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Olympia

Hockey-Herren stoßen Halbfinal-Tor weit auf

SID
Olympia, Peking, Hockey, Herren, Deutschland
© DPA

Peking - Mit dem ersten Sieg über Spanien in diesem Jahr haben die deutschen Hockey-Herren das Tor zum Halbfinale bei den Peking-Spielen wieder weit aufgestoßen und alles in eigener Hand.

Dank der olympischen Tor-Premiere von Moritz Fürste kurz vor der Halbzeitpause (34. Minute) feierte die Mannschaft von Trainer Markus Weise mit einem 1:0 (1:0) ihren eminent wichtigen zweiten Sieg in der Gruppe A und eroberte, weiterhin ungeschlagen, den zweiten Rang zurück.

"Wir hatten überhaupt keinen Bock rauszufliegen", analysierte Tibor Weißenborn, und Spielführer Timo Weß meinte: "Es war ein hartes Stück Arbeit, unsere letzte Chance. Hoffentlich war das ein Schlüsselerlebnis."

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Glücksbringer Nowitzki

Der Olympia-Dritte, dem auf der Tribüne auch Basketball-Star und Hockey-Glücksbringer Dirk Nowitzki die Daumen drückte, hat vor dem letzten Vorrundenspieltag nur noch einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Spanien.

Dahinter folgen die jeweils punktgleichen Teams aus Südkorea (7) und Neuseeland (7). Bereits mit einem Remis könnte der Einzug in die Runde der besten Vier klappen, wenn Südkorea gleichzeitig nicht gegen Spanien gewinnt.

Konzentriert, diszipliniert und couragiert bot die deutsche Mannschaft in der Neuauflage des WM-Halbfinales von 2006 den Spaniern Paroli. Der Flatter-Auftritt gegen Südkorea (3:3) zwei Tage zuvor war vergessen.

Vor Stürmerstar Santiago "Santi" Freixa & Co. hatte die in den ersten drei Gruppenspielen nicht immer satteltfeste DHB-Defensive jede Menge Respekt. Zum Glück fand Keeper Max Weinhold zur gewohnten Top-Form zurück, nachdem er sich beim 3:3 gegen Südkorea wie seine Vorderleute Patzer geleistet hatte.

Doch diesmal parierte der Kölner gegen Pol Amat (4.) und Eduard Arbos (26.) prächtig. "Das gibt uns einen guten Schub, denn die letzten drei, vier Tage waren sehr belastend", erklärte Weinhold.

Stürmer zunächst unglücklich

Allerdings fanden auch die deutschen Angreifer im Keeper der Spanier erst einmal ihren Meister. Christopher Zeller hatte Pech, als Francisco Cortes seinen Schuss mit einem spektakulären Hechtsprung abwehrte (7.).

Auch Matthias Witthaus kam sechs Minuten später gegen den Goalie des EM-Zweiten von 2007 nicht zum Erfolg.

Dafür jubelte Fürste: Der Hamburger nutzte einen Abpraller von Cortes aus kurzer Distanz und 1:43 Minuten vor der Pause zur Führung sehr zur Freude der lautstarken deutschen Fans und Basketball-Star Nowitzki, der auch schon den Damen Glück gebracht hatte.

Mannschaft bewahrt die Nerven

Mit dem 1:0 im Rücken wurden die Weise-Schützlinge nach der Pause aber keineswegs übermütig. Abgeklärt wie in keinem der drei Spiele zuvor, hielten sie die bis dato dreimal siegreichen Spanier in Schach.

Pech hatten erneut Zeller (40./58.) und Witthaus, die mit ihren Chancen an Cortes und am Außennetz scheiterten (40./44.).

Zugleich verstärkten die Spanier den Druck. Auf der Gegenseite hielt Weinhold den Sieg mit weiteren tollen Taten gegen Xavier Ribas (42./62.) fest.

Kurz vor dem Ende musste Sebastian Biederlack wegen einer Zeitstrafe vom Feld, aber auch das überstand die deutsche Mannschaft.

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