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Motorsport

Brite di Resta nach Sieg DTM-Spitzenreiter

SID
Paul di Resta rast mit seinem Mercedes zum Tagessieg und an Spitze der Gesamtwertung
© Getty

Der Brite Paul di Resta hat den neunten Lauf zur Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) in Hockenheim gewonnen und damit auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen.

Der Brite Paul di Resta ist der Mann der Stunde in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Der Mercedes-Pilot feierte beim 9. Saisonrennen in Hockenheim seinen dritten Sieg in Serie und setzte sich damit auch an die Spitze der Gesamtwertung.

Di Resta verwies Timo Scheider (Audi), der nach zwei Titelgewinnen zum Saisonende in jedem Fall entthront wird, auf Platz zwei. Dritter wurde Mike Rockenfeller (Neuwied) in einem weiteren Audi vor Mercedes-Mann Gary Paffett (Großbritannien).

"Dieser Sieg überrascht mich selbst am meisten, denn mein Start war alles andere als optimal", sagte di Resta erschöpft, aber glücklich. Dann machte er seinem DTM-Silberpfeil und dem gesamten Team eine Liebeserklärung. "Mein Auto war heute unschlagbar, und die Strategie war goldrichtig."

Erst 13 Runden vor Schluss absolvierte di Resta seinen zweiten Boxenstopp, kam nur wenige Meter vor Scheider auf die Strecke zurück und fuhr dem Champion anschließend auf und davon. Di Resta gelang als erstem Piloten seit Nicola Larini (Italien) vor 17 Jahren das Kunststück, drei DTM-Rennen in Folge in einer Saison gewinnen. Übrigens: Larini holte 1993 im Alfa Romeo auch den Titel.

Di Resta führt mit 63 Zählern

In der DTM-Wertung setzte sich di Resta jetzt mit 63 Punkten vor seinem Mercedes-Markenkollegen Bruno Spengler (60 Zähler) an die Spitze. Der Kanadier musste mit einem technischen Defekt aufgeben und blieb erstmals in diesem Jahr ohne Punkte. Dritter ist Paffett mit 49 Zählern. Nur diese drei Fahrer haben vor den beiden letzten Saisonrennen in Adria (31. Oktober) und Shanghai (28. November) noch eine Chance auf den DTM-Titel 2010.

"Paul hatte heute eine ganz grandiose Strategie", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Auch Rivale Scheider, dem der Sieg beim Deutschland-Finale 2010 verwehrt blieb, fand nur anerkennende Worte: "Paul hat es verdient, er hatte ganz klar das schnellere Auto."

Scheider hat als bester Audi-Pilot auf Position vier mit 37 Zählern keine Chance mehr auf den historischen Titel-Hattrick. Damit endet die dreijährige Audi-Dominanz, der künftige Titelträger fährt definitiv einen Mercedes.

Ekström vergibt theoretische Meisterschaftschance

Der Schwede Mattias Ekström, der als letzter Audi-Hoffnungsträger vor dem Rennen zumindest noch eine theoretische Möglichkeit auf die Meisterschaft hatte, schied mit einem technischen Defekt früh aus und belegt mit nun 34 Punkten den fünften Gesamtrang.

Spengler, der die Gesamtwertung seit dem zweiten Saisonrennen angeführt hatte, war natürlich untröstlich. "Das Auto hat sich komisch angefühlt und ist dauernd gesprungen", sagte der Kanadier, der eine defekte Radaufhängung "hinten links" vermutete. Den Titel hat er aber weiter fest im Visier: "Irgendwann hat jeder mal Pech, und mich hat es halt heute erwischt. Jetzt werde ich beim nächsten Rennen wieder angreifen."

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