Cookie-Einstellungen
NBA

Tiger inspiriert Nowitzki

Von Florian Regelmann
Dirk Nowitzki und die Mavs kommen immer besser in Fahrt
© Getty

Die Trade-Gerüchte werden immer wilder, die Dallas Mavericks (28-19) werden immer besser. Bei den Orlando Magic (36-11) zeigten Dirk Nowitzki und Co. eine formidable Vorstellung. Mit dem 105:95-Erfolg feierten die Mavericks den dritten Sieg in Serie und setzten ein deutliches Ausrufezeichen.

Dirk Nowitzki steigt zum Jumpshot hoch und wird dabei von Tony Battie gefoult. Der Ball ist unterwegs in Richtung Korb und jeder Zuschauer in der Amway Arena von Orlando spürt, dass er reingehen wird. Swoosh! Nowitzki zeigt die Faust. Die gesamte Mavs-Bank springt auf. Einen verwandelten Bonus-Freiwurf später führt Dallas im dritten Viertel bei einer der besten Mannschaften der NBA mit 70:55.

Es war eine beispielhafte Szene für den vielleicht besten Auftritt der Mavs in dieser Saison. Von Beginn an war Dallas voll da und spielte mit Playoff-Intensität. Waren das die gleichen Typen, die in den vergangenen Wochen so schrecklich unkonstant waren, manchmal leidenschaftslos spielten und sich auch gerne mal vorführen ließen? Es scheint, als musste nur ein Schalter umgelegt werden und schon läuft es.

Woods unter den Zuschauern

Unter den Augen von Tiger Woods, den Nowitzki nach der Nationalhymne persönlich mit Handschlag begrüßte, führten die Mavs schnell mit 11:4. Orlando wirkte desinteressiert, lag aber nach den ersten zwölf Minuten dennoch plötzlich mit zwei Punkten (27:25) vorne und baute die Führung im zweiten Viertel sogar aus (40:33). Es hatte nur einen Grund und dieser hieß Dwight "Superman'" Howard. Der Magic-Center war von der Mavs-Defense nicht zu stoppen und hatte Mitte des zweiten Viertels schon 21 Punkte auf seinem Konto.

Es war gut für seine persönlichen Stats, aber trotz Führung war es ein schlechtes Zeichen für Orlando. Howard würde das Spiel ja nicht alleine gewinnen können. Der Erfolg der Magic in dieser Saison basiert auf einer Balance zwischen dem Inside-Game von Howard auf der einen und den treffsicheren Distanzschützen auf der anderen Seite. Gegen Dallas gab es diese Balance nicht, weil die Dreierschützen (3/20) nie ihren Rhythmus fanden.

29 Punkte für Nowitzki

So kam Dallas zurück ins Spiel und führte nach einem 21:7-Lauf zur Pause mit sieben Punkten (54:47). Als sich Magic-Point-Guard Jameer Nelson Anfang des dritten Viertels an der Schulter verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte, war klar, dass Orlando dieses Spiel nicht mehr gewinnen würde. Ohne ihren Spielmacher und Leader lief bei den Magic in der Offense so rein gar nichts zusammen.

Dallas ging mit einem beruhigenden Vorsprung (77:63) ins Schlussviertel, in dem Jason Terry früh mit einem Dreier dafür sorgte, dass die ersten Fans die Halle verließen. 87:67 Dallas. Die Magic kämpften sich in der Folge zwar noch etwas heran, aber immer, wenn die Mavs einen Korb brauchten, gaben sie den Ball zu Nowitzki und der Deutsche war zur Stelle.

Nowitzki beendete die Partie mit 29 Punkten (12/21) und 6 Rebounds, Terry steuerte 23 Zähler zum Erfolg bei und Jason Kidd überzeugte mit 13 Punkten, 8 Assists, 5 Rebounds und 4 Steals. "Wir haben gut verteidigt heute. Unsere Leistung in der Defense hat das Spiel für uns gewonnen", sagte Nowitzki. Orlando hatte in Howard (35 Punkte, 13/19, 11 Rebounds) wenigstens den Topscorer der Partie. "Wir wurden schön verprügelt", meinte Magic-Headcoach Stan Van Gundy.

Gerüchte um Bosh

Die Mavs scheinen - man möchte sagen endlich - begriffen zu haben, was sie tun müssen, um in die Playoffs zu kommen und um dort vielleicht positiv überraschen zu können. Und es drängt sich der Eindruck auf, dass sie wenige Wochen vor der Trading-Deadline zeigen wollen, dass sie so zusammen bleiben wollen und keine Veränderungen nötig sind.

Dallas ist und bleibt ein Team, dessen Name in vielen Trade-Gerüchten fällt. In den vergangenen Tagen machte das Gerücht die Runde, dass Raptors-Star Chris Bosh dem Management in Toronto mitgeteilt hätte, dass er weg möchte. Bosh ist in Dallas geboren, also war es keine Überraschung, dass die Mavericks sofort mit ihm in Verbindung gebracht wurden. Inzwischen kamen sowohl von Bosh als auch von Raptors-GM Bryan Colangelo Dementis.

Mark Cuban sollte aber auf jeden Fall dran bleiben. Denn auch wenn der Mavs-Sieg in Orlando beeindruckend war, ändert er nichts an der Tatsache, dass Dallas eine Verstärkung gut zu Gesicht stehen würde.

Alle Ergebnisse der vergangenen Nacht

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung