Mehrsport

DOSB-Präsident Alfons Hörmann schlägt Alarm: Verluste in Milliardenhöhe

SID
Alfons Hörmann ist seit 2013 Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann macht sich angesichts der wachsenden Finanzprobleme deutscher Verbände und Vereine in der Coronakrise große Sorgen um die Zukunft des deutschen Sports. Der Allgäuer rechnet insgesamt mit Verlusten in Milliardenhöhe und warnt davor, dass die Herausforderungen für den Sport in der Zeit nach Corona noch alles übertreffen werden.

"Wenn man nur die Verbände nimmt, wird es sich am Ende wohl um eine dreistellige Millionensumme handeln. Betrachtet man aber den gesamten Sport mit seinen Events und Liga-Betrieben sowie Weltcups und Weltmeisterschaften, dann geht der Schaden wohl schnell in den Milliardenbereich", sagte Hörmann im Interview mit dem SID.

Der DOSB hat eine Erhebung über die Finanznöte der Verbände eingeleitet, die in den nächsten zehn Tagen abgeschlossen sein soll. "Es kursieren ja die abenteuerlichsten Zahlen. Für uns ist es schwierig, mit dem Bund und den Ländern über Hilfsmodelle zu reden, wenn man nicht zumindest ungefähr weiß, um welche Schadenshöhe es sich handelt", sagte der 59-Jährige.

Generell glaubt Hörmann, dass das dicke Ende für den deutschen Sport noch kommt. "Bei allen Sorgen, die wir derzeit in der Coronakrise berechtigt um die Gesundheit unserer Bevölkerung haben, sind die Herausforderungen, die wirtschaftlich, strukturell und organisatorisch nach Corona auf uns zukommen, meines Erachtens um ein Vielfaches größer einzuschätzen", sagte Hörmann.

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