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Motorsport

Stefan Bradl nach Traumstart "nur" Vierter

SID
Stefan Bradl endete beim Heim-Grand-Prix auf dem Sachsenring auf Platz 4
© getty

Stefan Bradl hat beim Großen Preis von Deutschland nach einem Traumstart den Sprung auf das Podium verpasst. Der 23-Jährige aus Zahling wurde auf dem Sachsenring guter Vierter und muss damit weiter auf eine Platzierung unter den Top 3 warten.

Der Honda-Pilot schaffte es bereits zum dritten Mal in der Königsklasse auf Rang vier.

Den Sieg auf dem Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal sicherte sich der spanische Neuling Marc Márquez (Honda) vor Cal Crutchlow aus Großbritannien und Italiens Superstar Valentino Rossi. Weltmeister Jorge Lorenzo (alle Yamaha) und WM-Spitzenreiter Dani Pedrosa (Honda) waren nach schweren Trainingsstürzen nicht an den Start gegangen.

Bradl, Vierter des Qualifyings, griff beim Heimspiel an. Der Moto2-Weltmeister von 2011 setzte sich direkt nach dem Start hinter Valentino Rossi auf den zweiten Platz und überholte den neunmaligen Weltmeister Ende der ersten Runde.

Kurze Zeit später wendete sich dann das Blatt. Erst zog Márquez (6. Runde) vorbei, dann Rossi (9.) und Crutchlow (10.). Bradl konnte den Kontakt nicht mehr halten, fuhr den vierten Platz aber sicher nach Hause.

Bradl, WM-Achter der vergangenen Saison, wollte als erster deutscher Pilot auf das MotoGP-Podium fahren. In der schwersten Klasse hatte es Michael Rudroff 1989 in Misano/San Marino zwar auf das Treppchen geschafft (500 ccm), das Rennen wurde allerdings von einigen Fahrern boykottiert. Einen "echten" Platz unter den besten Drei hat zuletzt Dieter Braun 1974 in Spa/Belgien belegt (500 ccm/3.).

Moto2: Nur ein Punkt für Cortese

Der 23-Jährige Sandro Cortese aus Berkheim wurde bei seiner Moto2-Premiere auf dem Traditionskurs dank einer starken zweiten Rennhälfte 15. Cortese, der im Vorjahr beim Großen Motorrad-Preis von Deutschland für den ersten Heimsieg nach 41 Jahren gesorgt und danach den Titel in der Moto3 geholt hatte, war zur neuen Saison in die höhere Klasse gewechselt.

"Wir haben immerhin einen Punkt geholt. Es war ein guter Abschluss der ersten Saisonhälfte", sagte der 19. des Qualifyings, dem in der Anfangsphase nach eigenen Angaben immer wieder "die Gänge rausgeflogen" waren.

Schmerzen im Ellbogen, so wie zuletzt bei den Rennen, hatte der WM-21. (7 Punkte) nicht. Deshalb werde die ursprünglich für Dienstag geplante Operation am Unterarm auch "zu 99 Prozent" abgesagt, erklärte der Schwabe.

Schlecht lief es derweil für Corteses Kalex-Markenkollegen Marcel Schrötter (Vilgertshofen). Der 20-Jährige stürzte in der 17. Runde und schied zum zweiten Mal in diesem Jahr aus. In allen anderen Rennen war Schrötter in die Punkte gefahren.

Sieger beim einzigen Deutschland-Grand-Prix wurde Jordi Torres (Suter). Der Spanier gewann vor Simone Corsi aus Italien (Speed Up) und seinem Landsmann Pol Espargaró (Kalex). Erst in fünf Wochen geht es in Indianapolis/USA weiter (18. August.)

Moto3: Folger enttäuscht mit Platz 8

"Extrem enttäuscht" war Folger von dem Ergebnis: "Wir hatten uns mehr erhofft, die Zuschauer auch. Ich habe die Geschwindigkeit der Spitze einfach nicht halten können." Auf die anstehenden freien Tage freut sich der Oberbayer nicht wirklich. "Es ist gut, dass man mal abschalten kann. Aber ich würde lieber weiterarbeiten", so Folger, der nach Spanien umzieht.

Den Sieg auf dem Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal sicherte sich der Spanier Alex Rins vor seinen Landsleuten Luis Salom und Maverick Viñales (alle KTM). Im WM-Klassement führt weiter Salom (172 Punkte). Dahinter liegen Viñales (158), Rins (142) sowie Folger (81).

Folger, der im Qualifying Vierter geworden war, verlor beim Start einen Platz und musste anschließend die Spitzengruppe ziehen lassen. Gegen drei weitere Kontrahenten wehrte sich der Oberbayer vergeblich.

Philipp Öttl (Ainring/17.) verpasste die WM-Punkte knapp, auch für die übrigen deutschen Starter lief es nicht wie erwünscht. Lokalmatador Toni Finsterbusch aus Krostitz (21.) und Florian Alt (Nümbrecht/29./alle Kalex) schafften es nicht unter die Top 20. Die beiden Wildcard-Starter Kevin Hanus (Nürnberg/Honda) und Luca Amato (Bergisch Gladbach/Mahindra) schieden jeweils frühzeitig nach Stürzen aus.

Wieder über 200.000 Zuschauer am Sachsenring

204.491 Zuschauer kamen bei Traumwetter zum Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal und damit fast 10.000 mehr als im Vorjahr (195.695).

Die Rennen am Sonntag verfolgten 85.667 Fans, am Freitag (48.921) und Samstag (69.903) waren es deutlich weniger. Der Besucherrekord datiert aus dem Jahr 2011 (230.133) und wurde trotz der in den vergangenen Jahren starken Leistungen der deutschen Fahrer um MotoGP-Pilot Stefan Bradl klar verfehlt. Der einzige deutsche WM-Lauf wird seit 1998 auf dem Kurs in Sachsen ausgetragen.

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