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Tennis - ATP Finals: Krawietz/Miess wahren Halbfinal-Chance

SID
Kevin Krawietz (r.) und Andreas Mies haben das Halbfinale der ATP Finals verpasst.

Kevin Krawietz und Andreas Mies haben bei den ATP Finals das vorzeitige Aus abgewendet. Der unter Druck stehende Alexander Zverev will es ihnen in der Einzel-Konkurrenz am Mittwoch nachmachen.

Nachdem Kevin Krawietz und Andreas Mies mit einer bärenstarken Leistung ihren Halbfinal-Traum bei den ATP Finals am Leben gehalten hatten, waren sie sich über die Belohnung uneinig. Mies freute sich nach dem ersten Sieg in der abgeschotteten Londoner Tennis-Bubble einfach nur auf frische Luft, Krawietz hingegen liebäugelte mit einem Abend vor dem Fernseher und dem Länderspiel der Fußball-Nationalmannschaft in Spanien. Einig sind sich die French-Open-Sieger aber mit den Zielen beim Saisonfinale - und da sind sie wieder voll im Geschäft.

Während sich auch Alexander Zverev am Mittwoch im Einzel gegen das vorzeitige Aus stemmen will, freuten sich der Coburger Krawietz und der Kölner Mies über ihre starke Reaktion auf die Auftaktniederlage. Durch das verdiente 6:2, 7:6 (7:5) gegen die früheren Wimbledonsieger Lukasz Kubot/Marcelo Melo (Polen/Brasilien) haben sie nun wieder alles in der eigenen Hand.

"Gott sei Dank sind wir in zwei Sätzen durchgekommen. Wer weiß, wie wichtig das noch werden kann", sagte Krawietz erleichtert. Und Mies, der sich trotz einer schmerzhaften Kniereizung im Vergleich zur Auftaktpleite erheblich steigerte, jubelte: "Das war riesig. Ich bin sehr stolz auf uns, dass wir so ein großartiges Match gespielt haben."

Mit einem weiteren Erfolg im abschließenden Match der Gruppe "Mike Bryan" gegen die Australian-Open-Sieger Rajeev Ram/Joe Salisbury (USA/Großbritannien) am Donnerstag können Krawietz (28) und Mies (30) als erstes deutsches Doppel überhaupt ins Halbfinale beim Saisonabschluss der acht Jahresbesten einziehen. Im Vorjahr waren sie bei ihrer Premiere in London bereits in der Vorrunde gescheitert.

Kramies: "Wir brauchen uns nicht zurückzuhalten"

Dieses Schicksal droht auch Zverev, der US-Open-Finalist steht am Mittwoch (ab 15 Uhr) gegen den Argentinier Diego Schwartzman gehörig unter Druck. Wie Krawietz/Mies hatte der 23-Jährige den Auftakt in London gegen den Russen Daniil Medwedew verpatzt. Die Rechnung für den Hamburger ist nun aber dementsprechend einfach.

"Für mich ist es jetzt ein ganz normales Turnier. Wenn ich nicht gewinne, fahre ich nach Hause", sagte Zverev nach der Zweisatz-Niederlage gegen Medwedew, war sich aber sicher: "Wenn ich so spiele, werde ich hier kein einziges Match gewinnen." Bei einem Sieg gegen Schwartzman stünde ihm am Freitag ein Endspiel in der Vorrundengruppe "Tokio 1970" gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien) bevor.

Bei den "Kramies" war die Vorfreude auf die entscheidende Partie am Donnerstag schon groß - und Krawietz kündigte direkt wieder volle Offensive an: "Hier gibt es nur gute Teams und da gibt es nur den Weg nach vorne. Wir werden genauso aggressiv ins Match gehen." Das hatte gegen die erfahrenen Kubot (38) und Melo (37), die Ende Oktober im Halbfinale des ATP-Turniers in Wien noch die Oberhand behalten hatten, bestens geklappt. Die aggressiven Returns "waren der Schlüssel", meinte Mies, und Krawietz betonte selbstbewusst: "Wir brauchen uns nicht zurückzuhalten."

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