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NBA

NBA Spielbericht: Toronto Raptors gewinnen Saisonauftakt gegen New Orleans Pelicans

Von Philipp Jakob
Pascal Siakam zeigt zum Saisonauftakt eine spektakuläre Leistung - muss in den Schlussminuten aber auf die Bank.

Die Toronto Raptors haben sich in einem echten Krimi zum Saisonauftakt gegen die New Orleans Pelicans durchgesetzt. Beim 130:122 Sieg nach Overtime ist Pascal Siakam lange Zeit der überragende Mann, in der Crunchtime ist er aber nicht mehr mit dabei. Dafür führen Fred VanVleet und Kyle Lowry den Champion zum Sieg.

Toronto Raptors (1-0) - New Orleans Pelicans (0-1) 130:122 OT (BOXSCORE)

"Endlich wieder Basketball" - Mit diesen Worten eröffnete Commissioner Adam Silver die Championship-Feierlichkeiten der Raptors. Bevor es jedoch so richtig los ging mit dem orangefarbenen Leder bekamen die Hausherren genügend Zeit, um sich und den ersten Titel der Franchise-Geschichte gebührend zu feiern.

Unter lautem Jubel der Raptors-Fans bekam zunächst Teampräsident Masai Ujiri seinen mit über 650 Diamanten besetzten Championship-Ring, bevor auch die Spieler um Marc Gasol und Kyle Lowry an der Reihe waren. Letzterer leitete schließlich den Countdown ein, um den Championship-Banner zu enthüllen.

Dann war die Bühne frei für das erste Spiel der NBA-Saison 2019/20! Die Gäste aus New Orleans, die ohne den verletzten Nr.1-Pick Zion Williamson antreten mussten, präsentierten sich in den Anfangsminuten als echter Spaßverderber für die heimischen Fans in Feierlaune. Nach einigen Dreiern von Brandon Ingram, Lonzo Ball und J.J. Redick lagen die Pels schon früh mit 11 Zählern in Front.

Nach einer Auszeit von Raptors-Coach Nick Nurse, der gegen Ende des ersten Abschnitts übrigens die erste Coaching Challenge der NBA-Historie verlor, fand Toronto jedoch besser in die Partie. Mit einem 14:2-Lauf übernahmen die Hausherren erstmals die Führung, anschließend blieb es bis zur Halbzeitpause relativ ausgeglichen - mit leichten Vorteilen für NOLA (61:56).

Toronto Raptors: Starker Pascal Siakam foult aus

Nach dem Seitenwechsel schien Toronto die Kontrolle zu übernehmen. Dabei profitierten die Raptors allerdings auch von 8 Turnover der Pels allein im dritten Abschnitt. Bedeutend absetzen konnte sich Toronto jedoch nicht, zu Beginn des vierten Viertels war wieder alles offen.

Auf Seiten der Raptors nahm in der entscheidenden Phase Pascal Siakam das Heft in die Hand. Allein 14 seiner 34 Zähler (11/26 FG) erzielte der 25-Jährige wenige Tage nach seiner Vertragsverlängerung im vierten Viertel. Zusätzlich kam Siakam auf 18 Rebounds sowie 5 Assists - solch eine Statline hat vor ihm noch kein Raptor in einem Season-Opener aufgelegt!

Unterstützung lieferte vor allem der bärenstarke Fred VanVleet (34, Career-High, dazu 7 Assists), der zwischenzeitlich allerdings mit Problemen am Knöchel zu kämpfen hatte. Doch kurz vor Schluss war er wieder zurück und sorgte gut 1:30 Minuten vor dem Ende für den Ausgleich. Anschließend brachte jedoch Redick die Pels zurück in Front, dann zog der Veteran ein Offensiv-Foul gegen Siakam. Es war sein sechstes, er musste auf die Bank.

New Orleans konnte jedoch nicht mehr punkten, Lowry sorgte von der Freiwurflinie für den Ausgleich. Mit 8,9 Sekunden auf der Uhr bekam Toronto sogar die Chance auf den Sieg, doch ein langer Dreier von Norman Powell nach einem uninspirierten Spielzug landete nur am Ring - Overtime!

Toronto Raptors: VanVleet und Lowry entscheiden die Partie

Deutlich besser lief es für die Raptors in der Verlängerung. Marc Gasol per And-1, Lowry von der Freiwurflinie und schließlich der fünfte FVV-Dreier brachte dem Titelverteidiger den entscheidenden Vorsprung. Die Partie war gelaufen, als Lowry auch noch einen Triple zum 130:122 gut eine Minute vor dem Ende versenkte.

Der Point Guard beendete die Partie mit 22 Zählern, allerdings hatte er lange Probleme mit seinem Wurf (4/15 FG, 3/11 Dreier). Auf Seiten der Pelicans war Brandon Ingram mit 22 Punkten bester Scorer, Redick (16), Josh Hart (15) oder Nicolo Melli (14) erwischten ebenfalls einen guten Abend. Lonzo Ball kam auf 8 Punkte, 5 Bretter und 5 Assists, saß aber lange Zeit in der entscheidenden Phase nur auf der Bank.

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