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Basketball - Rekord-Party in Berlin: Alba feiert historischen Pokalsieg

SID

Alba Berlin ist alleiniger Rekordpokalsieger. Der deutsche Basketball-Meister besiegte den Underdog Hakro Merlins Crailsheim im Finale am Sonntag.

Trainer Israel Gonzalez hing den Rekordpokalsiegern von Alba Berlin die goldenen Medaillen höchstpersönlich um den Hals, ehe Kapitän Luke Sikma die so begehrte Trophäe erst küsste und dann jubelnd in die Luft wuchtete. Dank einer puren Willensleistung entschied der deutsche Basketball-Meister ein umkämpftes Finale des Top-Four-Turniers gegen den Underdog Hakro Merlins Crailsheim am Sonntag mit 86:76 (39:43) für sich und holte den historischen elften Pokal-Titel.

Damit überholten die Berliner Bayer Leverkusen (zehn Titel) in der ewigen Rangliste. "Ich bin glücklich und stolz", sagte Gonzalez, der das Team zu Saisonbeginn übernommen hatte: "Wir müssen das genießen, es wird noch eine lange Saison." Alba-Profi Johannes Thiemann fügte bei MagentaSport hinzu: "Da ist natürlich unglaubliche Euphorie, es war so taff. Man hat kurzzeitig mal gedacht, ob das heute was wird. Aber wir haben einen unglaublichen Job gemacht."

Für Alba kam Maodo Lo in der heimischen Arena am Ostbahnhof auf 20 Punkte, Crailsheims T.J. Short war mit 30 Punkten der beste Mann auf dem Court. "Es tut weh, wir wollten hier gewinnen", sagte Shorts: "Aber wir behalten den Kopf oben. Keiner hat geglaubt, dass wir so weit kommen können."

Erst am späten Samstagabend hatte sich Alba mit 91:81 (41:39) im Halbfinale gegen Pokalschreck Niners Chemnitz durchgesetzt, der im Viertelfinale zuvor Bayern München eliminiert hatte. Crailsheim, erstmals überhaupt in einem Pokalfinale vertreten, hatte davor die von NBA-Star und Gesellschafter Dennis Schröder unterstützen Löwen Braunschweig mit 85:71 (46:36) bezwungen.

Alba Berlin dreht nach der Pause auf

Vor dem Endspiel hatte Merlins-Geschäftsführer Martin Romig in Erinnerungen geschwelgt, am 31. Januar 1986 war sein Klub aus einer Schüler-AG gegründet worden. Mittlerweile hat sich Crailsheim aber nach Auf-und Abstiegen in den letzten Jahren in der oberen Hälfte der Bundesliga festgesetzt. "Mich friert es, ich kriege sofort Gänsehaut. Das ist alles noch nicht greifbar", sagte Romig zur Finalteilnahme.

Doch Crailsheim bietet den Großen längst Paroli, auch wenn die Berliner die Merlins eine Woche zuvor in der Liga mit 106:74 abgefertigt hatten. "Das wird ein ganz neues Spiel", warnte Sikma. Und er sollte Recht behalten, denn die Merlins legten im Finale fulminant los. Angeführt vom bärenstarken Shorts zogen sie zeitweise auf 16 Punkte davon. Alba wurde erst spät im zweiten Viertel wach und kam durch einen Korbleger von Maodo Lo zur Halbzeit auf vier Zähler ran.

"Wir haben den Anfang ein bisschen in der Defense verpennt", sagte Berlins Oscar da Silva zur Pause. Davon konnte im dritten Viertel keine Rede mehr sein. Alba drehte auf, traf vor allem durch Jonas Mattisseck und Jaleen Smith auch von draußen hochprozentig und zog auf 61:56 davon. So brach der Favorit etwas den offensiven Rhythmus der bis dato so starken Crailsheimer, die zwischenzeitlich mit 14 Punkten ins Hintertreffen gerieten.

Im Schlussabschnitt gab sich Crailsheim trotz des zweistelligen Rückstandes nie auf. Shorts stemmte sich mit teils aberwitzigen Treffern dagegen. Der US-Amerikaner stellte mit einem And One den Drei-Punkte-Abstand wieder her, bevor Lo postwendend den Dreier zum 82:76 traf - und den historischen Triumph besiegelte.

 

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