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Radsport

Doping-Labor in Spanien

SID

Digne-les-Bains - Ein spanisches Labor soll Radsport-Profiteams ein Angebot für interne Doping-Kontrollen unterbreitet haben.

"In einer E-Mail, die an mehr als zehn Profi-Radsportteams adressiert wurde und der ARD vorliegt, bietet die Universidad de Extremadura in Caceres an, durch Urin-Analysen ein komplettes Steroid-Profil der Radfahrer der Profiteams durchzuführen", hieß es dazu in einer Pressemitteilung des Westdeutschen Rundfunks Köln.

Mit solchen Steroid-Profil-Analysen könnten sich Sportler an Grenzwerte herandopen und positiv getestete Fahrer rechtzeitig vor einer offiziellen Doping-Kontrolle aus dem Rennen genommen werden.

Besorgniserregende Entwicklung

Der in ARD-Livesendung von der Tour als Absender genannte Prof. Dr. Marcos Maynar Marino habe in der E-Mail explizit darauf hingewiesen, dass sein Labor die gleiche Untersuchungsmethode wie der Weltradsportverband UCI verwende.

Dr. Hans Geyer vom Zentrum für präventive Doping-Forschung in Köln sagte dazu der ARD: "Das haben wir schon länger vermutet, dass es irgendwo in Europa noch Laboratorien gibt, die Proben forechecken. Laboratorien, die außerhalb des Kontrollsystems sind, und die dann Urin-Anteile von Athleten untersuchen, so dass die genau wissen, wann sie ihre Doping-Substanzen absetzen müssen, um nicht bei Kontrollen aufzufallen."

Der Generalsekretär der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, David Howmann, wird mit den Worten zitiert: "Die von Ihnen beschriebenen mutmaßlichen Praktiken sind besorgniserregend." Die WADA werde die Informationen an die spanischen Behörden weitergeben.

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