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Boxen

Sturm vor wichtigstem Kampf seines Lebens

SID
Lukas Podolski (r.) soll am Samstag den WM-Gürtel von Felix Sturm (l.) in den Ring tragen
© Getty

Neue Chance, neue Motivation, neue Herausforderung - nach 14 Monaten Pause beginnt für Felix Sturm am Samstag eine zweite Karriere als Boxprofi. In der Kölner Arena verteidigt der Mittelgewichtler den WM-Gürtel der WBA - erstmals in Eigenregie, eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr - sportlich wie finanziell.

Da gehören martialische Worte zum üblichen Ballyhoo fast schon dazu. "Wer mich besiegen will, muss mich töten", warnte der Leverkusener seinen Herausforderer Giovanni Lorenzo via "Sport-Bild".

Der in New York lebende Fighter aus der Dominikanischen Republik konnte immerhin 29 seiner 31 Kämpfe gewinnen, verlor aber nach Punkten gegen IBF-Champion Sebastian Sylvester.

"Wichtigster Kampf meines Lebens"

Sturm weiß, dass für ihn viel auf dem Spiel steht. Die Fans erwarten einen überzeugenden Sieg, der neue TV-Partner eine gute Quote: "Das wird der wichtigste Kampf meines Lebens. Jeder fragt sich, ob ich es noch drauf habe. Daran werde ich gemessen."

Schließlich endete erst Anfang Juli eine monatelange juristische Auseinandersetzung zwischen dem 31-Jährigen und seinem Ex-Promoter Klaus-Peter Kohl. Man einigte sich schließlich auf einen Vergleich, Sturm musste dem Vernehmen nach rund 900.000 Euro "Ablösesumme" an Universum Box Promotion zahlen.

Vergangenheit - seit vier Wochen ist der Sohn bosnischer Eltern mit dem Geburtsnamen Adnan Catic zusammen mit seinem neuen Trainer Fritz Sdunek voll auf den Lorenzo-Kampf fokussiert.

14 Kilogramm Übergewicht weg

Nach einer langen Babypause müssen Ehefrau Jasmin und der elf Monate alte Sohn Mahir vorerst zurückstecken. Der Olympia-Teilnehmer von Sydney 2000 denkt aber alles andere als ungern an diese für ihn ungewohnte Lebensphase zurück: "Ich habe diese lange Pause gebraucht. Es war sehr gut, nicht immer an das Boxen denken zu müssen."

14 Kilo Übergewicht hat Sturm seither in seinem im Mai eröffneten eigenen Gym in der Bonner Straße in Köln wegtrainiert und dabei abseits seiner sportlichen Vorbereitungen auch ein spektakuläres TV-Rahmenprogramm zusammengestellt.

Podolski trägt Gürtel für Sturm

Sein Kumpel Lukas Podolski soll den WM-Gürtel in den Ring der Kölner Arena tragen, begleitet von den Klängen der aus Los Angeles live zugeschalteten Rock-Giganten von Linkin Park.

Alles Ingredenzien, die junges Publikum vor die Bildschirme locken sollen. Die Beteiligten hoffen auf sieben bis acht Millionen Zuschauer, der Marktanteil sollte um 20 Prozent liegen.

Zahlen, die auf dem deutschen TV-Markt aktuell nur von den Schwergewichts-Weltmeistern Witali und Wladimir Klitschko regelmäßig überboten werden. Auch das Brüderpaar aus der Ukraine hatte sich einst von Kohl gelöst und vermarktet sich seither komplett selbst.

Sdunek: "Sturm war überheblich"

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