Cookie-Einstellungen
Tennis

US Open, Tag 10: Zverev gegen Djokovic! Halbfinal-Kracher ist perfekt

Von SID
Alexander Zverev steht im Halbfinale der US Open. Jetzt könnte er auf Novak Djokovic treffen.

Alexander Zverev trifft im Halbfinale der US Open in einem spannungsgeladenen Duell auf Novak Djokovic. Nachdem der deutsche Topspieler am Mittwoch mit einem Sieg gegen den Südafrikaner Lloyd Harris vorgelegt hatte, zog Djokovic in der Nightsession nach. Der Grand-Slam-Rekordchampion stellte dabei erneut seine außergewöhnlichen Nehmerqualitäten unter Beweis und löste seine schwere Viertelfinalaufgabe gegen Matteo Berrettini bravourös.

In der Neuauflage des Wimbledon-Finals befreite sich der 34 Jahre alte Serbe vom anfänglichen Druck seines Gegners und setzte sich dann beeindruckend aufspielend mit 5:7, 6:2, 6:2, 6:3 durch. "Das waren mit Sicherheit die besten drei Sätze von mir im Turnier", sagte Djokovic.

Zverev hatte Harris 7:6 (8:6), 6:3, 6:4 besiegt und geht mit Optimismus in die Partie gegen Djokovic. Das bis dato letzte Aufeinandertreffen gewann der 24 Jahre alte Hamburger im Halbfinale der Olympischen Spiele in Tokio. Zverev gewann anschließend Gold, Djokovic ging leer aus. "Er ist in einer enormen Form und hat nach Wimbledon kein Match verloren", sagte der Serbe über Zverev: "Er ist einer der besten Spieler der Welt."

Bei den US Open hat der "Djoker" nun die Chance, den Kalender-Grand-Slam zu vollenden, den Triumph bei allen vier Majors des Jahres. Seit Rod Laver 1969 schaffte es kein Mann mehr, in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York innerhalb eines Jahres die Trophäen zu gewinnen.

Zudem könnte sich Djokovic mit dem Titel in Flushing Meadows auch zum alleinigen Grand-Slam-Rekordsieger vor seinen langjährigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal (alle 20 Titel) küren. Zverev peilt dagegen seinen ersten Majorsieg an.

Djokovic mit dem Titel in Flushing Meadows auch zum alleinigen Grand-Slam-Rekordsieger vor seinen langjährigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal (alle 20 Titel) küren. Zverev peilt dagegen seinen ersten Majorsieg an. Das zweite Halbfinale bestreiten der überzeugende Russe Daniil Medwedew und der aufstrebende Kanadier Felix Auger-Aliassime.

Zverev vs. Djokovic: "Das wird ein Highlight des Turniers

Alexander Zverev machte seinen Halbfinaleinzug mit einem krachenden Ass perfekt und dachte dann sofort an Novak Djokovic. "Ich hoffe, sein Match dauert viereinhalb Stunden, er kriecht auf dem Platz und ich kann am Ende ins Finale einziehen", sagte die deutsche Nummer eins zum möglichen Aufeinandertreffen mit dem Tour-Dominator und Weltranglistenersten, der letztlich nicht ganz so lange brauchte.

"Ich freue mich auf das Halbfinale, das wird ein Highlight des Turniers", sagte Zverev bei Eurosport. Den ersten Satz gegen Harris habe er "irgendwie" noch auf seinen Seite gezogen: "Danach bin ich lockerer geworden." Er gab mit dem Sieg durchaus ein Statement ab: Wer das Turnier gewinnen will, muss mich erstmal schlagen. Inklusive des Gewinns der Goldmedaille in Tokio und des Triumphs beim Masters in Cincinnati hat der Weltranglistenvierte nun 16 Matches in Serie für sich entschieden.

Harris hatte vor dem Duell mit Zverev durchaus für Aufsehen gesorgt mit klaren Erfolgen gegen Denis Shapovalov, die Nummer sieben der Setzliste, und den zuvor stark aufspielenden US-Amerikaner Reilly Opelka. Besonders den schwer lesbaren Aufschlag des Südafrikaners schätzte das Team Zverev als gefährlich ein und sollte sich zunächst bestätigt fühlen.

US Open: Zverev wehrt im ersten Durchgang Satzball ab

Der erste Satz war ungeheuer eng. "Harris spielt gut, Sascha hat eindeutig Probleme. Es ist schwer, sich auf seine Art einzustellen", sagte Mischa Zverev bei Eurosport. Immer wieder wurde der deutsche Topspieler von seinem Kontrahenten nach außen getrieben, gab seinen Aufschlag ab und brauchte ein Re-Break, um den Tiebreak zu erreichen. Zverev wehrte dann einen Satzball ab, um selbst den Durchgang noch zu gewinnen.

Rund um die entscheidenden Ballwechsel gab es dabei Diskussionen. Zverev beschwerte sich immer wieder darüber, dass die Spieler störend auf den großen Videoleinwänden gezeigt würden. Keine einfache Situation für Harris, der nach dem Verlust des Satzes eine Flasche auf den Hartplatz pfefferte und im Anschluss Probleme hatte dranzubleiben.

Zverev nahm seinem Gegner schnell das Service ab und spielte den Durchgang überzeugend zu Ende. Mit einer hohen Quote bei seinen kraftvollen ersten Aufschlägen übte er jederzeit Druck auf Harris aus, der diesem nicht standhalten konnte. Auch im dritten Satze machte Zverev sehr deutlich, dass er in dem Turnier noch mehr vor hat.

US Open: Raducanu wirft Olympiasiegerin Bencic raus

Durchstarterin Emma Raducanu ist bei den US Open weiter nicht zu bremsen. Die 18 Jahre alte Britin hat Olympiasiegerin Belinda Bencic im Viertelfinale eindrucksvoll besiegt. Raducanu schlug die sechs Jahre ältere Schweizerin am Mittwoch ohne jedes Nervenflattern 6:3, 6:4 und erreichte zum ersten Mal ihrer Karriere die Runde der letzten Vier bei einem Grand-Slam-Turnier.

Raducanu, 150. im WTA-Ranking, ist damit auch die erste Qualifikantin im Halbfinale von New York und die erst die dritte Athletin nach Billie Jean King 1979 und Kim Clijsters 2009, die es als Spielerin jenseits der Top 100 so weit schaffte. "Ich musste mich nach dem Start des Matches etwas anpassen und bin einfach nur glücklich, dass ich durchgekommen bin", sagte Raducanu.

Sie erwartet in der Runde der besten Vier nun ein Duell mit Maria Sakkari aus Griechenland, die die frühere Weltranglistenerste Karolina Pliskova mit 6:4, 6:4 ausschaltete und nach den French Open nun in New York das zweite Major-Halbfinale ihrer Karriere erreichte. Um das zweite Finalticket streiten die 19 Jahre junge Kanadierin Leylah Fernandez und die Weltranglistenzweite Aryna Sabalenka aus Belarus. Angelique Kerber war im Achtelfinale als letzte deutsche Teilnehmerin an Fernandez gescheitert.

Raducanu hatte erstmals in Wimbledon in diesem Sommer so richtig für Furore gesorgt. Bei dem Rasenklassiker war sie bei ihrem Majordebüt direkt sie ins Achtelfinale eingezogen und musste dann wegen Atemproblemen aufgeben.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung