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NBA

Doppelte OT! Bucks ärgern den König

Von SPOX
Auch ein starkes LeBron James konnte die Niederlage nicht verhindern
© getty

In einem nervenaufreibenden Spiel samt Playoff-Atmosphäre schlagen die Milwaukee Bucks die Cleveland Cavaliers trotz eines überragenden LeBron James. Die Golden State Warriors müssen sich strecken, Kris Humphries erfindet sich neu und hilft den Wizards. Außerdem: Überforderte Nuggets in Phoenix, ein starkes Duo bei den Clippers und entspannte Spurs.

Los Angeles Clippers (6-4) - Detroit Pistons (5-4) 101:96 (BOXSCORE)

Ohne ihren etatmäßigen Backcourt mit Chris Paul und J.J. Reddick haben die Clippers ihre Niederlagen gegen Dallas und die Suns abgehakt. Garant für den Sieg waren vor allem Blake Griffin, der seinen starken Saisonstart mit 34 Punkten (14/25 FG), 8 Rebounds und 9 Assists fortsetzte, und der sonst von der Bank kommende Jamal Crawford. Der rückte neben Austin Rivers (13 Punkte) in die Starting Five und brannte mit 37 Punkten, 8 Assists und 6 Rebounds ein Feuerwerk ab.

Das dezimierte Team zahlte dafür allerdings einen Preis: Gerade einmal vier Punkte steuerten die übrigen Bankspieler bei, und so führten die Pistons im zweiten Viertel bereits mit 15 Punkten. Für die Gäste machten Reggie Jackson und Ersan Ilyasova jeweils 20 Punkte.

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Und wie ging das Duell der dominanten Big Men aus? Unentschieden. Andre Drummond steuerte für seine Verhältnisse fast schon gewöhnliche 18 Punkte und 19 Rebounds bei, er dominierte unter den Körben verpasste ein 20/20-Spiel nur knapp. Aber: DeAndre Jordan musste sich mit 16 Rebounds und 10 Punkten nicht verstecken - und im Gegensatz zu Drummond ließ er diesmal keine Punkte an der Linie liegen (Drummond: 6/14 FT). So ging das Rebound-Duell der Teams dann auch remis aus (je 11 Offensiv-Boards und insgesamt 42 Rebounds).

Das Spiel blieb bis zum Ende spannend, ehe Blake Griffin mit 17 verbleibenden Sekunden einen 20-Fuß-Jumper zum 97:94 versenkte. Crawford brachte das Spiel dann mit vier Freiwürfen nach Hause.

Washington Wizards (4-4) - Orlando Magic (5-6) 108:99 (BOXSCORE)

Kris Humphries? Kris Humphries! Der Forward erfindet sich derzeit bei den Washington Wizards neu und ist unter die Shooter gegangen. Gegen die Magic streute er 5 Treffer von Downtown ein und hatte mit 23 Punkten einen großen Anteil daran, dass die Hauptstadt ihre Saison-Bilanz wieder ausgleichen konnte.

"Man erwartet das nicht wirklich, dass es so gut für einen läuft - doch wenn es das tut, dann genießt man es umso mehr", so Washingtons Mann der Stunde. Das Duell gegen die Magic verlief derweil über weite Strecken auf Augenhöhe, kein Team führte jemals höher als mit 10 Punkten. Dass es offensiv so gut lief, lag aber auch daran, dass beide Seiten es zuweilen an Intensität vermissen ließen.

Das änderte sich erst in der Schlussphase, in der die Hausherren den Schalter umlegten und im letzten Viertel nur einen Dreier zuließen, sehr zur Freude von Head Coach Randy Wittman: "Ich möchte nicht, dass meine Jungs die Spiele von einem offensiven, sondern immer von einem defensiven Standpunkt aus betrachten. Das hat im letzten Viertel gut geklappt".

Neben Humphries überzeugte John Wall mit einem Double-Double, bestehend aus 15 Punkten und 11 Assists. Garrett Temple, der den verletzten Bradley Beal vertrat, kam auf 18 Zähler. Bei den Magic, die nach wie vor auf Victor Oladipo verzichten mussten, stachen Nikola Vucevic (19 Punkte, 13 Rebounds) und Evan Fournier heraus (18 Punkte, 6 Assists).

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Milwaukee Bucks (5-5) - Cleveland Cavaliers (8-2) 108:105 (BOXSCORE)

Ein Drama mit Playoff-Atmosphäre! Die Bucks haben durch eine starke Verteidigungsleistung den König mit seinem Gefolge geärgert, brauchten dafür aber eine doppelte Verlängerung. Am Ende brachte ein Offensiv-Rebound die Entscheidung.

Beide Teams nahmen das Spiel von Beginn an ernst und verteidigten auf hohem Niveau. Besonders anfangs schafften es die Bucks, LeBron James mit Erfolg vom Dominieren abzuhalten - er erzielte im ersten Durchgang nur ein Pünktchen.

Aber der Auserwählte wäre nicht der Auserwählte, wenn er nicht immer eine Schippe drauflegen könnte. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr Lücken machte er im Defensiv-Konzept Milwaukees aus und sorgte damit dafür, dass es für die Cavs überhaupt in die Extra-Zeit ging. James hatte die letzten 6 Punkte der regulären Spielzeit seines Teams im Alleingang erzielt, ehe Jarred Bayless die Chance auf den Gamewinner liegen ließ.

Auch in der ersten Verlängerung verhinderte James in der Schlussminute durch einen Dreier und einen Layup den vorzeitigen K.O. und blockte auch noch den zweiten Gamewinner-Versuch von Bayless. Also mussten weitere fünf Minuten her, in denen die Power von James dann nicht mehr reichte. Bei den Bucks versenkten Greivis Vasquez und Khris Middleton jeweils einen Dreier, während Michael Carter-Williams von der Linie cool blieb.

J.R. Smith machte es durch einen Dreier seinerseits zwar noch einmal spannend, allerdings verhinderte ein dominanter Greg Monroe (16 Punkte, 17 Rebounds) mit einem Offensiv-Rebound einen letzten Angriff der Cavs. Für die Bucks punkteten wohlbemerkt sieben Akteure zweistellig, während auf der anderen Seite LeBron (37 Punkte, 12 Rebounds, 5 Assists) den Alleinunterhalter gab.

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