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Olympia

Starke deutsche Frauen-Staffel im Finale

SID
Die deutsche Frauen-Staffel zeigte eine starke Leistung

Die deutschen Sprinterinnen sind bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ins Finale über 4x100 m eingezogen, für die Männerstaffel war hingegen schon im Vorlauf Endstation.

Das Frauen-Quartett um Tatjana Pinto lief am Donnerstag die drittbeste Zeit und hat damit am Freitag (22.15 Uhr OZ/3.15 MESZ) eine realistische Medaillenchance. Den Männern um den deutschen Rekordhalter Julian Reus fehlten als Vorlaufsechste sieben Hundertstel zum Weiterkommen.

Pinto (Paderborn), Lisa Mayer (Langgöns/Oberkleen), Gina Lückenkemper (Dortmund) und Rebecca Haase (LV Erzgebirge) gewannen in starken 42,18 Sekunden ihr Rennen. "Der Start war echt gut, bei den Wechseln hat es noch ein bisschen gehapert, aber das wird morgen schon gutgehen", sagte Pinto.

USA lässt den Stab fallen

Schneller als das DLV-Quartett waren Jamaika (41,79) um die siebenfache Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser-Pryce und Großbritannien (41,93).

Die USA schienen zunächst nach einem Wechselfehler zwischen Topstar Allyson Felix und English Gardner im Vorlauf ausgeschieden. Nach einem Einspruch der Amerikanerinnen urteilte der Weltverband IAAF, dass sie beim Wechsel behindert worden seien.

Felix und Co. liefen am Abend noch einmal alleine gegen die Uhr und schafften über diesen Umweg noch den Sprung ins Finale. Endstation war aber für die Niederlande trotz des Starts von 200-m-Weltmeisterin Dafne Schippers als Sechste des ersten Vorlaufs (42,88).

Bei den Männern liefen Reus (Wattenscheid), Sven Knipphals (Wolfsburg), Robert Hering (Leipzig) und Lucas Jakubczyk (Berlin) in 38,26 Sekunden an ihre Saisonbestleistung heran, auf der Zielgeraden musste Schlussläufer Jakubczyk aber noch die Brasilianer vorbeiziehen lassen. "Es ist bitter. Wo die sieben Hundertstel geblieben sind, wissen wir nicht", sagte Reus.

Die Favoriten USA als Zeitschnellste (37,65) und Jamaika als Vierte (37,94) erreichten problemlos den Endlauf. Die Topstars Justin Gatlin (USA) und Usain Bolt (Jamaika) wurden geschont.

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