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Darts-WM: Drama-Siege für Wright und Durrant - Price wackelt nur kurz

Von SPOX

Mitfavorit Gerwyn Price hat sich gegen Simon Whitlock ins Viertelfinale der Darts-WM gemüht (alle Spiele live auf DAZN). Peter Wright rettete sich mit einem Zittersieg gegen Jeffrey De Zwaan in die nächste Runde und Dimitri van den Bergh gelang gegen Adrian Lewis ein sensationelles Comeback.

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Nach seiner Glanzleistung gegen John Henderson kam Mitfavorit Gerwyn Price auf den Boden der Tatsachen zurück. Gegen Simon Whitlock spielte die Nummer 3 nicht in Bestform und agierte oft zu hektisch. Seine Leistung war aber gut genug, um den an 14 gesetzten Whitlock mit 4:2 zu besiegen.

Sowohl Price als auch Whitlock begannen im ersten Satz bescheiden und legten nur einen 88er- bzw. einen 85er-Average auf. Im Entscheidungsleg vergab Price vier Satzdarts auf die Doppel-20. Auch "The Wizard" brachte seine Darts nicht im Doppel unter. Am Ende traf Price die Doppel-5 zum 1:0-Satzgewinn.

Die Doppel-20 lag dem Iceman in Satz 2 dann wesentlich besser. Sowohl das Anwurfleg als auch das Break sicherte sich Price über Tops. Whitlock spielte zwar einen höheren Average, checkte dafür miserabel aus (knapp 21 Prozent). So vergab er fünf Darts aufs Doppel, Price sicherte sich erneut via Tops das Leg und somit den zweiten Satz.

Whitlock fasste im dritten Satz langsam Fuß. Nachdem er zuvor seine Breakmöglichkeiten ausließ, war er diesmal zur Stelle. Den Satz gewann er glatt mit 3:0. Der Wizard nutzte seine Drangphase und breakte Price sofort im vierten Satz. Der Iceman antwortete aber mit dem Re-Break. Whitlock war zwar in Schlagdistanz, verlor aber dennoch den Satz.

Price fand auch im fünften Satz nicht wirklich in die Spur. Mehrmals fielen ihm die Darts auf den Boden. Er wirkte zu unkonzentriert und ließ sich so den Satz aus den Händen nehmen. Whitlock konnte den Schwung aus dem gewonnenen Satz aber nicht mitnehmen. Er vergab zu viele Chancen, sodass sich die Nummer 3 der Welt trotz eines 91er-Average den Sieg sicherte.

StatistikGerwyn PriceSimon Whitlock
3-Darts-Average92,3790,85
Checkout-Quote35,48 Prozent31,25 Prozent
Höchster Checkout11298
100+2224
140+2015
180+35

Peter Wright zittert sich gegen De Zwaan in die nächste Runde

Lange Zeit sah es so aus, als würde Peter Wright mit Jeffrey de Zwaan kurzen Prozess machen. "Snakebite" führte schnell mit 2:0 in Sätzen. Dabei profitierte der Schotte von einer starken Doppelquote von 60 Prozent. De Zwaan dagegen brachte nur drei seiner acht Darts auf die Doppel.

Wright, die Nummer 7 der Welt, kontrollierte die Partie auch im dritten Satz souverän und legte insgesamt einen Average von 98 auf. De Zwaan, Weltranglisten-21., spielte zwar einen 95er-Average, hatte aber kaum die Gelegenheit, Wright in Gefahr zu bringen. So checkte der 49-Jährige 100 zum 3:0-Satzgewinn.

Erst im vierten Satz wachte De Zwaan auf. Zwar wurde "Black Cobra" mit einer 130 via Bullseye noch gebreakt und lag mit 0:2 in den Legs zurück, gewann danach aber noch den Satz. De Zwaan machte in Satz fünf dort weiter, wo er im vierten Durchgang aufgehört hatte. Er entschied sogar acht Legs in Folge für sich und sicherte sich so den fünften Satz. Sein Average blieb zwar konstant bei rund 95 Punkten, seine Doppelquote verbesserte sich dagegen von 33 auf knapp 60 Prozent.

Im sechsten Satz drehte De Zwaan dann richtig auf und spielte zwischenzeitlich einen 116er-Average. Trotz einiger Fehler, wie vereinzelten Einsen oder der Triple-7, gewann De Zwaan den sechsten Satz. Und das, obwohl Wright weiter seinen 96er-Average spielte und die Doppelquote 60 Prozent betrug. Wright wirkte dafür teilweise lustlos und warf mehrere Darts "weg", anstatt seine Punktzahl weiter zu verringern.

Im entscheidenden siebten Satz brachten beide zuerst ihren Anwurf durch. So musste das Duell in die Verlängerung, ins achte Leg, gehen. Dort vergab Wright zunächst einen Matchdart auf Bullseye. Danach verwandelte Wright einen Dart auf die Doppel-8 zum Matchgewinn. Im morgigen Viertelfinale spielt Wright gegen Luke Humphries.

StatistikPeter WrightJeffrey de Zwaan
3-Darts-Average96,8394,8
Checkout-Quote51,43 Prozent48,39 Prozent
Höchster Checkout14998
100+3843
140+2224
180+124

BDO-Weltmeister Durrant siegt gegen "Hollywood" Dobey

In der zweiten Partie der Abend-Session riefen die Überraschungsachtelfinalisten Glen Durrant und Chris Dobey keine Höchstleistungen ab. "Hollywood" Dobey zeigte zwar keinen Glanz, sicherte sich aber den ersten Satz.

"Duzza" Durrant, dreimaliger Weltmeister der BDO, wachte nach diesem Satzverlust langsam auf und startete seinen erfolgreichen Lauf. Durrant gewann die nächsten drei Sätze in Folge. Dobey fing sich in Satz 5, legte einen 108er-Average auf und entschied so den Durchgang für sich. Dobey nutzte das Momentum und gewann auch Satz 6.

Durrant kämpfte sich aber zurück. Im Entscheidungssatz breakte er Dobey im zweiten Leg. Schließlich brachte er seinen Anwurf durch und so das Spiel über die Ziellinie.

StatistikGlen DurrantChris Dobey
3-Darts-Average93,7994,01
Checkout-Quote37,84 Prozent39,39 Prozent
Höchster Checkout109110
100+2530
140+2016
180+48

Van den Bergh haut Ex-Weltmeister Lewis raus

Während "Jackpot" Adrian Lewis in seinen ersten beiden Matches bei dieser Weltmeisterschaft gerade in den Anfangsphasen zu kämpfen hatte und sowohl gegen Christo Reyes als auch gegen Darren Webster schnell mit dem Rücken zur Wand stand, war es der Weltmeister von 2011 und 2012, der gegen Dimitri van den Bergh zunächst den Ton angab.

Lewis traf zielsicher seine Doppel und machte es seinem belgischen Kontrahenten schwer, überhaupt Fuß zu fassen. Der 34-Jährige führte nach Sätzen schnell mit 2:0, spielte im dritten Leg des zweiten Satzes sogar einen Zehn-Darter, verpasste es anschließend aber, den Sack schon früh im Match zuzumachen.

Der Brite machte deutlich mehr Fehler, verpasste im dritten Satz gleich drei Breakchancen und so kam Van den Bergh zurück. Der 25-Jährige verkürzte auf 1:2 und plötzlich war es eine Partie auf Augenhöhe. Während Lewis im vierten Satz erneut die Schwächen des Belgiers im Scoring ausnutzte und auf 3:1 nach Sätzen stellte, haderte der Brite anschließend selbst mit fehlerhaften Würfen auf die Triple.

Sein Drei-Darts-Average sank im fünften Satz deutlich auf unter 95, Van den Bergh hingegen konnte eine Schippe drauflegen, spielte im Schnitt 97 Punkte pro Aufnahme und glich nach Sätzen zum 3:3 aus.

Im Entscheidungssatz spielte Lewis erneut sehr inkonstant, was van den Bergh im dritten Leg zum vorentscheidenden Break zum 2:1 nutzte. Der Belgier verwandelte gleich seinen ersten Matchdart und krönte damit ein starkes Comeback. Im Viertelfinale trifft er am Sonntag auf Nathan Aspinall, der am Freitagabend in Gary Anderson ebenfalls einen ehemaligen Weltmeister eliminierte.

StatistikAdrian LewisDimitri Van den Vergh
3-Darts-Average93,796
Checkout-Quote50 Prozent42,86 Prozent
Höchster Checkout136104
100+3436
140+1920
180+56

Darts-WM: Humphries dominiert Huybrechts

Neben Aspinall und Van den Bergh steht auch Luke Humphries nach einer dominanten Vorstellung gegen Kim Huybrechts im Viertelfinale. Der Belgier konnte gegen "Cool Hand Luke" nur zwei Sätze lang mithalten. Nachdem der 41. der Weltrangliste sich den ersten Satz noch knapp mit 3:2 nach Legs sicherte, drehte Humphries den Spieß mit einem guten Scoring und einer souveränen Quote auf die Doppel um.

Den zweiten Satz holte Humphries sich glatt in drei Legs, ehe im dritten Satz der Knackpunkt der Partie kam. Dort startete Huybrechts mit einem Break und führte schnell mit 2:0, doch Humphries meldete sich eindrucksvoll zurück. Per Elf-Darter stellte er auf 1:2, holte sich auch das vierte Leg und verpasste Huybrechts ein 146er-Finish, um den dritten Satz klarzumachen.

Das Match glich anschließend einer One-Man-Show. Huybrechts holte sich nur noch eines von sechs Legs und schied verdientermaßen im Achtelfinale aus. Sowohl im Drei-Darts-Average als auch bei der Doppelquote, war er "Cool Hand Luke", der insgesamt zehn 180er warf, klar unterlegen.

StatistikKim HuybrechtsLuke Humphries
3-Darts-Average89,1195,11
Checkout-Quote24 Prozent38,89 Prozent
Höchster Checkout110146
100+2626
140+1111
180+110

Humphries hingegen wiederholt damit seinen Sensationserfolg bei der vergangenen WM, als er ebenfalls bis ins Viertelfinale vorstieß und auf dem Weg dorthin den damals amtierenden Weltmeister Rob Cross ausgeschaltet hatte.

Humphries scheiterte im Viertelfinale des vergangenen Jahres am späteren WM-Finalisten Michael Smith deutlich (1:5), in diesem Jahr trifft er auf Peter Wright.

Darts-WM: Hopp-Bezwinger Labanauskas im Viertelfinale

Eine wesentlich schwerere Aufgabe wartet im WM-Viertelfinale auf Darius Labanauskas. Der Litauer trifft in der Runde der letzten Acht auf die Nummer eins der Welt, Michael van Gerwen, der auch in diesem Jahr als Topfavorit auf den WM-Titel gehandelt wird.

Labanauskas hatte sich am Samstagnachmittag nach seinem Drittrundensieg über Max Hopp auch gegen den "Bronzed Adonis" Steve Beaton durchgesetzt und damit jetzt schon sein bestes Ergebnis bei einer PDC-Weltmeisterschaft erzielt.

Zunächst lieferten sich "Lucky D" und Beaton über vier Sätze ein Kopf-an-Kopf-Rennen und lagen sowohl beim Average als auch bei der Checkout-Quote nah beieinander. Beaton baute jedoch im dritten Satz stark ab, während Labanauskas die Nerven behielt und am Ende besonders aufgrund seiner starken Doppelquote (46,67 Prozent) zum ersten Mal in seiner Karriere ins WM-Viertelfinale einzog.

Darts-WM: Die Partien vom Samstag im Überblick

Insgesamt finden am Samstag sechs Achtelfinal-Begegnungen statt. Am Freitag haben sich bereits der amtierende Weltmeister Michael van Gerwen und Nathan Aspinall für das Viertelfinale qualifiziert.

UhrzeitRundeSpieler 1Spieler 2Ergebnis
13.30 UhrAchtelfinaleSteve Beaton (ENG)Darius Labanauskas (LIT)2:4
15 UhrAchtelfinaleKim Huybrechts (BEL)Luke Humphries (ENG)1:4
16.30 UhrAchtelfinaleAdrian Lewis (ENG)Dimitri Van den Bergh (BEL)3:4
20 UhrAchtelfinalePeter Wright (SCO)Jeffrey de Zwaan (NED)4:3
21.30 UhrAchtelfinaleGlen Durrant (ENG)Chris Dobey (ENG)4:3
23 UhrAchtelfinaleGerwyn Price (WAL)Simon Whitlock (AUS)4:2
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