Pferdesport

Vielseitigkeitsreiter triumphieren

SID
Leonie Kuhlmann war auf der Geländestrecke mit ihrer Stute Cascora zu Fall gekommen

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter haben sich beim CHIO Aachen den im letzten Jahr an Australien verlorenen Sieg im Nationenpreis zurückgeholt. Ingrid Klimke mit Hale Bob, der dreimalige Olympiasieger Michael Jung mit Sam, Weltmeisterin Sandra Auffarth mit Opgun Louvo und Josefa Sommer mit Hamilton gewannen mit deutlichem Vorsprung vor Australien und Schweden.

Zudem triumphierte Klimke in der Einzelwertung vor Titelverteidiger Jung. Auffarth landete auf Platz vier. "Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich hier gesehen habe", sagte Bundesttrainer Hans Melzer: "Die Reiter, die ich im Fokus hatte, waren sehr gut. Jeder hat seinen Job erledigt."

Das Team für die EM Mitte August im polnischen Strzegom wollte Melzer zwar noch nicht offiziell nominieren, dennoch dürften die Reiter feststehen. Neben Klimke und Jung gehören voraussichtlich Ex-Europameisterin Bettina Hoy und Julia Krajewski zur Mannschaft, beide verzichteten in Absprache mit Melzer auf den Start in Aachen.

Erste Ersatzreiterin wird vermutlich Josefa Sommer sein. Auffarth ist seit Olympia in Rio keine lange Prüfung mehr mit Opgun Louvo gegangen und darf demzufolge gemäß den Regularien nicht mit zur EM.

Kuhlmann zur Untersuchung im Krankenhaus

Überschattet wurde der Geländeritt vom Sturz der 23-jährigen Leonie Kuhlmann (Einbeck). Sie wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie über Schwindel geklagt hatte.

Kuhlmann war an einem der 26 Hindernisse über den Hals ihrer strauchelnden Stute Cascora geflogen, hatte sich aber sofort wieder aus eigener Kraft hochgerappelt. Das Pferd blieb bei dem Zwischenfall unverletzt.

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