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Olympia

Doping: Baldini spekuliert über Komplott

SID
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© Getty

Rom - Der positiv getestete italienische Florettfechter Andrea Baldini spekuliert über eine Verschwörung gegen ihn.

"Ich habe keinen Beweis in der Hand, um von einem Komplott zu sprechen, aber ich kann nur mit hundertprozentiger Gewissheit sagen: Ich habe dieses Mittel wissentlich nicht genommen", sagte der Vize-Weltmeister der "Gazetta dello Sport".

Gleichzeitig erhob der 22-Jährige indirekte Vorwürfe gegen den für ihn nachgerückten Teamkollegen Andre Cassara. "Mir ist klar, dass der Name einem in den Kopf kommen kann, aber ich kann nicht mit dem Finger auf ihn zeigen. Alle haben mich angerufen, nur er nicht."

Cassara bedauert Situation

Cassara konterte Baldinis Aussagen in einem Interview mit der italienischen Nachrichtenagentur Ansa: "Ich bedauere diese Situation sehr und verstehe, dass Baldini derzeit dementsprechend durcheinander ist, aber finde es nicht richtig, solche Aussagen zu machen.Noch dazu habe ich bis vor wenigen Tagen als Sparring-Partner für ihn fungiert."

Baldini war bei der Europameisterschaft Anfang Juli in Kiew positiv auf ein Diuretikum getestet und aus der italienischen Olympia-Mannschaft ausgeschlossen worden. Das Mittel Furosemid hat eine Harn treibende Wirkung und kann den Gebrauch verbotener Mittel verschleiern.

"Doping macht im Fechten keinen Sinn"

"Dieses Diuretikum bleibt nur vier Stunden im Urin nachweisbar. Ich wäre ein Idiot, wenn ich das gemacht hätte. Wozu auch, Doping macht im Fechten keinen Sinn", sagte der Weltranglisten-Erste, der in Peking als größter Konkurrent von Weltmeister Peter Joppich (Koblenz) und des WM-Dritten Benjamin Kleibrink (Bonn) galt.

Baldini überlegt, Anzeige gegen Unbekannt zu stellen: "Das Mittel hätte mir auch schaden können, weil ich eine Allergie gegen einige Medikamente habe."

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