Olympia

Alkohol: Niederlande werfen Turner raus

SID
Yuri van Gelder hat - mal wieder - über die Stränge geschlagen

Der Niederländische Olympische Sportbund (NOCNSF) hat "Lord of the Rings" Yuri van Gelder wegen Alkoholkonsum aus der Mannschaft ausgeschlossen. Der ehemalige Ringe-Weltmeister habe die Teamregeln nicht eingehalten und schon vor dem Gerätefinale die Heimreise angetreten, hieß es von Seiten des NOCNSF.

Van Gelder hatte sich am Samstag als Siebter für das Gerätefinale qualifiziert. Entgegen der internen Mannschaftsabsprachen hatte er nach der Qualifikation das Olympische Dorf verlassen und etwas getrunken. Erst am nächsten Morgen war er zurückgekehrt. Van Gelder bestätigte den Vorfall.

"Das war eine sehr schwierige Entscheidung. Ich finde es schrecklich für Yuri, aber ein solches Verhalten ist nicht zu akzeptieren", sagte Chef de Mission Maurits Hendriks. In Rio de Janeiro nahm van Gelder zum ersten Mal in seiner langen Karriere an Olympischen Spielen teil.

Nicht das erste Mal

Van Gelder sorgte schon mehrmals für negative Schlagzeilen. 2009 wurde er bei den niederländischen Meisterschaften positiv auf Kokain getestet und für ein Jahr gesperrt. Er ließ sich gegen seine Sucht in einer Fachklinik behandeln. 2010 sagte er offiziell aus gesundheitlichen Gründen seinen Start bei der Heim-WM in Rotterdam ab. Durch seine Dopingsperre verpasste er London 2012.

Nach schlechten Erfahrungen mit Olympiateilnehmern in der Vergangenheit, die nach Beendigung ihrer Wettkämpfe über die Stränge schlugen, hatte das NOCNSF für Rio die Teamregeln geändert. Alle Sportler, die ihre Wettkämpfe abgeschlossen und keine Medaille gewonnen haben, müssen die Heimreise antreten. Sie störten zu sehr ihre noch im Wettkampf stehenden Kameraden, hieß es.

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