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Olympia

Olympia 2021 - Power Ranking zum Fußballturnier der Männer: Zwei Top-Favoriten und deutsche Medaillen-Träume

Von Oliver Maywurm

Nach der EM ist vor Olympia: Das Fußballturnier der Männer bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio beginnt mit dem Highlight-Spiel Deutschland gegen Brasilien. Wie sehen die Chancen des DFB-Teams aus, sich diesmal vielleicht sogar die Gold-Medaille zu sichern? Das Power Ranking zu Olympia 2021.

Vor fünf Jahren in Rio de Janeiro schaffte es Deutschland bis ins Finale, verlor jenes dann gegen Gastgeber Brasilien und holte Silber.

Brasilien zählt wieder zu den Top-Favoriten auf den Titel. SPOX und Goal verschaffen Euch einen Überblick, welche Mannschaften sonst noch zum engeren Favoritenkreis gehören. (Hinweis: Die Platzierungen hier beziehen sich auf die Qualität im Kader, Turnierkonstellationen werden außer Acht gelassen).

Platz 16: Honduras

  • Gegner in Gruppe B: Rumänien (22. Juli), Neuseeland (25. Juli), Südkorea (28. Juli)
  • Olympia-Qualifikation durch: Platz 2 beim Nordamerikanischen Quali-Turnier
  • Trainer: Miguel Falero
  • Stars im Kader: Rigoberto Rivas (Reggina), Douglas Martinez (Real Salt Lake City)

Dem gewöhnlichen Fußball-Fan bekannte Namen sucht man im Olympia-Kader von Honduras vergeblich. Fast alle Akteure der jungen Mannschaft, die im Vorbereitungsspiel gegen das deutsche Olympia-Team für einen Rassismus-Eklat sorgte, spielen in der heimischen Liga. Der wohl talentierteste Spieler ist Rigoberto Rivas vom italienischen Zweitligisten Reggina.

Der 22-jährige Spielmacher wechselte einst mit 18 sogar in den Nachwuchs von Inter Mailand und stand bis vor kurzem offiziell beim italienischen Meister unter Vertrag. Er wurde jedoch stets verliehen, vergangene Saison gelangen ihm immerhin fünf Tore in 27 Serie-B-Einsätzen für Reggina, das ihn für 550.000 Euro nun fest verpflichtet hat.

Der zweitwertvollste Spieler im Aufgebot ist Mittelstürmer Douglas Martinez, der bei Real Salt Lake City in den USA unter Vertrag steht. Dort kam er dieses Jahr bisher immerhin auf sechs Einsätze in der MLS.

Prognose:

Trotz der durchaus spannenden Personalie Rigoberto Rivas und einer nicht allzu schweren Gruppe ist Honduras der wohl größte Außenseiter dieses Olympa-Turniers. Die Mannschaft von Trainer Miguel Falero wird die Vorrunde nicht überstehen.

Platz 15: Australien

  • Gegner in Gruppe C: Argentinien (22. Juli), Spanien (25. Juli), Ägypten (28. Juli)
  • Qualifikation für Olympia durch: Platz 3 bei der U23-Asienmeisterschaft 2020
  • Trainer: Graham Arnold
  • Stars im Kader: Harry Souttar (Stoke City), Daniel Arzani (Manchester City)

Der Großteil des australischen Aufgebots spielt in der heimischen A-League und ist in Europa daher kaum bekannt. Zu den wenigen Spielern, die in Englands 2. Liga kicken, zählt mit Harry Souttar der wertvollste Akteur im Kader. Der 24-jährige Innenverteidiger, der in bisher fünf A-Länderspielen für Australien erstaunliche sechs Tore erzielt hat, war vergangene Saison absolute Stammkraft bei Stoke City und absolvierte 38 Partien in der Championship.

Der bekannteste Name ist derweil wohl Daniel Arzani. Der 22-jährige Flügelspieler sorgte bei der WM 2018 für Aufsehen, als er bei seinen Kurzeinsätzen in der Gruppenphase überzeugte. Nach der WM wechselte der damals erst 19-Jährige dann zu Manchester City, hat für den englischen Meister bis dato aber noch kein Pflichtspiel absolviert. Arzani war stets verliehen, konnte sich aber weder bei Celtic Glasgow (Schottland) noch bei Utrecht (Niederlande) oder zuletzt Aarhus (Dänemark) in den Vordergrund spielen.

Prognose:

Australien hat auf dem Papier keine Chance, sich in einer Gruppe mit Argentinien und Spanien durchzusetzen. Das Team aus Down Under wird vermutlich als Tabellenletzter ausscheiden.

Platz 14: Südafrika

  • Gegner in Gruppe A: Japan (22. Juli), Frankreich (25. Juli), Mexiko (28. Juli)
  • Olympia-Qualifikation durch: Platz 3 beim U23-Afrika-Cup 2019
  • Trainer: David Notoane
  • Stars im Kader: Luther Singh (Sporting Braga), Lyle Foster (KVC Westerlo)

Südafrikas Hoffnungen bei Olympia ruhen allen voran auf Luther Singh. Der Offensivmann ist der beste Spieler im Kader, vergangene Saison gelangen ihm für Pacos de Ferreira fünf Tore und fünf Vorlagen in der ersten portugiesischen Liga. Offiziell gehört der 23-Jährige Sporting Braga, wo er 2017 anheuerte, bis dato jedoch nur ein Pflichtspiel für den Verein absolvierte.

Singh soll gemeinsam mit seinem Cousin Lyle Foster für Tore sorgen. Der Mittelstürmer wechselte Anfang 2019 mit 18 Jahren für 1,2 Millionen Euro von den Orlando Pirates zur AS Monaco, ist aktuell wohl das größte Talent Südafrikas. Der Durchbruch in Europa gelang dem nun 20-Jährigen allerdings noch nicht, weder in Monaco noch bei Cercle Brügge (Belgien) oder Vitoria Guimaraes (Portugal). Kommende Saison wird er auf Leihbasis beim belgischen Zweitligisten Westerlo spielen.

Prognose:

Talent ist im Kader Südafrikas durchaus vorhanden. In der sehr schwierigen Gruppe A mit Gastgeber Japan, Frankreich und Mexiko dürften Singh und Co. allerdings keine Chance auf das Weiterkommen haben.

Platz 13: Neuseeland

  • Gegner in Gruppe B: Südkorea (22. Juli), Honduras (25. Juli), Rumänien (28. Juli)
  • Olympia-Qualifikation durch: Sieg bei der U23-Ozeanienmeisterschaft
  • Trainer: Danny Hay
  • Stars im Kader: Winston Reid (West Ham United), Chris Wood (FC Burnley)

Der neuseeländische Kader für Olympia ist eine bunte Mischung: Spielern, die in der Heimat oder der australischen A-League ihr Geld verdienen, stehen etwa ebenso viele gegenüber, die bei kleineren europäischen Klubs wie zum Beispiel Zweitligisten aus Dänemark, Schweden oder Schottland spielen.

Die beiden bekanntesten Namen sind die von zwei jener Akteure, die vor dem 1. Januar 1997 geboren sein dürfen: Innenverteidiger Winston Reid, der in den U-Nationalmannschaften auch noch für Dänemark spielte, soll die Abwehr organisieren. Der mittlerweile 33-Jährige war bereits 2010 bei der WM in Südafrika dabei, erzielte beim überraschend starken Auftritt Neuseelands damals mit Unentschieden gegen Italien (1:1), Paraguay (0:0) und die Slowakei (1:1) sogar ein Tor. Vergangene Saison war Reid von West Ham an Brentford in die zweite englische Liga verliehen, absolvierte elf Pflichtspiele für den Aufsteiger.

Der zweite Spieler, der auch einer etwas breiteren Masse bekannt sein könnte, ist Chris Wood. Der Mittelstürmer spielt seit mittlerweile 13 Jahren in England, im Sommer 2017 war er dem FC Burnley gut 16 Millionen Euro wert. Auch Wood, der in bisher 56 A-Länderspielen 24-mal getroffen hat, war 2010 bei der WM dabei. Vergangene Saison gelangen dem 29-Jährigen für Burnley zwölf Premier-League-Tore.

Prognose:

Mit Reid und Wood hat Neuseeland zwar zwei sehr erfahrene Akteure dabei, die in ihren Klubs ständig auf hohem Niveau gefordert sind. Insgesamt wird es aber wohl knapp nicht für den Sprung ins Viertelfinale reichen.

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