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DVV-Männer auf Viertelfinal-Kurs

SID
Simon Tischer hat mit seinem Team den zweiten Sieg bei der Volleyball-EM eingefahren
© getty

Die deutschen Volleyballer haben bei der EM auch die zweite große Hürde erfolgreich genommen und den Weltliga-Vierten Bulgarien mit 3:2 (36:34, 20:25, 21:25, 25:23, 15:9) besiegt.

Nur einen Tag nach dem Sensationserfolg gegen Olympiasieger Russland besiegte das Team von Bundestrainer Vital Heynen in einer spannenden Partie den Weltliga-Vierten Bulgarien knapp mit 3:2 (36:34, 20:25, 21:25, 25:23, 15:9) und steht damit schon sicher in der nächsten Runde.

"Das war der zweite Sieg bei der EM gegen eine zweite große Mannschaft, einen dritten hatten wir schon unter der Woche gegen Italien. Wir stehen nicht nur für Disziplin und gute Abwehrarbeit, sondern auch für Durchhaltevermögen", sagte Heynen.

Um sich sogar gleich direkt als Gruppensieger für das Viertelfinale zu qualifizieren, braucht sein Team nun in seinem abschließenden Vorrundenspiel am Sonntag (15.00 Uhr) gegen Tschechien nur noch einen 3:2-Sieg.

Traum von der Finalrunde

Durch die sichere Play-off-Teilnahme hat die Mannschaft um Interims-Kapitän Simon Tischer die erste Zielvorgabe bereits erreicht und zugleich erfolgreich Revanche für das bittere Viertelfinal-Aus beim Olympia-Turnier 2012 in London genommen.

Nun darf das verjüngte Team, das sich erneut durch seine Nervenstärke und seinen Kampfgeist auszeichnete, sogar von der Finalrunde in Kopenhagen träumen.

Sollte Deutschland die Vorrunde als Gruppenerster abschließen, bekommt es das Team im Viertelfinale mit dem Sieger der Begegnung zwischen dem Dritten der Gruppe D und dem Zweiten der Gruppe B zu tun. Dort kämpfen Co-Gastgeber Polen, Frankreich, die Slowakei und die Türkei um die Qualifikation für die K.o.-Phase.

Diagonalangreifer Georg Grozer, der in der Auftaktpartie gegen den Olympiasieger mit 21 Zählern bester Punktelieferant seiner Mannschaft war, setzte gegen die Bulgaren erneut wichtige Glanzpunkte. Zu Beginn entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für das Heynen-Team. Doch besonders Bulgariens Diagonalangreifer Zwetan Sokolow bereitete der deutschen Abwehr Probleme, und Fehler im Aufschlag ließen Grozer und Co. in Rückstand geraten.

Heynen zog die Reißleine, fand die richtige Ansprache, und seine Schützlinge blieben dran. Am Ende hatte das deutsche Team in einem nervenaufreibenden Satz das bessere Ende für sich: Grozer verwandelte den achten Satzball mit einem Ass.

Im zweiten Durchgang agierte die deutsche Auswahl sehr hektisch, in der Annahme funktionierte wenig, und Bulgarien zog davon. Zwischenzeitlich lag der Olympiavierte acht Zähler in Führung. Doch dann bissen Heynens Spieler sich in die Partie zurück und holten sich das nötige Selbstvertrauen für den nächsten Satz.

Schlechte Leistung im dritten Satz

Mit einem starken Block gestaltete die deutsche Mannschaft den dritten Durchgang lange offen, Bulgarien unterliefen jetzt auch einige Aufschlagfehler. Doch Grozer und Co. konnten daraus kein Kapital schlagen und mussten den Satz abgeben. "Wir spielen scheiße", fand auch Heynen in der Auszeit klare Worte.

Sein dazugehöriger Appell zu einer Steigerung zeigte allerdings Wirkung. In der entscheidenden Phase stabilisierte sich sein Team, gab die entsprechende Antwort und sicherte sich mit dem Ausgleich zum 2:2 zumindest einen Punkt. Im Tie Break hatte die DVV-Mannschaft dann das bessere Ende für sich. Denis Kaliberda verwandelte den Matchball.

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