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Olympia

Nur Fußball darf Beckham nicht spielen

SID
David Beckham wird man während der Olympischen Spiele noch öfters zu sehen bekommen
© Getty

Der kleine Christian steht gerade mit seiner Mutter Elaine in der Fotobox des Shopping Centre im Westen Londons, als der am ganzen Körper tätowierte Mann mit dem weißen T-Shirt hereinspaziert und kess fragt: "Darf ich mit aufs Foto." Der 12-jährige Junge bricht in Tränen aus und ist überwältigt.

Es war kein geringerer als David Beckham, der im Rahmen der Olympia-Kampagne eines prominenten Sportartikelherstellers die Leute überraschte.

Beckham ist in diesen Tagen mal wieder omnipräsent. Kein Wunder, schließlich starten ab Freitag die 30. Olympischen Sommerspiele in London, in seiner Heimatstadt.

Am 2. Mai 1975 wurde David Robert Joseph Beckham, so sein vollständiger Name, im Londoner Vorort Leytonstone geboren. Und so darf der 115-malige englische Nationalspieler auch nicht bei der Eröffnungsfeier fehlen. Ein spezieller Auftritt ist "Becks" bei der Zeremonie zugedacht worden. Was genau, ist streng geheim. Es soll aber etwas Besonderes sein.

Pearce zerstörte seinen Traum

"Ich bin in der Nähe des Olympiastadions aufgewachsen und es ist toll zu sehen, was hier entstanden ist", sagte Beckham. Die nötige Zeit - mal abgesehen von seinen Verpflichtungen bei Los Angeles Galaxy hat er ja, denn Fußballspielen durfte er nicht mehr. Stuart Pearce, Teammanager der britischen Olympiamannschaft und den deutschen Fans als Fehlschütze im Elfmeterschießen beim WM-Halbfinale 1990 besser bekannt, hatte auf eine Nominierung des Megastars verzichtet.

Stattdessen durften der 38-jährige Ryan Giggs von Manchester United, sein walisischer Landsmann Craig Bellamy (FC Liverpool) und Micah Richards (Manchester City) die drei Plätze ohne Altersbeschränkung einnehmen. Der Rest des Teams darf nicht älter als 23 Jahre sein.

Dabei war es Beckhams großer Traum, noch einmal für drei Wochen auf die große Bühne vor heimischer Kulisse zurückzukehren. "Es wäre mir eine Ehre gewesen, in der einzigartigen Mannschaft Großbritanniens zu stehen", sagte der 37-Jährige. Er sei natürlich enttäuscht, "aber es wird keinen größeren Fan des Teams geben als mich. Ich hoffe, es wird die Goldmedaille gewinnen."

Beckham bewahrte Haltung, der frühere Beatles-Sänger Paul McCartney nicht. "David ist ein Volksheld. Ich dachte, er wäre die erste Wahl, weil er so sehr mitgeholfen hat, dass die Spiele nach London kommen. Aber ein Idiot hat anders entschieden", giftete McCartney im Interview mit dem Magazin "ShortList".

Wichtiger Bestandteil bei der Bewerbung

In der Tat waren die Olympischen Spiele eine Herzensangelegenheit für den dreimaligen WM-Teilnehmer. Als eines der Gesichter der Bewerbung um OK-Chef Sebastian Coe hatte Beckham kräftig die Werbetrommel gerührt.

Und so war es fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass er bei der Schlussfeier der Spiele in Peking 2008 der Londoner Delegation beiwohnte. Und Beckham war es auch, der gemeinsam mit Prinzessin Anne und dem Londoner Bürgermeister Boris Johnson das olympische Feuer in Athen abholte.

Er werde bei einigen Wettkämpfen vor Ort, kündigte Beckham bereits an. Dabei sieht er sich weiter eher als Fußballer denn als Promi. "Ich bin zwar schon 37, aber ich will weiter Meisterschaften gewinnen und mein Land repräsentieren - in welcher Funktion auch immer." Und nebenbei gibt es ja auch noch seine Frau Victoria.

Bei der Wiederbelebung der Spice Girls soll "Posh" bei der Schlussfeier ihren Auftritt bekommen. Für Fußball bleibt da wirklich keine Zeit.

David Beckham im Steckbrief

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