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Golf

Tiger "wie vom anderen Stern"

Von dpa
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© Getty

Atlanta/Köln - Tiger Woods ist einfach nicht zu fassen: Kein Superlativ beschreibt die Dominanz des 31-jährigen Kaliforniers bei dem mit 10 Millionen Dollar dotierten FedExCup-Finale besser als das Prädikat "wie vom anderen Stern".

Auch am dritten Tag der "Tour Championship" auf dem Par 70-Kurs in Atlanta/Georgia degradierte der beste Golfspieler der Welt die atemlose Konkurrenz zu Statisten und hielt mit 191 Schlägen vor der Finalrunde die Verfolger Mark Calcavecchia (194/USA) und Sergio Garcia (196/Spanien) auf Distanz.

Größtes Preisgeld der Sportgeschichte

Es gibt niemand unter den 29 Jägern des Tigers, die daran zweifeln, dass der Weltranglisten-Erste auch dieses mit 7 Millionen Dollar dotierte Spektakel gewinnt und damit den Gesamtsieg mit dem höchsten Preisgeld davonträgt, das jemals in der Sportgeschichte ausgelobt worden ist.

"Ich wünsche dem Tiger wirklich nichts schlechtes, aber nur noch eine plötzliche Krankheit kann das verhindern", stöhnte der bereits 47-jährige Calcavecchia, der zu den engsten Freunden des Superstars zählt.

"Er ist sensationell drauf und spielt so spektakulär wie kein anderer hier."

Mickelson und Stricker aus dem Rennen

Keiner spricht vor dem Finale mehr von Woods' Landsleuten Phil Mickelson (204) und Steve Stricker (207), die in der FedEx-Gesamtwertung als einzige noch die Chance hätten, Woods das Saisonfinale zu verderben.

Dafür müsste einer von ihnen mindestens auf dem East Lake-Kurs gewinnen und Woods schlechter als Rang 3 platziert sein.

Bei Rückständen von 13 Schlägen für Mickelson und gar 16 von Stricker ist das undenkbar.

Nur dreimal Führung noch abgegeben

Aber allein schon die Statistik des Branchenführers lehrt den Gegnern das Fürchten: Bei 43 Turnieren ging der Tiger nach drei Runden als Erster auf die letzten 18 Löcher.

Nur drei Mal verlor er dabei - allerdings schon zwei Mal auf dem East Lake-Kurs, den Woods zu einem "der leichtesten Plätze" der US-Tour zählt.

Zu einfach für den "Tiger"

"Ich weiß, dass ich bei elf Starts hier noch nie gewonnen habe, aber ich kann mich nicht erinnern, unter diesen besten äußeren Bedingungen einen weniger anspruchsvollen Kurs gespielt zu haben", meinte Woods.

Erst vor einer Woche hatte er das FedEx-Halbfinale bei der BMW Championship gewonnen und damit wieder die Gesamt-Führung übernommen.

Es war sein sechster Sieg in diesem Jahr, mit dem er nach 15 Starts seine Gewinnsumme auf 9,6 Millionen Dollar erhöhte.

Rente für Woods?

Die Siegprämie von 1,26 Millionen in Verbindung mit dem sagenhaften Jackpot von 10 Millionen als bester Spieler der Saison- Sonderwertung bedeuten Rekord. So viel Geld hat in einer Saison noch keiner unter den Golfprofis aufgehäuft.

Selbst der Zweite bekommt noch drei Millionen Doller, der Dritte wird mit zwei Millionen belohnt.

Damit die Steuer den Spielern nicht zwischen 40 und 50 Prozent "wegfrisst", hat der US-PGA-Commissioner Tim Finchem entschieden, dass diese FedEx-Prämien als "Rente" angelegt und nicht vor dem 45. Lebensjahr der Betroffenen ausgezahlt werden.

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