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NBA

Nowitzki: "Wir greifen oben an!"

Von Für SPOX in Dallas: Tobias Rochau / Haruka Gruber
Dirk Nowitzki führte Dallas mit 29 Punkten und 10 Rebounds zum Sieg über L.A.
© Getty

Dramatischer geht's nicht: Die Dallas Mavericks lagen gegen die Los Angeles Clippers praktisch aussichtslos zurück - doch dann schlugen Dirk Nowitzki, JasonTerry, J.J. Barea und Brandon "Bestie" Bass zurück. Mit dem 100:98-Erfolg verdrängt Dallas die San Antonio Spurs von einem Playoff-Platz.

Nur ein Wort: atemberaubend.

Es war eines dieser Spiele, die längst entschieden waren. Eines dieser Spiele, die die Dallas Mavericks leichtfertig aus der Hand gegeben haben.

Rund fünf Minuten vor der Schlusssirene etwa, als es dem Team von Dirk Nowitzki gegen die Los Angeles Clippers nicht gelang, beim Stand von 84:94 drei offene Würfe hintereinander zu versenken.

Oder als im direkten Gegenzug Clippers-Youngster Al Thornton allzu unbedrängt zum 96:84 erhöhte und damit für die vermeintliche Entscheidung sorgte.

Aber eben nur die vermeintliche. Denn mit einem nicht für möglich gehaltenen Comeback und einem 16:2-Lauf in den letzten 4:33 Minuten drehten die Mavericks doch noch die Partie. Endstand: 100:98 für Dallas. Nur ein Wort: atemberaubend.

Barea der Mann der Stunde

Dabei hätten die Clippers der Partie mit der Schlusssirene durch einen Dreier von Baron Davis noch eine letzte Wendung geben können. Aber der Wurf ging nur an den Ring, Nowitzki sicherte sich den Rebound - und der Rest war Jubel in weiß und blau. Playoff-Stimmung bereits Anfang Dezember.

Jason Kidd hüpfte auf Nowitzkis Rücken, Mark Cuban klatsche mit jedem Fan in Reichweite ab und der Rest stürmte auf J.J. Barea zu und umarmte den zu Saisonbeginn gescholtenen Backup-Spielmacher, um dessen Leistung zu würdigen.

Barea, der in der Rotation womöglich durch den in New York abkömmlichen Stephon Marbury ersetzt wird, zeigte zur rechten Zeit seine vielleicht beste Saisonleistung, erzielte in 25 Minuten 15 Punkte sowie 6 Assists und verwandelte zudem den Dreier zum 100:98-Endstand.

Nowitzki lobt Barea

"Es war ein emotionaler Sieg, er bedeutet uns sehr viel. Nach dem knappen Erfolg in New York könnte es die zweite Initialzündung der Saison gewesen sein", sagte Nowitzki im Gespräch mit SPOX.

Entscheidend, so Nowitzki, seien zwei Faktoren gewesen: "Die Clippers haben lange Zeit jede gute Aktion von uns eiskalt gekontert. Aber sie kamen nicht damit zurecht, dass wir in der Endphase auf Zonenverteidigung umgestellt haben. Und ich muss ein Riesenlob an unsere Bank aussprechen. Vor allem J.J. Barea hat gekämpft wie ein Löwe."

Nowitzki: 29 Punkte, 10 Rebounds

Dank des Puertoricaners ließ es sich auch verschmerzen, dass Starting-Point-Guard Kidd seine 6 Würfe allesamt daneben setzte und die Partie mit 0 Punkten beendete.

Neben Barea stark: Topscorer Nowitzki, dem trotz durchwachsener Wurfquote (10 von 27) 29 Punkte und 10 Rebounds gelangen, sowie Jason Terry und Brandon Bass. Edel-Sixth-Man Terry (26 Zähler) unterstrich seine Überform mit der fünften Partie in Serie mit mindestens 20 Punkten, zumal er am finalen 16:2-Run mit 7 Punkten nicht ganz unbeteiligt war.

"Als wir quasi schon tot waren, haben uns die Fans aus dem Loch gezogen", sagte Terry zu SPOX. "Es war ein richtig harter Arbeitstag. Aber der Sieg könnte der Startschuss gewesen sein für etwas Großes in Dallas."

Die Wiedergeburt der Bestie

Etwas überraschend hingegen die Reinkarnation des Brandon Bass. Ähnlich wie Barea bei Trainer Carlisle bislang ohne großes Standing, lieferte der letztjährige Shootingstar der Mavs endlich wieder eine Leistung ab, die seinem Spitznamen "Bestie" würdig war: Weicher Sprungwurf, krachende Dunks, 14 Punkte, 7 Rebounds.

Auf Seiten der Clippers, die auf den verletzten deutschen Nationalspieler Chris Kaman verzichten mussten und die 14. Niederlage kassierten (3-14), überzeugten Neuzugang Zach Randolph (27 Zähler) sowie Thornton (23) und Davis (22).

Dallas verdrängt San Antonio

Während L.A. im Tabellenkeller der Western Conference festhängt, arbeitet sich Dallas nach dem 9. Erfolg im 17. Spiel Sieg für Sieg an die Topteams heran.

Erstmals weisen die Mavs (9-8) in der Saison eine positive Bilanz auf und verdrängen die San Antonio Spurs vom achten Platz der Western Conference. Sprich: Erstmals liegen die Mavs auf einem Playoff-Rang. Und der Rückstand auf den West-Zweiten Denver (13-6) beträgt auch nur drei Spiele.

Nowitzki zu SPOX: "Jetzt haben wir weitere sechs Heimpartien in Folge. Es kann nur noch darum gehen, oben in der Tabelle anzugreifen!"

Die Ergebnisse aus der vergangenen Nacht

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