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Schröder harmlos - Hawks verlieren

Von SPOX
Dennis Schröder zeigte gegen Minnesota ein durchwachsenes Spiel
© getty
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Toronto Raptors (10-6) - Cleveland Cavaliers (11-4) 103:99 (BOXSCORE)

Fünf Spiele lang trieben sich die Raptors für einen Roadtrip im Westen herum, nun durften sie wieder zu Hause ran und fühlten sich pudelwohl vor heimischer Kulisse. "Immer, wenn man von solch einem Auswärtstrip nach Hause kommt, ist es eigentlich schwer, wieder fokussiert zu sein - wir haben das geschafft", erklärte Kyle Lowry.

Die Teams begegneten sich über 48 Minuten auf Augenhöhe, die Fans im Air Canada Centre durften 16 Führungswechsel bestaunen. Allerdings: Das knappe Endergebnis täuscht darüber hinweg, dass die Entscheidung schon 1:20 Minute vor dem Ende fiel, als Bismack Biyombo (11 Punkte, 10 Rebounds) per Dunk zum 101:91 traf. Die anschließenden, wilden Dreier von J.R. Smith (15 Punkte) kamen zu spät.

Überragender Mann bei den Kanadiern war Point Guard Lowry, der 27 Punkte (11/17 FG) und 6 Assists verbuchte. Bei den verletzungsgebeutelten Cavs kam LeBron James auf 24 Punkte, 6 Rebounds und 8 Vorlagen, auch Kevin Love (21 Punkte, 13 Rebounds) spielte ordentlich.

Head Coach David Blatt wollte seinen Spielern derweil keinen Vorwurf machen, er machte die Müdigkeit als ausschlaggebenden Faktor für die Niederlage aus. Der King wollte davon allerdings nichts wissen: "Das ist keine Entschuldigung, wir müssen uns selber einfach mehr in die Verantwortung nehmen. Dann spielen wir auch besser"

Houston Rockets (5-10) - Memphis Grizzlies (9-7) 93:102 (BOXSCORE)

So richtig gefruchtet hat die Entlassung von Ex-Head-Coach Kevin McHale irgendwie noch nicht - ein wiedererstarkter James Harden hin oder her. Gegen Memphis setzte es die dritte Niederlage in Folge und obendrein die siebte Pleite im zehnten Heimspiel.

Gegen die Grizzlies lag das vor allem an der fahrigen Verteidigung. Bei den meisten Abschlüssen der Gäste war weit und breit keine Rakete im Anflug, eine fast 50-prozentige Trefferquote aus dem Feld die Folge. So konnte die komplette Starting Five der Grizzlies zweistellig punkten, wobei Jeff Green mit 20 Zählern zum Topscorer wurde.

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Die Punkteverteilung auf der anderen Seite stellte das komplette Gegenteil dar. Die Texaner verließen sich zu sehr auf die One-Man-Show des Bartes, der mit 40 Punkten (12/19 FG, 5/9 3FG, 11/11 FT) zwar ordentlich was ablieferte, aber kaum Unterstützung erhielt. Vor allem Dwight Howard (12 Punkte, 5 Rebounds) blieb in 39 Minuten Spielzeit nahezu unsichtbar, Ty Lawson stand nur zwei Minuten auf dem Parkett.

Milwaukee Bucks (6-9) - Sacramento Kings (6-10) 118:129 (BOXSCORE)

"Offense gewinnt Spiele, Defense gewinnt Meisterschaften", lautet eine uralte Binsenweisheit des Sports. Da wir uns aber in der Regular Season und nicht in den Finals befinden, einigten sich die Bucks und Kings zur Freude des neutralen Zuschauers auf die erste Variante.

Rund-and-Gun-Guru George Karl dürfte vor allem nach dem ersten Viertel vor Stolz nah am Platzen gewesen sein - denn seine Kings rannten, was das Zeug hielt und legten im besagten Spielabschnitt mal eben 40 Punkte auf, wobei sie sensationelle 77 Prozent (!) ihrer Feldwürfe trafen. Die Bucks ließen sich aber auch nicht lumpen und hielten mit 33 Zählern und 50 Prozent ordentlich dagegen.

Nur: Während sich die eigene Wurfquote im Laufe des Spiels normalisierte, warf Sacramento weiterhin munter drauf los und konnte die Ausbeute bei knapp 60 Prozent halten. Und das, obwohl Alphatier DeMarcus Cousins mit einer Rückenverletzung fehlte und die Kings-Rotation auch an diesem Abend aus nur acht Spielern bestand.

Von diesen acht erwischte Rudy Gay einen Sahne-Tag, er kam auf 36 Punkte (13/21 FG) und 5 Rebounds. Rajon Rondo untermauerte mit 13 Assists seinen Status als derzeit bester Passgeber der Liga - was auf der anderen Seite Head Coach Jason Kidd anscheinend zur Weißglut trieb. Denn knapp zwei Minuten vor Schluss verlor er die Nerven und schlug einem der Referees den Ball aus der Hand, danach musste er von seinen Spielern beruhigt werden.

Einer dieser Spieler war auch Khris Middleton (21 Punkte, 6 Assists), der zusammen mit Giannis Antetokounmpo Topscorer der Hausherren wurde.

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