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Vesper will nicht Bach-Nachfolger werden

SID
Michael Vesper (l.) steht im Gegensatz zu Walter Schneeloch (r.) nicht für eine Bach-Nachfolge bereit
© getty

Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat bekräftigt, nicht als Nachfolger von Thomas Bach zur Verfügung zu stehen.

"Ich habe bereits eine verantwortungsvolle Position", sagte der 61-Jährige am Rande der 37. Sportministerkonferenz in Wiesbaden: "Und die möchte ich erfüllen."

Während DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hatte, halten sich die anderen Kandidaten bedeckt. "Erst einmal muss der Fahrplan klar sein. Erst dann werde ich mich dazu äußern. Ich bin niemand, der erst B und dann A sagt", erklärte die DOSB-Vizepräsidentin Christa Thiel dem "Sport-Informations-Dienst".

Keine klare Absage geben drei andere gehandelte Kandidaten. DOSB-Vize Ingo Weiss (49), Chef der Deutschen Sportjugend, steht jedoch eher nicht zur Verfügung. Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes und Sprecher der Spitzensportverbände, möchte "ein geordnetes Verfahren". Alfons Hörmann, Präsident des mächtigen Deutschen Ski-Verbandes, vertritt eine eher ablehnende Haltung, will sich aber nicht klar festlegen.

Lemke und Bouffier als Quereinsteiger gehandelt

Nicht ausgeschlossen ist inzwischen, dass ein Quereinsteiger die Nachfolge Bachs antreten könnte. Als solche werden Werder Bremens Ex-Manager Willi Lemke und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier gehandelt, der bei den Landstagswahlen am 22. September parallel zur Bundestagswahl sein Amt verlieren könnte. Lemke hatte dem "SID" vielsagend erklärt: "Zu derartigen Gerüchten möchte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern."

Bach legt am Montag bei der DOSB-Präsidiumstagung in Frankfurt offiziell sein Amt nieder. Dort spricht das DOSB-Präsidium am Dinestag mit Interims-Präsident Hans-Peter Krämer erstmals das Thema Nachfolge an. Am 19. September wird wohl erstmals über Personen gesprochen bei der Tagung der Spitzensport-Verbände in Frankfurt. Vertieft wird die Diskussion am 30. September, wenn es bei der Vollversammlung der DOSB-Gremien in München vordergründig um eine Bewerbung um die Winterspiele 2022 geht.

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