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Olympia

Freund und Kraus wecken Hoffnungen

SID
Severin Freund hofft auf eine Medaille von der Großschanze
© getty

Severin Freund verließ nach einem Traumflug vorzeitig das Stadion, Marinus Kraus glänzte als Vierter der Qualifikation: Gleich zwei deutsche Skispringer haben einen Tag vor der Olympia-Entscheidung von der Großschanze Medaillen-Ambitionen angemeldet. Freund segelte in der Probe zunächst auf 135,0 Meter und machte zufrieden Feierabend, anschließend landete Kraus bei 130,0 Metern und weckte ebenfalls Hoffnungen.

"Ich möchte mit dem guten Gefühl des Probedurchgangs in den Wettkampf gehen", sagte Freund nach seinem nahezu perfekten Sprung.

Auch dank guter Trainingseindrücke an den vorherigen Tagen geht der Bayer als klarer Podest-Anwärter in den Wettbewerb am Samstag (18.30/21.30 Uhr MEZ/OZ). "Die Chance ist da", sagte auch Bundestrainer Werner Schuster.

Der erst am Donnerstag ins Team gerückte Kraus musste anschließend nur drei Springern den Vortritt lassen. "Es ist realistisch, vorne mit dabei zu sein. Ich träume viel, auch von einer Medaille", sagte Kraus einen Tag nach seinem 23. Geburtstag. In der Probe hatte er mit 133,0 Metern sogar den dritten Rang belegt.

Hoffnungsträger Andreas Wellinger, der wie Freund dank seiner Top-10-Platzierung im Gesamtweltcup automatisch für den Wettbewerb qualifiziert war, zeigte mit 128,0 m einen ordentlichen Sprung. Noch Luft nach oben hatte Richard Freitag (118,5 m) auf Platz 21. "Qualifiziert ist die Hauptsache. Ich will die letzten Kraftreserven in den Wettkampf legen", sagte der Sachse.

Hayböck Gewinner der Qualifikation

Gewinner der Qualifikation wurde wie schon von der Normalschanze der Österreicher Michael Hayböck. Der weiteste Satz des Tages gelang aber Kamil Stoch. Der Pole kam fünf Tage nach seinem Olympiasieg von der Normalschanze auf 136,0 m und machte wie Freund und der zuletzt starke Peter Prevc vorzeitig Feierabend.

Nur auf 123,5 Meter schaffte es Simon Ammann. Der Schweizer kann in Sotschi als erster Skispringer der Geschichte zum fünften Mal Gold gewinnen. Nicht viel besser erging es Gregor Schlierenzauer, der am Samstag mit Einzel-Gold seine umfangreichen Titel-Sammlung komplettieren will. Der Österreicher musste sich mit 124,5 m begnügen.

Aussortiert wurden nur elf der 61 Starter. Zu den Unglücklichen gehörte wie schon auf der Normalschanze Nico Polychronidis. Für den ersten griechischen Skispringer, der im Allgäu aufwuchs und bis vor zwei Jahren für den DSV startete, sind die Winterspiele damit beendet.

Wank schaut nur zu

Nur Zuschauer war Andreas Wank, der am vergangenen Sonntag noch mit Platz zehn überzeugt hatte. "Andi ist auf der großen Schanze nicht ins Fliegen gekommen", sagte Schuster nach schwachen Trainingseindrücken des 25-Jährigen. Ob Wank auch am Montag im Teamspringen zuschauen muss, ließ der Bundestrainer zunächst offen.

Sollten die deutschen Weitenjäger am Samstag erneut leer ausgehen, wären es die dritten Olympischen Spiele in Folge ohne Einzelmedaille. Zuletzt hatte Sven Hannawald 2002 in Salt Lake City Silber von der Normalschanze geholt.

Der Olympia-Zeitplan

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