Cookie-Einstellungen
Wintersport

Lange Vierter - Holcomb führt

SID
Viererbob-Weltmeister Andre Lange liegt bereits zur Halbzeit weit zurück
© Getty

Viererbob-Weltmeister Andre Lange muss die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung bereits zur Halbzeit wohl begraben.

Die WM in Lake Placid steht für die erfolgsverwöhnten deutschen Bob-Piloten weiter unter keinem guten Stern.

Titelverteidiger Andre Lange liegt nach zwei von vier Läufen auf Rang vier, hat allerdings bereits 0,49 Sekunden Rückstand auf den Führenden Steven Holcomb (USA). Thomas Florschütz ist bei Halbzeit abgeschlagener 13., Karl Angerer nach einem Sturz gar schon raus."'Für ganz vorne reicht es nicht. Aber die anderen sind in Schlagdistanz", sagte Lange.

"In Lake Placid kann alles passieren"

Sein früherer Erzrivale und ZDF-Experte Christoph Langen setzt dagegen noch Hoffnung in seinen "Geheimfavoriten auf Gold": "In Lake Placid kann alles passieren. Das Bob gehört sicherlich nicht zu den allerschnellsten, aber er ist dabei. Am Start müssen sie sich noch verbessern."

Als wenn die Crew es gehört hätte, legte sie im zweiten Lauf mit 4,99 Sekunden den besten Start des gesamten Feldes hin. Bei Halbzeit liegt Lange nur 0,01 Sekunden hinter den zeitgleichen Zweiten Alexander Subkow (Russland) und Janis Minins (Lettland) und hat noch alle Chancen auf Silber.

Vierer mit Problemen

Der mit Problemen vollgestopfte neue Vierer der Kufen-Schmiede FES bereitete Lange weniger Sorgen als erwartet. Zuletzt hatte der Chef-Pilot über mangelnde Kontrolle geklagt und im Weltcup indiskutable Ergebnisse abgeliefert.

In Lake Placid war er jedoch schon im Training konstant in die Top Drei gefahren. "Alle Probleme sind mit Beginn der WM auf dieser Bahn hier wie vergessen", sagte Christoph Langen, der zum Entwicklerteam des Schlittens gehört.

Der im Zweierbob mit Silber dekorierte Florschütz kam mit seinem Schlitten nicht zurecht und kassierte bereis im ersten Durchgang über eine Sekunde auf Holcomb.

Angerer stürzt

Mit leerem Blick stand der Sachse aus Riesa anschließend fassungslos im Zielraum des schwierigsten Eiskanals der Welt. Zur Halbzeit liegt Florschütz 1, 69 Sekunden hinter Holcomb.

Angerer saß nach seinem Aus wie ein Häufchen Elend im Sonnenschein am Mount van Hoevenberg und ließ seinen Tränen freien Lauf. Der Bayer aus Königssee hatte sich gleich im ersten Lauf einen kapitalen Fahrfehler geleistet und war Ausgangs der Kurve zwölf gestürzt.

Angerer war mit Medaillen-Hoffnungen in die Titelkämpfe gestartet. Die beiden finalen Läufen stehen am Sonntagnachmittag (ab 15. 00 Uhr) auf dem Programm. Am späten Samstagabend fuhren zuvor noch die Skeleton-Piloten um Medaillen, Florian Grassl lag zur Halbzeit auf Platz vier.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung