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Olympia

Wächter erst im Florett-Viertelfinale raus

SID
Wächter, Olympia, Fechten
© Getty

Peking - Geheimfavoritin Carolin Golubytskyi weinte noch eine Stunde nach ihrem Achtelfinal-Aus bittere Tränen, Außenseiterin Katja Wächter dagegen konnte sich trotz ihrer Viertelfinal-Niederlage freuen.

Die Tauberbischofsheimer Florettdamen hielten beim Olympia- Wettbewerb ihre Emotionen nicht zurück. Wächter war hin- und hergerissen nach dem 8:15 in der Runde der letzten Acht gegen die viermalige Olympiasiegerin und 38 Jahre alte Fecht-Legende Giovanna Trillini (Italien).

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"Auch wenn für die Welt nur Medaillen zählen, ich kann hier rausgehen und sagen: gigantisch", sagte die 25-Jährige über ihren bislang größten Karriereerfolg und fügte hinzu: "Dass über mich geschrieben wurde, ich hätte keine Chance, hat mich schon geärgert."

Golubytski überraschend raus

Völlig aufgelöst war Carolin Golubytskyi über das 5:6 in der Verlängerung des "Sudden Death" gegen die Japanerin Chieko Suguwara. Die Weltranglisten-Fünfte hatte bereits 3:0 und 5:3 geführt und kassierte erst wenige Sekunden vor Ende der regulären Kampfzeit den Ausgleich.

"Ich brauche erstmal meine Zeit. Morgen wird es anders sein, aber heute ist es schwer", sagte die Weltranglisten-Sechste schluchzend. Noch schlimmer erging es Teamkollegin Anja Schache: Die Vize-Weltmeisterin von 2005 war beim 2:15 gegen die Russin Eugenia Lamonowa chancenlos.

Die 22-jährige Golubitskyi hatte zuvor mit vier Weltcup- Podiumsplätzen in Serie und als EM-Dritte ihr Potenzial angedeutet. "Mit einer Medaille habe ich eh nicht gerechnet, aber ins Finale der besten acht wollte ich schon", sagte Golubytskyi, die ihre großen Fähigkeiten im entscheidenden Moment nicht abrufen konnte.

"Es ist immer die gleiche Geschichte. Sie kriegt präzise Instruktionen und dann macht sie etwas anderes", sagte ihr Trainer und Ehemann Sergej Golubytskyi. Der dreimalige Florett-Weltmeister aus der Ukraine betreut in Peking die deutschen Florettdamen, weil Bundestrainer Ingo Weißenborn aus "privaten Gründen" auf die Reise verzichtete.

Wächter tankt Selbstvertrauen

Im Halbfinale waren die ersten vier der Weltrangliste mit den Duellen Trillini gegen Margherita Granbassi und Titelverteidigerin Vezzali (alle Italien) gegen die Koreanerin Hyunhee Nam unter sich.

Katja Wächter tankte als einzige Selbstvertrauen für die Team- Entscheidung. "Sie ist seit Wochen in guter Form", sagte Sergej Golubytskyi, der über ihren Viertelfinal-Einzug nicht überrascht war. Wächter hatte den Tag über nur ein Problem: Die 35 Minuten lange Wartezeit im Call-Room. "Ich bin fast gestorben, ich wollte nur noch raus", berichtete sie.

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