Radsport

Ermittlungen gegen Ärzte nach Franke-Anzeige

SID
Der Heidelberger Werner Franke ist Molekularbiologe und kämpft seit Jahren gegen Doping
© getty

Nach Aussagen im Prozess gegen Stefan Schumacher ermittelt die Freiburger Schwerpunktstaatsanwaltschaft gegen frühere Mediziner des Radsportteams Gerolsteiner.

Dabei geht es um mögliche Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Stefan Schumacher hatte im Betrugsprozess gegen ihn erstmals den Namen eines Arztes genannt, der die Fahrer beim ehemaligen Gerolsteiner-Team angeblich mit Dopingmitteln versorgte. Der Mediziner habe bei der Deutschland-Tour 2006 in einem Hotelzimmer einem Profi das Dopingmittel Synacthen verabreicht, sagte Schumacher.

Franke zeigt Erfurter-Arzt an

Als Reaktion auf Schumachers Namensnennung hatte der Heidelberger Anti-Doping-Kämpfer Werner Franke die Ärzte angezeigt. Der Molekularbiologe meinte, es dürfe nicht sein, dass "Fahrer bestraft werden, aber die intellektuellen Hintermänner des Dopings ungeschoren davonkommen."

Bis zu seiner Auflösung 2008 waren im Team Gerolsteiner mindestens drei deutsche, ein italienischer und ein russischer Mediziner tätig gewesen. Namentlich genannt wurde in Frankes Anzeige der Name eines Erfurter Arztes, der bereits von Schumachers Ex-Gerolsteiner-Kollegen Bernhard Kohl des Dopings beschuldigt worden war. Dieser hatte seine Unschuld beteuert und ein Zivilverfahren gegen Kohl gewonnen. Er machte beim Schumacher-Prozess von seinem Zeugnis-Verweigerungsrecht Gebrauch.

Der Radsport-Kalender 2013

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