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Olympia

Lebherz holt erstes Olympia-Ticket

SID
Yannick Lebherz hat bei den deutschen Meisterschaften das Olympia-Ticket gelöst
© Getty

Yannick Lebherz vom Potsdamer SC hat zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften seinen Titel über 400 Meter Lagen zum fünften Mal verteidigt und gleichzeitig als erster deutscher Beckenschwimmer das Olympia-Ticket für London gelöst.

"Ich bin super glücklich und erleichtert, dass ich die Norm geschafft habe. Dass ich mich nach dem harten Rennen heute früh noch mal steigern konnte, stellt mich sehr zufrieden", sagte Lebherz. Dass er seinen Deutschen Rekord aus dem Vorjahr um knapp neun Zehntel verpasst hat, störte ihn am Donnerstagabend überhaupt nicht. "Es gibt noch so viele Rennen in diesem Jahr."

Seine gute Form hatte der Kurzbahneuropameister von 2010 schon im Frühjahr unter Beweis gestellt, als er beim US-Grand-Prix in Indianapolis über 200 Meter Rücken mit einem Sieg über Weltmeister Ryan Lochte aufhorchen ließ.

Nur eine Woche nach Außenmeniskus-OP wieder im Wasser

Dabei war er im Winter wieder einmal ausgebremst worden. Kurz vor Weihnachten musste er sich am Außenminiskus operieren lassen, doch nur eine Woche später stieg er dank einer speziell angefertigten Schiene wieder ins Wasser.

"Ein Berliner Kniespezialist hat sie entwickelt, ich war quasi Testperson. Die Schiene ist wassertauglich und hat eine spezielle Winkeltechnik", erklärte der Sohn des ehemaligen Staffel-Europameisters Thomas Lebherz.

Als er im Februar wieder ohne "Zusatzbremse" trainieren konnte, sei er "fast durchs Wasser geflogen". Selbst diese Verletzung warf Lebherz, der in der Vergangenheit immer wieder mit Krankheiten zu kämpfen hatte, im Olympia-Jahr nicht aus Bahn.

Lebherz mit "bahnbrechenden Serien"

Fakt ist: Unter der strengen Führung des ehemaligen Weltmeisters Jörg Hoffmann trainiert Lebherz in Potsdam seit über zwei Jahren härter denn je. Im März wechselte der Ex-Darmstädter schließlich auch den Verein.

"Wir machen bahnbrechende Serien. 18 Mal 200 Meter Rücken und jeder Dritte volle Kanne. Da bekommt das Wort Quälerei eine neue Bedeutung", sagte Lebherz, der in Berlin noch über 200 Meter Lagen und 200 Meter Rücken an den Start geht.

Zum Auftakt noch kein Olympia-Ticket bei den Frauen

Die Frauen blieben dagegen zum DM-Auftakt wie erwartet noch ohne Olympia-Ticket. Katharina Schiller (Waiblingen) verteidigte zwar über 400 Meter Lagen ihren Titel, blieb ab in 4:44,52 Minuten fast sechs Sekunden über der Normzeit.

Neue deutsche Meister über die nicht-olympischen 800 Meter bei den Männern und 1.500 Meter bei den Frauen wurden der Frankfurter Manuel Schwarz (8:02,04) und die Würzburgerin Leonie Antonia Beck (16:41,69).

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