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Olympia: Pressestimmen zur Eröffnungsfeier in Tokio - "Zeit, dass die Show beginnt"

SID
Die Olympischen Spiele 2021 wurden am Freitag in Tokio eröffnet. Während einerseits Freude über den Beginn des Sportfestes herrschte, sprach die internationale Presse unter anderem von einem "traurigen Charakter".

Die Olympischen Spiele 2021 wurden am Freitag in Tokio eröffnet. Während einerseits Freude über den Beginn des Sportfestes herrschte, sprach die internationale Presse unter anderem von einem "traurigen Charakter".

Den Kommentar zur Eröffnung der Olympischen Spiele lest ihr hier.

Olympia: Pressestimmen aus Japan: "Tokio bleibt im Ausnahmezustand"

  • Mainichi Shimbun: "IOC Monopoly. Es waren keine Zuschauer im Stadion mit einer Kapazität von 68.000 Zuschauern und es fehlte an Spannung. Die Dinge verliefen nach einem vom IOC erzwungenen Szenario. Die Veranstaltung fand statt, mit allen Risiken einer Ausweitung der Infektion. Es ist schwer, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, von dem Bach gesprochen hat. Die aufgeblähten Olympischen Spiele werden zu einem Ereignis, das den Menschen eine schwere Last auferlegt. Kann das olympische Feuer, das nach 57 Jahren in Tokio wieder entzündet wurde, die Welt vereinen? Oder wird es eine Quelle von Spaltungen sein?"
  • Nikkei Business Daily: "Die Gastgeberstadt Tokio bleibt im Ausnahmezustand. Die oberste Priorität dieses außergewöhnlichen Festes ist, dass es ohne weitere Ausbreitung von Infektionen sicher abgehalten wird."
  • Asahi Shimbun: "Die Spiele wurden mit Tokio im Ausnahmezustand eröffnet und die Zahl der Neuinfektionen in Japan steigt weiter an. Das Ideal der 'Olympiade des Wiederaufbaus', das das Organisationskomitee hochhielt, ist verblasst. Der Sinn von Festlichkeiten ist begrenzt. Die Spiele wurden angesichts des öffentlichen Widerstands eröffnet."

Olympia: Pressestimmen aus den USA: "Schwierig, dem Corona-Schatten zu entkommen"

  • Washington Post: "Japan bekommt ein gezwungenes Lächeln hin, aber olympische Freude ist Mangelware. Die Feier war eher ein Wimmern als ein Knall. Ebenfalls hörbar war einer der Soundtracks dieser schwierigen Spiele: Demonstranten, die das gesamte Event verwünschten."
  • New York Times: "Die Olympischen Spiele werden vor einem Meer aus leeren Sitzen eröffnet. Die Organisatoren versuchten offensichtlich, die Botschaft der Spiele weg von der Pandemie und den Skandalen hin zu schmerzstillenden Themen wie Frieden und globaler Harmonie zu lenken. Doch selbst wenn diese Spiele kein Superspreader-Event werden, wird es schwierig, dem Corona-Schatten zu entkommen."
  • USA Today: "Die Zeremonie war wie erwartet zweckmäßig, sie dauerte sehr lange, die Reden hätten kürzer sein sollen. Aber dass sie überhaupt stattfand, war bemerkenswert. Die Sommerspiele haben offiziell begonnen. Das ist ein Satz, von dem viele dachten, dass er nie geschrieben würde."

Olympia: Pressestimmen aus Spanien: "Hoffentlich ist es das letzte Mal"

  • Marca: "Die Eröffnung Olympischer Spiele ohne den Jubel der Zuschauer ist gewöhnungsbedürftig, hoffentlich ist es das letzte Mal. Das Spektakel mit 1824 Drohnen war der beeindruckendste Moment der Zeremonie."
  • As: "ENDLICH - die Spiele gehen los. Eine Medaille der Hoffnung. Olympia zeigt Flagge gegen den größten Rivalen: Covid-19."
  • Sport: "Endlich geht es los. Die Olympischen Spiele starten mit der Angst vor Corona, doch Tokio vermittelt das Gefühl einer guten Organisation."

Olympia: Pressestimmen aus England: "Zeit, dass die Show beginnt"

  • Times: "Hoffnung trifft Feindseligkeit bei der Eröffnung der spaltenden Spiele. Für diejenigen in Tokio, die diese Wettbewerbe begrüßen, muss es sich angefühlt haben wie Tanzen ohne Musik. Für den Rest eher wie ein illegaler Rave. Die Spiele sind eröffnet, aber viele in Japan zählen schon jetzt die Tage bis zur Schlussfeier."
  • Daily Mirror: "Es war eine nackte Zeremonie, wie es auch nackte Spiele werden, und es gab kein Entkommen vor einem unangenehmen Gefühl. Aber nun, da die Flamme brennt, geht es nur noch um die Sportler. Diese Spiele werfen einen dunklen Schatten, aber die Sportler werden hell brennen."
  • The Guardian: "Olympia hat begonnen, wohl oder übel: Zeit, dass die Show beginnt. Die Eröffnungszeremonie hatte einen traurigen Charakter, aber vielleicht bescheren uns diese 'verfluchten Spiele' viele Momente der Erleuchtung."

Olympia: Pressestimmen aus Frankreich: "Fast wie eine Trauerrede"

  • Le Parisien: "Die erhabene japanische Nationalhymne klang unter den Umständen fast wie eine Trauerrede, verwandelte Feierlichkeit in Ernst, Melancholie in Trauer. Doch die olympische Flamme hat den Gipfel des Mount Fuji in Flammen gesetzt. Und so haben wir (fast) alles andere vergessen. Macht Platz für die Spiele."
  • L'Equipe: "In Zeiten von Lockdown und Pandemie wollte Tokio mit der Zeremonie ein wenig Hoffnung säen, in den kommenden zwei Wochen soll sie wachsen. Die Eröffnung der Spiele brachte Emotionen, echte und schöne Emotionen."

Olympia: Pressestimmen aus Italien: "Schlichte, aber stimmungsvollen Zeremonie"

  • Gazzetta dello Sport: "Die olympische Fackel verjagt den Albtraum des Virus. Wir dürfen diese Zeremonie ohne Zuschauer nicht vergessen, denn sie symbolisiert den Willen zum Neubeginn."
  • Corriere dello Sport: "Die Eröffnungszeremonie ist eine Ode an das Leben, an den festen Willen zum Neustart nach den harten Pandemie-Zeiten. Farben und Lebensfreude: Diese Olympischen Spiele wollen für Japan eine Renaissance sein."
  • Tuttosport: "Die große Schönheit: Farben, Stil und Freude. Die Olympischen Spiele haben begonnen, die Zweifel und die Diskussionen vor dem Start sind vergessen. Japan glaubt an diese Spiele und wir auch."
  • Corriere della Sera: "Das Lied der Olympischen Spiele: Tokio vereint die Welt mit einer schlichten, aber stimmungsvollen Zeremonie und einer Hommage an die Opfer in München 1972, wie es Israel seit 50 Jahren fordert. Es ist wunderbar, wieder vereint zu sein."
  • La Repubblica: "Die große olympische Show hat begonnen. Mit dieser Eröffnungszeremonie entsendet die Welt ein Zeichen des Neubeginns. Schade, dass die Zeremonie nicht beeindruckend ist. Sie ist zu lang und zu stark bemüht, die moderne Sensibilität zu respektieren."
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