Legende will Antetokounmpo dennoch nichts hören. "Bitte vergleicht mich nicht mit Nowitzki, er steht noch mehrere Level über mir, mit dem, was er erreicht hat", gab sich Giannis demütig. "Dirk hat ohne einen weiteren Superstar den Titel gewonnen, war 21 Jahre bei dem gleichen Team."

An diesem Punkt ist Antetokounmpo noch lange nicht. Die Bucks hoffen jedoch, dass sie ihn im Sommer 2020 mit einem Supermax-Vertrag davon überzeugen können, langfristig bei ihnen zu bleiben. Dieser Vertrag wäre über 5 Jahre und etwa 247 Millionen Dollar der größte der NBA-Geschichte.

"Die Raptors waren hungriger als wir"

Vorerst soll aber ein weiterer Ansturm auf den Titel erfolgen, nachdem die Bucks im vergangenen Jahr die beste Bilanz der Liga hatten, aber in den Conference Finals an den Toronto Raptors scheiterten. "Die Raptors waren einfach hungriger als wir", gestand Antetokounmpo ein. "Sie haben jetzt 5 oder 6 Jahre oben angeklopft. In der Vergangenheit sind sie gescheitert, jetzt wollten sie unbedingt in die Finals."

Dies sei auch für die Bucks das nächste Ziel. "Wir sind 2018 in der ersten Runde ausgeschieden, im Jahr darauf waren wir in den Conference Finals. Darauf können wir aufbauen und deswegen werden wir weiter hart arbeiten", kündigte Giannis an.

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