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Olympia

Corona: Olympia-Aus für Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks - Vorsichtsmaßnamen bei Team Australien

SID
Sam Kendricks kann in Tokio nicht an den Start gehen.

Einen Tag vor dem Start der Leichtathletik-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen hat ein positiver Corona-Test bei Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks die Kernsportart in Atem gehalten. Der US-Amerikaner kann in Tokio nicht an den Start gehen, zudem wurden 54 Mitglieder des australischen Teams offenbar als mögliche Kontaktpersonen vorerst in Isolation geschickt.

Am Nachmittag gab der australische Verband erste Entwarnung. Bei drei Sportlern war die Gefahr einer direkten Infektion gesehen worden, alle drei lieferten anschließend einen negativen PCR-Test. Die drei Betroffenen verbleiben vorerst in einer aufgeweichten Isolation, in der sie einzeln trainieren dürfen. Sie werden weiter getestet und sollen wie geplant an den Wettkämpfen teilnehmen. Die übrigen Teamkollegen haben die Isolation verlassen.

Anlass für die "Vorsichtsmaßnahme" sei "die Meldung eines Corona-Falls bei einem Mitglied des US-Teams" gewesen. Näher gingen die Australier nicht auf Zusammenhänge ein. "Unsere strikten Maßnahmen halten das Team weiterhin in Sicherheit", sagte Australiens Chef de Mission Ian Chesterman: "Wir wollen, dass jeder australische Sportler in einer Position ist, seinen olympischen Traum zu leben."

Wie das Olympische und Paralympische Komitee der Vereinigten Staaten via Twitter mitteilte, befindet sich Kendricks in einem Quarantäne-Hotel. Nach Angaben seines Vaters hat der 28-Jährige keine Symptome. "Sam ist ein unglaublich erfolgreiches Mitglied des Teams USA. Wir werden ihn hier sehr vermissen", schrieb das USOPC: "Aus Respekt vor seiner Privatsphäre können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen geben."

Olympia: Duplantis zeigt sich "geschockt"

Kendricks hatte 2019 in Doha sowie 2017 in London WM-Gold gewonnen und galt in Tokio neben Weltrekordhalter Armand Duplantis (Schweden) als einer der Top-Favoriten auf den Olympiasieg. Das Finale findet am 3. August statt. Kendricks hatte 2016 in Rio Bronze geholt.

Duplantis ist nach dem Olympia-Aus für seinen Rivalen "geschockt". Er wisse nicht viel "über die Situation", sie sei aber "sehr beängstigend", sagte Duplantis: "Bis vor einer Stunde habe ich mich auf einen großen Kampf mit Sam vorbereitet. Er ist einer meiner Hauptrivalen und jemand, der mich im Finale definitiv gepusht hätte."

Duplantis will sich nun noch vorsichtiger verhalten. "Ich werde einfach keine Dinge tun, die ich nicht tun muss", sagte der Europameister von 2018, der einer der großen Stars der Spiele werden könnte: "Ich muss essen, ich muss trainieren." Ansonsten werde er "alles Unnötige" vermeiden, um sich nicht mit COVID anzustecken.

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