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Leichtathletik

Ennis holt Gold, Oeser gewinnt Bronze

SID
Mit Bestleistung zu Bronze: Jennifer Oeser
© sid

Die Britin Jessica Ennis hat die Goldmedaille im Siebenkampf gewonnen. Jennifer Oeser holte mit persönlicher Bestleistung die Bronzemedaille. Silber ging an Natalja Dobrynska.

Als das Plüschschwein Stadionverbot erhielt, nahm Jennifer Oeser ihr Glück selbst in die Hand. Auch ohne ihr geliebtes Maskottchen stürmte Deutschlands beste Siebenkämpferin ein Jahr nach dem WM-Silber von Berlin zu EM-Bronze in Barcelona.

Mit ihrem neuen Hausrekord von 6683 Punkten gelang der 26-jährigen Leverkusenerin zudem das beste Ergebnis einer DLV-Athletin seit dem WM-Sieg der Wattenscheiderin Sabine Braun 1997 in Athen.

Auch ohne Schwein im Glück

"Mir wurde verboten, mein Schwein mit in den Innenraum des Stadions zu nehmen - Sauerei!", beschwerte sich Oeser über die restriktiven Anweisungen der Wettkampfleitung.

Doch der fehlende Glücksbringer fiel nicht weiter ins Gewicht: In vier Disziplinen verbuchte sie persönliche Bestleistungen, ihr Top-Resultat der letztjährigen WM steigerte sie nochmals um 190 Zähler.

"Das ist Wahnsinn, auch die Punktzahl. Für mich es eine Genugtuung, mein WM-Silber bestätigt zu haben. Nun bin ich motiviert für die nächsten Jahre", sagte Jennifer Oeser nach der Hitzeschlacht in Kataloniens Metropole

Großbritanniens Weltmeisterin Jessica Ennis war mit 6823 Punkten wie in Berlin für Oeser außer Reichweite. Dahinter jedoch lieferte sich die gebürtige Schleswig-Holsteinerin einen heißen Kampf um die Plätze mit der starken Konkurrenz aus Osteuropa.

Olympiasiegerin Natalja Dobrynska aus der Ukraine war als Zweite mit 6778 Punkten letztlich zu stark, Russlands Olympia-Dritte Tatjana Tschernowa hatte mit 6512 Zählern jedoch gegenüber Oeser deutlich das Nachsehen.

Schwerdtner und Rath überzeugen

Im Schatten des neuen deutschen Mehrkampf-Aushängeschilds stießen auch die beiden weiteren DLV-Starterinnen in die europäischen Top 12 vor: Ebenfalls mit persönlichen Bestleistungen feierten Maren Schwerdtner aus Hannover als Neunte (6167) und die Frankfurterin Claudia Rath als Elfte (6107) ihre bislang größten Erfolge.

Von Beginn an auf Kurs

Oeser hatte von der ersten Disziplin an auf Bestleistungskurs gelegen. Am ersten Tag hatte sie zum Auftakt über 100m Hürden (13,37 Sekunden) sowie im abschließenden 200-m-Lauf (24,07) ihre herausragenden Resultate.

"Meinetwegen könnten wir jetzt aufhören", hatte sie als Drittplatzierte zu diesem Zeitpunkt erklärt, um am zweiten Tag mit 6,68m im Weitsprung und 49,17m im Speerwurf zwei weitere Bestleistungen folgen zu lassen.

In der "ewigen" deutschen Bestenliste rückte Oeser damit auf Rang sechs vor. Insgesamt war es die elfte EM-Medaille für eine deutsche Athletin seit Einführung der Disziplin 1982.

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