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Basketball

BBL Finals - Immer wieder Alba Berlin: "Diese Jungs lieben sich ja"

SID
Alba Berlin ist zum dritten Mal in Serie gegen den FC Bayern Deutscher Basketballmeister geworden.

Kontinuität, Erneuerungsbereitschaft, Zusammenhalt. Mit diesen Zutaten hat Alba Berlin auch nach dem Trainerwechsel den dritten Meistertitel in Serie geholt. Und so soll es weitergehen.

Als Marco Baldi über seine Basketballer sprach, ging ihm das Herz auf. "Diese Jungs, die lieben sich ja", sagte der Macher von Alba Berlin nach dem "Threepeat", der dritten Meisterschaft in Serie. Und Baldi erzählte auch, warum das alles so ist, wie es ist: "Die mögen sich, weil sie sich auf dem Spielfeld vertrauen, und jeder spürt, dass er davon persönlich profitieren kann."

Eindrucksvoll hatten die Berliner am Sonntagnachmittag den Titel geholt, durch ein nie gefährdetes 96:81 (52:36) beim Dauerrivalen Bayern München. Dass Alba nach dem Abschied von Erfolgstrainer Aito Garcia Reneses unter Nachfolger Israel Gonzalez direkt wieder die deutsche Krone abräumte, sagt eine Menge über den Klub aus.

"Mein Ziel war es, das Team zu verbessern, und wir waren das Team, welches sich am meisten weiterentwickelt hat", sagte Gonzalez (47), der 2017 als Assistent mit seinem spanischen Landsmann Aito an die Spree gekommen war: "Wir hatten eine tolle Chemie. Das macht uns am Ende zum Champion."

Auch der Lehrmeister war zufrieden, Garcia Reneses setzte seinen ersten Tweet seit fünf Wochen ab und teilte ein Siegerbild der Berliner. "Sie wirken glücklich. Herzliche Glückwünsche", schrieb der 75-Jährige. In seiner Amtszeit hatte er Alba zu zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg geführt.

BBL: Alba Berlin will "an dieses Jahr anknüpfen"

"Ich habe viel von Aito gelernt, ein bisschen gehört ihm der Titel auch", meinte Gonzalez, "wir haben auf seinem Job aufgebaut und viel Balance dadurch gewonnen." Und so soll es weitergehen: "Wir haben die personelle und spielerische Qualität, um an dieses Jahr anzuknüpfen." Es muss für die Konkurrenz wie eine Drohung klingen.

Baldi, der seit über 30 Jahren die Geschicke bei Pokalsieger Alba leitet und mit dem Klub die elfte Meisterschaft sowie das sechste Double feierte, darf sich in seinem Weg einmal mehr bestätigt fühlen. Die Berliner waren da, als es zählte, nach zähem Saisonbeginn verlor das Team nur eines der letzten 21 Saisonspiele. Am Freitag hatte es beim Stand von 2:0 und Matchbällen zu Hause ein 60:90 gegen die Bayern gesetzt, die Finalserie ging am Ende mit 3:1 an den Titelverteidiger.

"Bodenlos, wie wir in Berlin gespielt haben. Wir waren mit dem Kopf schon zu weit", sagte Nationalspieler Johannes Thiemann, wertvollster Spieler (MVP) der Finals, rückblickend: "Wir mussten eine Reaktion zeigen, und das haben wir eindrucksvoll gemacht."

Geschäftsführer Baldi lobte den "Switch von einer derben Niederlage", es sei schon "alles angerichtet" gewesen, doch die Mannschaft habe ihre "Tugenden nicht bringen" können: "Dass wir das in so kurzer Zeit geschafft haben, das geht nur, wenn man auf etwas aufbauen kann, wenn man Charakter und eine Kultur des Zusammenseins hat."

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