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NBA

Pelicans drehen spät bei Comeback von Anthony Davis gegen die Bucks auf

DeMarcus Cousins drehte im vierten Viertel gegen die Milwaukee Bucks auf

Die New Orleans Pelicans (15-14) haben einen wilden Schlagabtausch mit den Milwaukee Bucks (15-11) für sich entschieden. Beim 115:108-Erfolg agierte das Team aus dem Big Easy lange zu schlampig und drehte erst im vierten Viertel auf. Dort war es der zuvor enttäuschende DeMarcus Cousins, der den Sieg für seine Farben eintütete.

Die gute Nachricht kam bereits vor Spielbeginn. Anthony Davis kehrte wieder die Aufstellung zurück, nachdem er fünf der letzten sechs Partien aussetzen musste. Es entwickelte sich eine muntere, ausgeglichene Angelegenheit, in der jedoch nur begrenzt Defense gespielt wurde. Kein Team konnte sich eine zweistellige Führung herausarbeiten, die Führung wechselte satte 17 Mal.

Erst Mitte des vierten Viertels schien das Momentum zugunsten der Gastgeber zu kippen, auch weil DeMarcus Cousins (26 Punkte, 13 Rebounds, 7 Assists, 9 Turnover) plötzlich mit Energie spielte und die Zuschauer mit einem wahnsinnigen Putback-Dunk über John Henson aus den Sitzen riss. Der Center war es dann auch, der 22 Sekunden vor dem Ende von Downtown auf 115:108 stellte und den Deckel auf dieses Spiel machte.

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Doch so stark Boogie im vierten Viertel spielte: Die 36 Minuten zuvor waren teilweise haarsträubend mit zahlreichen unnötigen Ballverlusten, schlechter Transition-Defense und nicht vorhandenen Boxouts. Dass New Orleans nach drei Vierteln noch im Spiel war, lag vor allem an den guten Leistungen von Anthony Davis (25, 10 Rebounds), E'Twaun Moore (21, 4/6 Dreier) und Darius Miller (9, 3/5 Dreier). Jrue Holiday (16 Punkte, 8 Assists) war zwar nicht so heiß wie in den vergangenen Spielen, zeigte aber dennoch eine solide Vorstellung.

Bei den Bucks schulterte einmal mehr Giannis Antetokounmpo (32 Zähler, 9 Rebounds, 5 Steals) die Last im Angriff. Im Schlussabschnitt war aber auch er fast komplett abgemeldet. Khris Middleton (15 Punkte, 5/19 FG) hatte Probleme mit seinem Wurf, verteilte dafür aber 10 Assists. John Henson und Eric Bledsoe (4 Steals) steuerten je 14 Zähler bei.

New Orleans Pelicans vs. Milwaukee Bucks: Die wichtigsten Statistiken

  • Milwaukee profitierte in der ersten Halbzeit vor allem von zahlreichen Unzulänglichkeiten der Pelicans. Aus den 11 Ballverlusten entstanden 21 Zähler für die Bucks. Hinzu kamen 13 Punkte nach zweiten Chancen, weil New Orleans mehrfach beim Ausboxen schlief. Auch nach dem Wechsel wurde es nicht besser. Coach Alvin Gentry nahm im dritten Viertel gleich zwei Auszeiten, in dem er seinem Ärger über haarsträubende Ballverlusten freie Lauf ließ, was letztlich fruchtete. 21 Turnover standen für die Pels am Ende im Boxscore (Milwaukee: 9)
  • Zieht man die Turnover ab, war die Offense der Pelicans aber mehr als ansehnlich. Nicht umsonst verteilen nur die Warriors mehr Assists als die Franchise aus Louisiana. Mit teils vier potentiellen Spielmachern (Holiday, Rondo, AD, Boogie) gab es zahlreiche freie Würfe, die auch hochprozentig verwandelt wurden. Gerade Rollenspieler wie Moore oder Miller konnten so profitieren. Über das gesamte Spiel trafen die Pels bärenstarke 56,3 Prozent ihrer Würfe. Auch von Downtown gingen über die Hälfte der Versuche durch die Reuse (13/25 Dreier).
  • Nach einem kleinen Run Anfang des vierten Viertels fielen die Bucks auseinander. Antetokounmpo verbuchte nur zwei Zähler in diesem Abschnitt, entsprechend stockte der Motor beim Team von Jason Kidd. Nachdem Milwaukee über drei Viertel die Hälfte der Würfe traf, waren es in den letzten zwölf Minuten nur noch 36,4 Prozent (8/22 FG).
  • Der angesprochene Moore hatte erneut ein heißes Händchen, auch wenn er nach 8 Punkten im ersten Viertel ein wenig abtauchte. Im Dezember trifft der Shooting Guard nun schier unfassbare 67,4 Prozent seiner Versuche von Downtown (29/43 Dreier).

Pelicans vs. Bucks: Hier geht's zum BOXSCORE!

New Orleans Pelicans vs. Milwaukee Bucks: Die Stimmen zum Spiel

DeMarcus Cousins (Pelicans) über die Turnover: "Es zeigt wie gut wir sein könnten, wenn wir unsere Ballverluste halbieren würden. Ich muss definitiv bessere Entscheidungen mit dem Ball treffen."

Jason Kidd (Head Coach Bucks): "Wir müssen lernen, dass wir den Ball besser bewegen und unsere offenen Würfe treffen. Wir haben heute einige Korbleger liegen gelassen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben."

Der Star des Spiels

Anthony Davis. Die Konstante im Pelicans-Team. Anders als Cousins machte er bei seinem Comeback kaum Fehler und hielt im dritten Viertel dagegen, als es so schien, dass Milwaukee sich absetzen könnte. Sein Jumper aus der Mitteldistanz fiel solide, dazu entwischte er mehrfach seinen Gegenspielern für einfache Dunks. Zudem mit starker Defense im vierten Viertel gegen den Greek Freak, der nur ein Field Goal verbuchen konnte.

Der Flop des Spiels

Gary Payton II. Der Schwachpunkt in einem ansonsten recht homogenen Bucks-Team. Sein Wurf wurde von den Pelicans überhaupt nicht respektiert - und das mit Recht (6 Punkte, 3/9 FG). Traf außerdem in Transition einige schlechte Entscheidungen, als die Bucks eigentlich Überzahl hatten. So konnte sich Milwaukee in einer Phase, als die Pelicans fahrig agierten, nicht weiter absetzen.

Coaching Move des Spiels

Milwaukee schaffte es drei Viertel lang, Antetokounmpo gute Matchups zu verschaffen. Durch Switches konnte der Grieche häufig gegen kleinere Gegenspieler aufposten und damit das Duell mit Davis verhindern. Die Pels reagierten vereinzelt mit Double-Teams, wenn DeAndre Liggins oder Gary Payton II auf dem Feld standen. Außerdem verzichtete Coach Alvin Gentry zumeist auf sein kleines Lineup mit drei Guards, um der Länge des Bucks-Teams entgegenzuwirken. Im vierten Viertel konnten die Pels die Switches eindämmen, wodurch Giannis immer wieder gegen Davis attackieren musste.

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