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Tennis

Petkovic: Die Zeit ist reif

SID
Andrea Petkovic kletterte in der Weltrangliste zuletzt zwölf Plätze nach oben
© getty

Andrea Petkovic räumt dem deutschen Fed-Cup-Team beste Chancen auf den ersten Titel seit 22 Jahren ein. "Das Potenzial ist vorhanden", sagte die 26-Jährige aus Darmstadt im Gespräch mit dem "Focus".

Die Weltranglisten-28. betonte: "Wir haben tolle Spielerinnen, und jede von uns hat in den letzten Jahren bittere Erfahrungen gesammelt, aber auch daraus gelernt. Die Zeit für einen deutschen Sieg ist reif."

Erstmals seit 1995 steht die deutsche Mannschaft im Fed-Cup-Halbfinale. In dem trifft die Auswahl von Bundestrainerin Barbara Rittner am Osterwochenende in Brisbane auf Australien (19./20. April).

Mit einem Sieg wären Petkovic, Angelique Kerber (Kiel), Julia Görges (Bad Oldesloe) und Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) nur noch einen Schritt vom ersten deutschen Fed-Cup-Sieg seit 1992 entfernt.

Das Endspiel findet am 8./9. November statt. Den zweiten Finalisten ermitteln Tschechien und Italien. In Australien soll Petkovic neben Kerber die Einzel bestreiten, Görges und Grönefeld sind für das Doppel vorgesehen.

"Der Mensch Petkovic war mir egal"

Petkovic, die am vergangenen Sonntag in Charleston ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour gefeiert hatte, blickt in dem Gespräch zudem auf die schwierigen Zeiten nach den gesundheitlichen Rückschlägen im Jahr 2012 zurück.

Auch der Gedanke an ein Karriere-Ende sei ihr nach vier Verletzungen binnen eines Jahres gekommen. "Es gab diese Momente, weil ich mich im Tennis abgehängt fühlte", sagte Petkovic.

Nach der Rückkehr auf den Tennisplatz habe sie sich zunächst "wie ein Boxer gefühlt, der in der Ecke steht und fortwährend Prügel bezieht". Die Verletzungen seien die "schicksalhafte Logik meines Überehrgeizes" gewesen: "Der Mensch Petkovic war mir egal - es ging mir nur noch um die Tennisspielerin Petkovic."

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